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„Armygate“: Das Pentagon unterhält eine digitale Geheim-Armee

Lesezeit: 2 min
27.05.2021 14:25
Das Pentagon unterhält einem Bericht zufolge eine weltweit aktive Cyber-Geheim-Armee. Diese heimliche „Armee innerhalb der Armee“ führt sowohl inländische als auch ausländische Aufgaben durch.
„Armygate“: Das Pentagon unterhält eine digitale Geheim-Armee
Der eigentliche Krieg spielt sich im Cyber-Bereich ab. (Foto: dpa)

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Die „größte Undercover-Truppe, die die Welt je gekannt hat“, wurde kürzlich durch eine Newsweek-Untersuchung enthüllt. Der Bericht von „Newsweek“ war das Ergebnis einer zweijährigen Untersuchung, bei der über 600 Lebensläufe, 1.000 Stellenausschreibungen und weiteres Informationsmaterial untersucht und ausgewertet wurden.

Die eingehende Untersuchung ergab, dass fast 60.000 Menschen einer geheimen Undercover-Armee des amerikanischen Militärs angehören, die mit „maskierten Identitäten“ arbeiten. Sie sind Teil eines umfassenderen Programms namens „Signatur-Reduzierung“.

Diese heimliche „Armee innerhalb der Armee“ führt sowohl inländische als auch ausländische Aufgaben aus und fungiert als militärische Marke oder unter ziviler Deckung. Ihre Ansätze sind vielfältig: sowohl vor Ort als auch online mit Web-Operationen, die sich häufig in privaten Unternehmen und Beratungsunternehmen verstecken. Die neueste und am schnellsten wachsende Gruppe in dieser Armee ist online tätig. Hierbei handelt es sich um hochmoderne Cyberkämpfer und Nachrichtensammler, die online falsche Personas annehmen und Techniken der Nichtzuordnung und der Fehlzuordnung anwenden.

Diese Leute stehen nicht unter der offiziellen Kontrolle der nationalen Gesetzgebungsorgane und werden in der Regel aus Mitteln finanziert, die aus verschiedenen „Grauzonen“ -Aktivitäten wie Ölschmuggel und dem Handel mit Edelmetallen stammen.

Offensichtlich ist dies sehr profitabel, aber ohne starke Verbindungen zur militärischen Führung unmöglich. De facto steht dieses Projekt unter der Kontrolle einiger Dutzend US-amerikanischer Top-Generäle und Politiker. Die Steuerung der Struktur basiert auf den netzzentrierten Prinzipien.

Solch ein subtiles System erfordert eine Kombination spezifischer Fähigkeiten, die nur gemeinsame Teams von Zivilanwälten, Bankern, IT-Spezialisten und Managern besitzen können, die von Militärfachleuten befähigt werden.

Welche Rolle diese Spezialisten auf dem Boden Deutschlands spielen, ist umstritten. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte 2018 mehr als 16.000 Beschaffungsaufträge („US Embassy Shopping List“) von US-amerikanischen Botschaften auf der ganzen Welt veröffentlicht.

Wikileaks meldet in einer Mitteilung: „US-Botschaften in aller Welt kaufen Forensik-Geräte, die Daten von Mobiltelefonen extrahieren und Passwörter umgehen. Das US-Konsulat in Frankfurt half, forensische Instrumente für die Botschaften in Armenien und Montenegro zu erwerben.“

Gemäß dem im April 2016 vom Regional Procurement Support Office (RPSO) des amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main gestellten „Purchase Request 50003172“ kann der für Armenien bestellte Cell Phone Analyzer „Apps-Daten, Passwörter, E-Mails, Anrufverlauf entschlüsseln“, während es möglich ist, „fremdsprachige Übersetzungen von Inhalten aus der Extraktion“ durchzuführen.

Ein weiterer „Purchase Request 5560931“, der im November 2016 von RPSO in Frankfurt am Main fertiggestellt wurde, enthielt eine Liste verschiedener Artikel wie „Software- und Hardwarelösungen für die forensische Untersuchung von Mobiltelefonen“ und „Laborwerkzeug- und Hardwarelösungen für die forensische Untersuchung von Mobiltelefonen“.

Diese Geräte sollten an die US-Botschaft in Podgorica (Montenegro) geliefert werden.

„Beispielsweise forderte die US-Botschaft in El Salvador im August 2018 in einer Ausschreibung für ,Tactical Spy Equipment' Anbieter auf, 94 Spionage-Kameras zur Verfügung zu stellen, die meist als Alltagsgegenstände wie Krawatten, Mützen, Hemdknöpfe, Uhren, USB-Sticks, Feuerzeuge und Stifte getarnt sind“, meldet Wikileaks in einer Mitteilung vom 21. Dezember 2018.


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