Unternehmen

Daimler-Aktie: US-Schwäche und Bus-Flaute belasten Absatz von Daimler Truck

Daimler Truck verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen weltweiten Absatzrückgang von neun Prozent auf 68.849 Einheiten. Besonders der schwächelnde US-Markt sowie ein deutliches Minus im Bus-Sektor belasten die Bilanz des Herstellers aus Leinfelden-Echterdingen. Während die Tochter Mercedes-Benz Trucks zulegen konnte, sorgen Unsicherheiten in Nordamerika für Zurückhaltung.
10.04.2026 12:40
Lesezeit: 1 min
Daimler-Aktie: US-Schwäche und Bus-Flaute belasten Absatz von Daimler Truck
US-Zölle und Bus-Flaute drücken den Absatz von Daimler Truck auf 68.849 Einheiten. Was steckt hinter dem Einbruch und welche Sparmaßnahmen folgen? (Foto: dpa) Foto: Bernd Weißbrod

Massive Absatzprobleme auf dem US-Markt

Die US-Tochter des Konzerns erlebte mit einem Minus von 25 Prozent den stärksten Rückgang, was zu einem Absatz von lediglich 29.432 Fahrzeugen führte. Grund hierfür ist eine deutliche Kaufzurückhaltung der Speditionen. Diese zögern mit neuen Bestellungen, da sich das künftige Transportvolumen aufgrund der aktuellen US-Zölle nur schwer kalkulieren lässt.

Zusätzlich enttäuschte das Segment der Busse im Zeitraum von Januar bis März. Hier sank die Zahl der verkauften Fahrzeuge um ein Fünftel auf 4.972 Einheiten. Während das Unternehmen für diesen Einbruch keine explizite Erklärung lieferte, konnten Mercedes-Benz Trucks gegen den Trend um 13 Prozent auf 34.486 Fahrzeuge wachsen. Detaillierte Geschäftszahlen zum Auftakt 2026 werden für den 6. Mai erwartet.

Sparzwang nach Gewinneinbruch im Vorjahr

Der Nutzfahrzeughersteller blickt auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück, in dem der Gewinn um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro einbrach. Auch der Umsatz sank um neun Prozent auf etwa 49,5 Milliarden Euro, während der Gesamtabsatz um acht Prozent auf 422.510 Lkw und Busse zurückging. Belastet wurde das Geschäft bereits im Vorjahr maßgeblich durch die schwache Nachfrage in Nordamerika und die US-Zölle.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, hat das Unternehmen das Sparprogramm „Cost Down Europe“ initiiert. Ziel ist es, die laufenden Kosten in Europa bis zum Jahr 2030 um mehr als eine Milliarde Euro zu reduzieren. In Deutschland ist im Zuge dessen der Wegfall von rund 5.000 Stellen geplant, was vor allem die Marke Mercedes-Benz trifft. Parallel dazu sind auch für den nordamerikanischen Markt Sparmaßnahmen vorgesehen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie iFLYTEK AINOTE Air 2 bringt KI-gestützte Notizen in ein noch kompakteres E-Ink-Tablet

Für viele Menschen sind die besten Produktivitätstools diejenigen, die nicht versuchen, den gesamten Arbeitstag zu übernehmen. Sie...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niob: Brasiliens Monopol über den nächsten Batterie-Rohstoff
05.07.2026

Der historische SpaceX-Börsengang hat auch den Rohstoff Niob ins Rampenlicht der Märkte gerückt. In Brasilien lagern knapp 90 Prozent...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elon Musks ehemaliger Mitbewohner: „Wir wussten, dass der Mars das Ziel war“
04.07.2026

Vor 25 Jahren hat er Elon Musk davon abgeraten, ein Raketenunternehmen zu gründen. Heute bezeichnet er den SpaceX-Gründer als den...

DWN
Politik
Politik Vor den US-Kongresswahlen ist Trump so unbeliebt wie nie zuvor – doch er hat einen Trumpf im Ärmel
04.07.2026

Donald Trump geht mit schlechten Umfragewerten in die US-Kongresswahl, mittlerweile ist er unbeliebter als Vorgänger Joe Biden. Doch kurz...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mexiko: Dank niedriger Löhne sind sie wettbewerbsfähig
04.07.2026

Im vergangenen Jahr wurden dort 4,09 Millionen Fahrzeuge produziert, womit das Land weltweit den siebten Platz einnimmt. Die Branche...

DWN
Finanzen
Finanzen Blitzer, Fahrverbot, Unfallschäden: Die wichtigsten Verkehrsrechtsurteile für Autofahrer in Deutschland
04.07.2026

Einen Moment unaufmerksam, ein Blitzer – und wenig später liegt der Bescheid im Briefkasten. 2025 haben mehrere Gerichte entschieden,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mini JCW im Test: Kleiner Flitzer mit großem Preis
04.07.2026

Der Mini JCW fährt sich sportlich, direkt und auffällig wie kaum ein anderes Auto seiner Größe. Doch der Fahrspaß hat seinen Preis,...

DWN
Panorama
Panorama 250 Jahre USA: Warum viele nicht mehr an den amerikanischen Traum glauben
04.07.2026

Die Vereinigten Staaten blicken auf 250 Jahre Geschichte zurück. Doch während das Land sein Jubiläum begeht, wächst die Skepsis über...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmen setzen auf KI: Wer braucht schon Horden von Managern?
04.07.2026

Unternehmen bauen weltweit mittlere Führungsebenen ab und setzen stärker auf KI, Daten und flachere Strukturen. Was das konkret für die...