Deutschland

Die Deutschen stürmen die Biergärten, doch Lauterbach warnt vor „tödlicher“ Delta-Variante

Die Bürger ziehen in Strömen in die Biergärten, Eisdielen und an die Seen. Doch der SPD-Politiker Karl Lauterbach warnt bereits vor der Delta-Variante des Virus. Sie sei „ist ansteckender, resistenter gegen Impfstoffe und tödlicher“.
09.06.2021 16:10
Aktualisiert: 09.06.2021 16:10
Lesezeit: 1 min
Die Deutschen stürmen die Biergärten, doch Lauterbach warnt vor „tödlicher“ Delta-Variante
Karl Lauterbach ist der führende Gesundheitsexperte der Bundesregierung. (Foto: dpa)

Die Corona-Lockerungen haben dazu geführt, dass die Deutschen das Leben erneut in vollen Zügen genießen

wollen. Die Biergärten, Eisdielen und Restaurants erleben einen Ansturm. Doch auch die städtischen Gärten und Seen Deutschland sind Besuchsziele für die Bürger. Trotz dieser positiven Entwicklungen für das Alltagsleben der Menschen warnt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eindringlich vor der „indischen Delta-Variante“ des Corona-Virus. „Die Indische Delta Variante wird leider weltweit noch eine Rolle spielen. Sie ist ansteckender, resistenter gegen Impfstoffe und tödlicher. Wir können in Deutschland reagieren durch eine hohe Impfquote und Boosterimpfungen vulnerabler Gruppen im Winter“, teilt Lauterbach über Twitter mit. Großbritannien gilt wegen der Verbreitung der Delta-Variante (B.1.617.2), die zuerst in Indien entdeckt worden war, als Virusvariantengebiet. Das bedeutet, dass von dort derzeit nur noch deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Bundesrepublik einreisen dürfen. Alle müssen für 14 Tage in Quarantäne, auch wenn vor Ablauf dieser Frist ein negativer Corona-Test vorliegt. Probleme würde dies etwa nicht nur für deutsche Nationalspieler verursachen, die bei einem englischen Club unter Vertrag stehen, sondern auch wenn eine Mannschaft in London gespielt hat und danach zum Viertelfinale nach München reisen muss.

Grundsätzlich sollen die Quarantäne-Regeln mit der geänderten Verordnung bis vorerst zum 28. Juli weiterhin gelten. Allerdings wird eine Ausnahme von der Anmelde- und Quarantänepflicht für hochrangige Diplomaten eingeführt, die sich nicht länger als 72 Stunden in Deutschland aufhalten. Ein Hygienekonzept mit täglichen Tests ist dafür Voraussetzung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Importpreise steigen um 10,4 Prozent: Energie verteuert Deutschlands Produktion
08.11.2026

Deutschlands Importpreise sind im September so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Besonders Energie und industrielle...

DWN
Technologie
Technologie Laserwaffen für Kampfflugzeuge: MBDA entwickelt neue Abwehrtechnik gegen Drohnen
08.11.2026

Die deutsche Rüstungsindustrie arbeitet an einem möglichen Technologiesprung: MBDA Deutschland entwickelt nach einem aktuellen Bericht im...

DWN
Panorama
Panorama Klavierstimmer sterben aus: Warum klassische Konzerte in 20 Jahren verschwinden könnten
08.11.2026

Weltweit gibt es Schätzungen zufolge nur noch 20 bis 30 Konzerttechniker auf höchstem Niveau. Viele stehen kurz vor dem Ruhestand. Nun...

DWN
Panorama
Panorama Gastkommentar: Die gefährliche Verlockung politischer Halbwahrheiten
08.11.2026

Manche Ideen klingen so selbstverständlich, dass sie nur selten hinterfragt werden. Deshalb lohnt es sich zu fragen, wer von ihnen am...

DWN
Panorama
Panorama Immer mehr Deutsche ziehen nach Polen: Das steckt hinter dem Trend
07.11.2026

Deutsche kommen längst nicht mehr nur nach Polen, um ihr Auto zu betanken oder deutlich günstiger im Supermarkt einzukaufen. Sie kommen...

DWN
Finanzen
Finanzen Poker um EZB-Spitze: Wer folgt auf Christine Lagarde?
07.11.2026

Die Eurostaaten suchen nach einem neuen Präsidenten für die Europäische Zentralbank. Schon in wenigen Tagen könnte über die Nachfolge...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand hofft auf Aufschwung – doch beim Personal bleibt die Bremse angezogen
07.11.2026

Deutschlands Mittelstand gewinnt wieder Zuversicht: Das Geschäftsklima hat sich im Oktober zum sechsten Mal hintereinander verbessert....

DWN
Technologie
Technologie Dacia Duster im Test: Wenn die Reichweite an der Grenze zur Unwahrscheinlichkeit liegt
07.11.2026

1.410 Kilometer Reichweite, Allradantrieb und drei Antriebstechnologien in einem Auto: Der Dacia Duster Hybrid 4x4 verspricht erstaunlich...