Deutschland

Linke bieten Orientierungs-Hilfe für Anschläge auf Moscheen, doch die Regierung schweigt

Vor wenigen Jahren hatte die Antifa unter dem Vorwand der Türkei-Kritik Anschläge auf Moscheen und Muslime verübt. Die Öffentlichkeit blieb stumm. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sogenannte Rechte die Anschläge verübt hätten. Doch damit nicht genug: Linksextremisten legen mit ihrer Stimmungsmache gegen Muslime nach – und zwar in Kassel.
12.06.2021 10:55
Lesezeit: 2 min
Linke bieten Orientierungs-Hilfe für Anschläge auf Moscheen, doch die Regierung schweigt
01.05.2018, Sachsen, Chemnitz. Teilnehmer einer Gegendemonstration halten eine Flagge mit der Aufschrift "Antifaschistische Aktion" hoch. Insgesamt haben rund 25 Parteien, Bündnisse, Initiativen, Vereine, Clubs und Kirchenvertreter gemeinsam dazu aufgerufen, friedlich gegen Rechts zu demonstrieren. (Foto: dpa)

Im Jahr 2018 fand in Kassel ein Brandanschlag auf eine Moschee statt. Ziel des Anschlags war ein Gebäude des Vereins Islamisches Kulturzentrum e.V. Nach Angaben der „HNA“ bekannte sich die Antifa zu dem Anschlag. Es war nicht der einzige Anschlag, der auf muslimische Einrichtungen, denen durch Links-Ideologen eine Nähe zur türkischen Regierung vorgeworfen wurde, ausgeführt wurde. Eine führende Rolle bei der Stimmungsmache gegen Muslime spielte damals das Portal „Indymedia.org“ – und zwar unter dem Vorwand der „Türkei-Kritik“. Es fand eine türkeibezogene Hasskampagne gegen Muslime in Deutschland statt.

Der öffentliche Aufschrei blieb offenbar deshalb aus, weil es sich bei den Anschlägen und versuchten Morden um linke Aktionen handelte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sogenannte „Rechte“ sich zu den Anschlägen bekannt hätten.

Hierbei muss inständig davor gewarnt werden, dass Linke künftig Anschläge auf Moscheen ausführen und möglicherweise muslimische Würdenträger und Politiker ermorden lassen könnten, um diese Taten „den Rechten“, „der AfD“ oder anderen unliebsamen Kreisen in die Schuhe zu schieben. Sogar gefälschte Bekennerbriefe sind mehr als nur denkbar, um rechte Kreise fälschlicherweise zu belasten. Eine links-extremistische Gruppe in Kassel hat vor wenigen Tagen eine Online-Karte mit Adressen von Moscheen veröffentlicht, die sie völlig willkürlich als „politisch islamisch“ umschreibt. Die Moscheen sind auf der Mappe mit Halbmonden verziert. Die Karte bietet eine direkte Orientierungshilfe für potenzielle Attentäter.

Die Rücksichtslosigkeit eingefleischter Links-Ideologen wird nach der Bundestagswahl 2021 nicht nur eine Gefahr für die sogenannten „Rechten“ und deutschen Demokraten, sondern vor allem für die Muslime darstellen. Es ist davon auszugehen, dass die kollektive Kriminalisierung von Muslimen in Deutschland eine neue Stufe erreichen wird. Wahlberechtige Muslime sollten sich mehrmals überlegen, welcher Partei sie bei der Bundestagswahl 2021 ihre Stimme geben wollen.

Die Antifa genießt Narrenfreiheit in Deutschland

Dass die Antifa Narrenfreiheit genießt, hatte ein Ereignis zu Beginn des Jahres gezeigt. „Für einen offensiven Start in das Jahr 2021! Wir rufen auf zu Angriffen auf den Staat, seine Repressionsorgane und Institutionen der Justiz (...) Wir wollen die herrschende Ordnung zerstören!“, heißt es in einem Aufruf. Trotz dieses Gewaltaufrufs blieben Politik und Behörden untätig (HIER). Nach dem Gewaltaufruf erfolgten vier Anschläge, doch Politik und Behörden blieben erneut untätig (HIER).

Es bleibt völlig unklar, was passieren muss, damit endlich Maßnahmen gegen den Linksextremismus in Deutschland getroffen werden. Doch wer weiß. Muss denn erst ein Imam und seine Familie oder ein unliebsamer konservativer Politiker von Linksextremisten ermordet werden, damit sich Politik, Behörden und Medien der Gefahr, die vom Linksextremismus ausgeht, bewusst werden. Niemand in Deutschland braucht eine neue RAF.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Eternal.ag: Kölner Start-up automatisiert die Tomatenernte
29.05.2026

Acht Millionen Euro, ein gescheitertes Vorgängerunternehmen und ein klares Ziel: Renji John will beweisen, dass autonome Roboter den...

DWN
Politik
Politik NATO-Truppenabzug: Europas Sicherheit wird zur Kostenfrage
29.05.2026

Amerika will weniger Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe für Europa bereithalten. Was wie eine technische NATO-Planung klingt, ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW-Aktie: Nach Whistleblower-Hinweisen – Justiz weist Benachteiligungsklage gegen Volkswagen ab
29.05.2026

Herber Rückschlag für zwei ehemalige VW-Mitarbeiter im Millionenpoker mit ihrem Ex-Arbeitgeber: Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen...

DWN
Politik
Politik Machtwort aus der Regierungszentrale: Kanzleramt bügelt Merz-Debatte ab
29.05.2026

Das Kanzleramt versucht, die aufkommenden Spekulationen über die Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Keim zu ersticken....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gegen den Kurs der Regierung: Mehrheit der Beschäftigten will weniger arbeiten
29.05.2026

Breitseite gegen die schwarz-roten Wirtschaftsreformen: Eine neue DGB-Umfrage zeigt, dass sich 53 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trotz Energie-Schock: Teuerungswelle in Deutschland flaut im Mai ab
29.05.2026

Die deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen die Krisenfolgen: Trotz der durch den Iran-Krieg sprunghaft gestiegenen Kosten für...

DWN
Panorama
Panorama Olympia-Votum an der Elbe: Zitterpartie vor dem wegweisenden Referendum
29.05.2026

Droht Hamburg ein bitteres Olympia-Déjà-vu? Am Sonntag stimmen die Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob sich die Nord-Metropole für...

DWN
Politik
Politik Weichenstellung für Reformen: Geheimgipfel im Kanzleramt gestartet
29.05.2026

Im Kanzleramt haben Spitzen von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften erste Gespräche über die geplanten Reformen aufgenommen. Laut...