Deutschland

Deutlicher Einbruch bei Baugenehmigungen für Wohnungen

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im April eingebrochen.
15.06.2021 10:31
Lesezeit: 1 min
Deutlicher Einbruch bei Baugenehmigungen für Wohnungen
Ein Bauarbeiter arbeitet auf einer Baustelle. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im April eingebrochen. Sie fiel saison- und kalenderbereinigt um 22,9 Prozent zum „außerordentlich starken März“ auf 29.637, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Bei Einfamilienhäusern gab es einen besonders starken Rückgang von 43,0 Prozent, bei Zweifamilienhäusern von 33,3 Prozent. Die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser sanken um 8,0 Prozent. Von Januar bis April wurden trotz dieses Dämpfers 13,8 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als ein Jahr zuvor.

Trotz Corona-Krise waren 2020 deutlich mehr Baugenehmigungen erteilt worden. Experten zufolge reicht das Tempo aber nicht aus, um den vor allem in Großstädten vorhandenen Mangel zu beheben. Die von der Bundesregierung ausgerufene Wohnraumoffensive verfehlt demnach zentrale Ziele. Von den eigentlich geplanten 1,5 Millionen neuen Wohnungen werden bis zum Ende der Legislaturperiode wohl nur 1,2 Millionen gebaut sein, wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen schätzt.

Aktuell besteht noch ein weiteres Problem. China kauft die deutschen Holzvorräte auf, was den deutschen Bau-Mittelstand in die Bredouille bringt. Nur deutsche Großkonzerne können sich das Holz mit Aufpreisen von 200 Prozent leisten. Gleichzeitig sind Plastik-Baumaterialien aus China nicht mehr verfügbar (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Gold fällt zum Wochenstart auf Siebenwochentief
18.05.2026

Nach den Rekordständen der vergangenen Monate verliert Gold plötzlich an Glanz. Der Goldpreis rutscht zum Auftakt in die neue...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Beförderungsstopp für Unteroffiziere sorgt in der Truppe für Ärger – Tausende Soldaten betroffen
18.05.2026

In der Bundeswehr eskaliert der Streit um einen Beförderungsstopp für Unteroffiziere. Jahrelang galten feste Aufstiegsperspektiven als...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Alphabet und Amazon im KI-Wettlauf: Tech-Konzerne greifen zu Auslandsanleihen
18.05.2026

Konzerne wie Alphabet und Amazon erschließen internationale Anleihemärkte, um den KI-Wettlauf finanziell abzusichern. Wie stark...

DWN
Politik
Politik Wirtschaftswende in Ungarn: Pläne für den Euro-Beitritt 2030 nehmen Form an
18.05.2026

Ungarn vollzieht einen wirtschaftspolitischen Richtungswechsel und bindet seine Reformagenda eng an den Euro-Beitritt. Reicht dieser neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschlands Arbeitsmarkt bricht ein: Immer mehr Fachkräfte arbeitslos
18.05.2026

Schwache Frühjahrsbelebung, keine Trendumkehr, mehr Arbeitslose: Der Arbeitsmarkt in Deutschland schwächelt weiter. Das Milliardendefizit...

DWN
Finanzen
Finanzen Greg Abel vor Bewährungsprobe: Anleger prüfen Berkshire Hathaway-Aktie
17.05.2026

Die Berkshire Hathaway-Aktie steht nach dem Machtwechsel von Warren Buffett zu Greg Abel vor einer neuen Vertrauensprobe. Kann der Konzern...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Kommission pocht auf Reformen bei ARD und ZDF
17.05.2026

Gehälterdeckel, Beitragsbremse, mehr Sparsamkeit: Eine Enquete-Kommission in Sachsen-Anhalt hat vor der Landtagswahl ehrgeizige Pläne...

DWN
Finanzen
Finanzen Trauringe aus Gold: Nachhaltig und fair Gold kaufen
17.05.2026

Viele Paare wünschen sich Trauringe aus Gold - möglichst hochwertig und langlebig. Doch die Herkunft des Edelmetalls spielt eine...