Finanzen

Gegen das Fiat-Geld: Mexikanischer Milliardär setzt auf Bitcoin statt Gold

Mexikos drittreichster Mann, Ricardo Salinas Pliego, ist der Meinung, dass die Ära des weltweiten Fiat-Gelds vorbei ist. Doch er investiert lieber in Bitcoin, anstatt sein Geld in Edelmetallen anzulegen.
28.06.2021 14:30
Aktualisiert: 28.06.2021 14:30
Lesezeit: 1 min

„Fiat-Geld ist ein Betrug. Schauen Sie, ich begann meine Karriere 1981, der mexikanische Peso kostete 20 zu 1 Dollar. Heute sind wir bei 20.000 zu 1. Und das ist in Mexiko, aber wenn wir Venezuela, Argentinien oder Simbabwe betrachten, verlieren die Zahlen alle Proportionen.“

Das sind die Worte von Ricardo Salinas Pliego – Mexikos drittreichster Mann – in einem kürzlich geführten Interview, in dem er den Dollar als „einen Witz“ bezeichnete:

„Der Fiat-Betrug ist dem Fiat-System inhärent und wir können ihn heute in den USA sehen. Die Geldausgabe ging zum Mond, verstehen Sie? Der Dollar als hartes Geld ist ein Witz.“

Bitcoin hingegen hat ein festes Limit von 21 Millionen und das ist der Schlüssel, sagte er: „Ich habe viel Zeit damit verbracht, Bitcoin zu studieren, und ich denke, es ist ein Vermögenswert, der in das Portfolio jedes Anlegers gehören sollte. Es ist ein Vermögenswert, der einen Wert hat, einen internationalen Wert, der mit enormer Liquidität auf globaler Ebene gehandelt wird und das ist Grund genug, um ihn in jedes Portfolio aufzunehmen. Das begrenzte Angebot an Bitcoin ist der Schlüsselfaktor.“

„Wenn Sie sich heute einen Vermögenswert, ein Gut oder Geld für die Zukunft aussuchen könnten, was würden Sie nehmen? Gold, Silber, Bolivar, Argentinische Pesos, Mexikanische Pesos?“ fragt der Interviewer.

Salinas Pliego antwortete: „[Lacht laut] Nein, nein, nein, kein stinkendes Fiat-Gled ohne Grund. Nicht einmal ein Peso, keine Papierrechnungen. Ich würde Bitcoin nehmen.“

Schließlich twitterte Michael Saylor, CEO von Microstrategy, nach Salinas' Interview:

„Wenn Sie hoffen, Ihr Vermögen für eine Generation zu erhalten, empfiehlt Ricardo Salinas, in Bitcoin zu investieren. Die Strategie ist einfach - wählen Sie die hochwertigste Anlage, die Sie finden können.“

Worauf der mexikanische Milliardär antwortete:

„Das ist völlig richtig, Bitcoin ist das neue Gold, aber viel tragbarer. Bitcoin zu transportieren ist so viel einfacher, als Goldbarren in den Taschen zu haben (…) und ich weiß, dass ich von Goldliebhabern angegriffen werden werde.“

Doch längerfristige Gold-Anleger können darauf vertrauen, dass Gold seinen unanfechtbaren Glanz behalten wird. Zwischenzeitliche Eintrübungen sind auszuhalten (HIER).

In Bolivien findet eine andere Entwicklung statt. Ein neues Gesetz soll den freien Handel mit Gold massiv einschränken. Die Zentralbank soll ein Vorrecht darauf haben, Gold zu kaufen (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IEA-Bericht: Das Zeitalter der Elektrizität beginnt mit Rekordinvestitionen
06.06.2026

Die zweite Energiekrise in fünf Jahren verändert den globalen Energiemarkt. Strom, Netze, Batterien und Solarenergie rücken ins Zentrum...

DWN
Technologie
Technologie E-Auto: Gebrauchte Elektroautos könnten bald deutlich attraktiver werden
06.06.2026

Der Markt für gebrauchte Elektroautos wächst, bleibt aber deutlich hinter klassischen Verbrennern zurück. Gründe dafür sind hohe...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Wirtschaftspolitik unter Beschuss: Mittelstand und Traditionsunternehmen in Existenznot
06.06.2026

Insolvenzrekorde, verzweifelte Unternehmer und eine stagnierende Wirtschaft. Die Existenznot in deutschen Firmen geht um, die Lage war noch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbstzweifel im Job: Wie Schwächen zu Stärken werden
06.06.2026

Im Arbeitsalltag verläuft nicht immer alles reibungslos. Weshalb Selbstzweifel ganz normal sind und welche Fragen jetzt besonders wichtig...

DWN
Panorama
Panorama Mercedes CLA im Test: Ungewöhnlich, sparsam und besser denn je
06.06.2026

Der neue Mercedes CLA sieht nicht sofort nach Liebe auf den ersten Blick aus. Doch unter der auffälligen Hülle steckt ein überraschend...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Logistik fordert Frachtgiganten heraus
06.06.2026

Die Frachtbranche galt lange als Geschäft aus Stahl, Schiffen und Terminals. Nun dringt KI in die Buchungen ein, automatisiert Dokumente...

DWN
Politik
Politik EZB warnt vor Risiken für die Finanzstabilität bei längerem Iran-Krieg
06.06.2026

Die Banken wirken stabil, die Märkte aber nicht. Der Iran-Krieg trifft auf hohe Bewertungen, nervöse Anleger und Staaten mit knappen...

DWN
Politik
Politik Atomabkommen mit dem Iran: Warum Trump Obamas Iran-Deal zu Fall brachte
06.06.2026

Donald Trump macht keinen Hehl daraus, dass er Barack Obamas Iran-Politik für einen Fehler hält. Der Ausstieg der USA aus dem...