Politik

Jamaika fordert Reparationen von London für Greuel der Sklaverei

Lesezeit: 1 min
01.08.2021 12:15  Aktualisiert: 01.08.2021 12:15
Der Generalstaatsanwalt von Jamaika bereitet eine Petition vor, um Entschädigungszahlungen von Großbritannien für die während der Sklaverei erlittenen Grausamkeiten einzufordern.
Jamaika fordert Reparationen von London für Greuel der Sklaverei
Die britische Königin Elisabeth die Zweite im Jahr 2002 in Jamaika. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die jamaikanische Generalstaatsanwaltschaft arbeitet an einer Petition an die britische Monarchin Elisabeth II., deren zentraler Inhalt die Forderung nach Reparationen für das unter der britischen Gewaltherrschaft erlittene Unrecht darstellt.

Wie der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, belaufen sich die finanziellen Wiedergutmachungsforderungen auf rund 7,6 Milliarden Pfund. Die Summe spiegelt jene Ausgleichszahlungen der britischen Regierung wider, welche sie den in Jamaika ansässigen Sklavenhaltern nach Abschaffung der Sklaverei auf der Insel im Jahr 1834 zukommen ließ.

„Wir hoffen auf wiedergutmachende Gerechtigkeit und erwarten diese wenn sie (die Briten - die Red.) ernsthaft daran interessiert sind, die von unseren Vorfahren erlittenen Schäden zu reparieren“, zitiert Reuters die Kultusministerin des Landes, Olivia Grange. „Unsere afrikanischen Vorfahren wurden aus ihrer Heimat mit Gewalt verschleppt und erlitten unvergleichliche Grausamkeiten in Afrika, während die Zwangsarbeit zum Vorteil des Britischen Empires leisten mussten. Eine Entschädigung ist längst überfällig.“

Staatsanwalt Mike Henry, welcher die Petition erarbeitet, wird mit den Worten zitiert: „Ich bitte darum, dass den Sklaven jenes Geld gegeben wird, dass den Sklavenhaltern damals gegeben wurde. Ich tue dies, weil ich mein ganzes Leben dagegen gekämpft habe, gegen die Sklaverei, welche die Menschen entmenschlicht hat.“


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Russische Devisenreserven abgeschöpft: EU will Zinsen für Ukraine-Hilfen verwenden
21.05.2024

Nun ist es amtlich: Nach langer Diskussion haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, die milliardenschweren Zinserträge des eingefrorenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Zukunft des Solidaritätszuschlags: Entlastung für Kapitalanleger in Sicht?
21.05.2024

Trotz der Abschaffung des „Soli“ für viele Bürger: Kapitalanleger zahlen weiter! Doch die Verfassungsmäßigkeit des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handels-Drama: BMW hat Autos mit verbotenen chinesischen Teilen in die USA geliefert
21.05.2024

Die Handels-Spannungen zwischen China und den USA treffen nun auch das Tagesgeschäft der deutschen Automobilhersteller. Laut einem...

DWN
Politik
Politik Absturz des Präsidentenhubschraubers im Iran: Raisis Tod ändert nichts an der Diktatur
21.05.2024

Der Hubschrauberabsturz, bei dem Irans Regierungschef Ebrahim Raisi starb, sorgt weiterhin für Reaktionen weltweit. Manche Experten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Versicherer: Unwetterschäden in Saarland und Rheinland-Pfalz noch nicht absehbar
21.05.2024

Für eine Schadensbilanz in den von Starkregen und Überschwemmungen betroffenen Regionen im Saarland und in Rheinland-Pfalz ist es nach...

DWN
Politik
Politik KI-Gesetz: EU lehnt Social Scoring und Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ab
21.05.2024

Die Europäische Union hat das umstrittene KI-Gesetz nun final beschlossen. Es sei das weltweit erste Gesetz dieser Art und könne einen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland reagiert auf Sanktionen: Vermögenswerte von Deutscher Bank und Commerzbank konfisziert
21.05.2024

Wegen der westlichen Sanktionen platzte der Bau eines Gas-Terminals in Russland. Ein Gericht hat nun Vermögenswerte mehrerer Banken...

DWN
Politik
Politik Um „die Freiheit zu verteidigen“: Musk und Miliei gegen Europas Politiker?
21.05.2024

Es gibt Personen des öffentlichen Lebens, die unweigerlich polarisieren. Der erratische Unternehmer Elon Musk und Argentiniens...