Deutschland

Süß, aber ohne Zucker

Limonade, Kuchen und Schokolade: Die schmecken süß und lecker! Nicht immer befindet sich aber Zucker darin. Manchmal kommt die Süße auch von Süßstoffen und Ersatzstoffen.
17.09.2021 13:55
Aktualisiert: 17.09.2021 13:55
Lesezeit: 1 min

Wer Zucker isst, bekommt schnell Energie. Und Energie ist schließlich eine gute Sache! Sie sorgt dafür, dass wir herumtoben oder lange Strecken rennen können. Doch nicht immer wird die Energie verbraucht. Zum Beispiel dann, wenn wir auf dem Sofa herumliegen. Dann kann der Körper den Zucker in Fett umwandeln.

„Zu viel Zucker kann auf Dauer zu Übergewicht führen“, sagt Silke Restemeyer. Sie ist Expertin für Ernährung und arbeitet in der Stadt Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Auch unsere Zähne leiden unter dem Zucker: Karies vermehrt sich! Und noch ein Problem gibt es mit Zucker, sagt Frau Restemeyer. „Zucker ist ein leerer Energielieferant. Das bedeutet, er liefert unserem Körper zwar Energie, aber keinerlei Vitamine oder Mineralstoffe.“

Deshalb empfehlen Fachleute, weniger Zucker zu essen. Das ist aber gar nicht so einfach. Denn in fast allen Fertigprodukten steckt Zucker drin! Warum eigentlich? „Zucker macht Lebensmittel haltbar“, sagt die Expertin. Er verstärkt auch den Geschmack.

Doch nicht immer steckt nur normaler Haushaltszucker in den Lebensmitteln. Häufig süßen die Hersteller auch mit Süßstoffen oder Zucker-Ersatzstoffen. Die Süßstoffe sind oft Hunderte oder sogar Tausende Male so süß wie normaler Zucker. Sie tragen Namen wie Aspartam, Saccharin oder Stevia. Die Ersatzstoffe süßen ähnlich stark wie normaler Zucker. Sie heißen etwa Saccharin oder Maltit.

Diese Stoffe wurden entwickelt, um Zucker in Lebensmitteln zu ersetzen. Süßstoffe haben nämlich ein paar Vorteile. „Sie haben praktisch keine Kalorien“, erklärt die Expertin. „Und außerdem schädigen sie die Zähne nicht.“ Zuckerersatzstoffe enthalten Kalorien, sind für die Zähne aber besser als Zucker. Das klingt doch ganz gut, oder!?

Naja, ganz so einfach ist es nicht. Denn die Stoffe haben auch den ein oder anderen Nachteil. Bei vielen davon ist es so: Wenn man eine zu große Menge davon isst, kann man Durchfall bekommen. Einige schmecken auch zusätzlich etwas bitter oder nach Lakritze.

Außerdem werden sie oft in komplizierten Verfahren in der Industrie hergestellt. Fachleute sind sich nicht abschließend sicher, welche Wirkungen Süßstoffe für unseren Körper haben können. Manche vermuten, dass die Stoffe auf Dauer auch Krankheiten verursachen könnten. Forschende haben in Studien aber bisher nicht genau nachweisen können, ob das wirklich so ist.

Die Expertin Silke Restemeyer hat einen Tipp: „Man sollte einfach grundsätzlich versuchen, weniger Zucker oder weniger süß zu essen.“ Das ist wohl am besten für unseren Körper.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Investment-FOMO: Warum Anleger nicht jedem Trend folgen sollten
11.10.2026

Ich las kürzlich auf Insta: „Stocks that will make you rich before 2027!! (I am only going to say that once!!).“ Drei Aktien von 12...

DWN
Immobilien
Immobilien Sachwert, Ertragswert, Vergleichswert: Wie Profis eine Immobilie bewerten
11.10.2026

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich mit dem Vokabular rund um den Wert der Immobilie auskennen. Was Sachwert, Ertragswert und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft E-Auto kaufen oder leasen? Der Fünf-Minuten-Check
11.10.2026

Ein E-Auto kaufen klingt einfacher, als es ist. Reichweite, Laden, Leasing, Garantien und eine Fülle neuer Technik können Einsteiger...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schutzmaßnahmen wegen KI: Deutsche Firmen auf KI-Angriffe unzureichend vorbereitet
11.10.2026

Etwa jeder zweite Betrieb nutzt Künstliche Intelligenz. Spezielle Prozesse, um das eigene Unternehmen gegen KI-gestützte Cyberangriffe zu...

DWN
Technologie
Technologie Bekannter Allrounder: 80 Jahre Unimog - wichtiger denn je?
11.10.2026

Der Unimog ist ein Allrounder: Einst auf dem Acker zur Kartoffelernte, heute bei Kommunen, Feuerwehr oder dem Militär im Einsatz. Warum er...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Krise der deutschen Automobilindustrie: Wo geht die Reise hin?
11.10.2026

Die deutsche Automobilindustrie, das historische Rückgrat des nationalen Wohlstands, steckt in ihrer schwersten Krise seit Jahrzehnten....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umgang mit Cookies: BGH verhandelt zu Cookie-Speicherung – darum geht's
10.10.2026

Der Bundesgerichtshof prüft, ob Unternehmen für das Speichern von Cookies auf fremden Internetseiten ohne Einwilligung haften müssen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Uber-Robotaxis in Deutschland: Erst Stellen streichen, dann Jobs versprechen
10.10.2026

Uber streicht Tausende Stellen und verspricht gleichzeitig neue Arbeitsplätze in Deutschland. Was widersprüchlich klingt, folgt einer...