Politik

DER DWN-KOMMENTAR: Ein neuer Lockdown im Herbst wäre ein „Mord“ am Mittelstand aus „niedrigen Beweggründen“

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Lockdowns so lange greifen sollen, bis der deutsche Mittelstand vollständig kapituliert. Die nächste Bundesregierung wird unberechenbarer als die jetzige werden.
18.09.2021 21:27
Aktualisiert: 18.09.2021 21:27
Lesezeit: 1 min

Am Abend des 27. Juli 2021 erreichte die deutsche Öffentlichkeit eine Hiobsbotschaft, wonach das RKI einen neuen Lockdown fordert.

Zuvor hatten Regierungskreise verlautbart, dass ein neuer Lockdown im Herbst 2021 ausgeschlossen ist. Sogar der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte einen neuen Lockdown ausgeschlossen.

Wenn es jedoch trotzdem zu einem weiteren Wirtschaftskiller-Lockdown kommen sollte, hätte die Politik zum x-ten Mal Wortbruch begangen.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit den Lockdowns nicht nur die Gesundheit der Menschen geschützt, sondern auch der Mittelstand zerstört werden soll. Wie sonst kann man sich den Umstand erklären, dass die Corona-Maßnahmen während der Lockdowns gegen den Mittelstand angewandt wurden, während Großkonzerne verhältnismäßig große Freiheiten genossen. Auch bei den Finanzhilfen wurden die Großkonzerne bevorzugt.

Wenn man sich die aktuellen Corona-Maßnahmen in Verbindung mit der neuen Zukunftsvision 2030 des Weltwirtschaftsforums (WEF) zusammendenkt, werden all die aktuellen Entwicklungen vor allem Deutschland wirtschaftlich schwer treffen – noch vor allen anderen Ländern auf dem Globus. Der Mittelstand ist bedroht. Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) wörtlich: „Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind KMU (Kleine- und Mittelständische Unternehmen, Anm.d.Red.), sie stellen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze und erwirtschaften dabei mehr als jeden zweiten Euro (Nettowertschöpfung). Für die Bundesregierung zählen alle Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigen und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz zu den KMU.

Doch der traditionelle deutsche Mittelstand geht seinem Ende entgegen. Oder wie es der WEF-Gründer Klaus Schwab in seinem Buch „Covid-19: The Great Reset“ wörtlich ausdrückt:

„In Frankreich und im Vereinigten Königreich schätzen mehrere Branchenkenner, dass bis zu 75 Prozent der unabhängigen Restaurants die Lockdowns und die nachfolgenden Social-Distancing-Maßnahmen nicht überleben könnten. Überleben werden hingegen die großen Ketten und Fast-Food-Giganten. Das legt die Vermutung nahe, dass große Unternehmen größer werden, während die kleinsten schrumpfen oder ganz verschwinden.“

Der„Great Reset“ ist schließlich ein sogenanntes Korporatokratie-Projekt, bei dem Macht und Regierung von den Konzernen ausgehen wird: „Steigerung des Wohlstands für die Wenigen, wirtschaftliche Gleichheit unter reduzierten Bedingungen, einschließlich des universellen Grundeinkommens, für den Rest“ (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: S&P 500 erreicht Rekordhoch – Aktien steigen wegen Verlängerung der Iran-Waffenruhe und starken Quartalszahlen
22.04.2026

Spannende Entwicklungen an der Wall Street: Erfahren Sie, welche Dynamiken den Markt aktuell beherrschen und warum Investoren jetzt genau...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftswende abgesagt: Deutschland erwartet Mini-Wachstum und halbiert Konjunkturprognose
22.04.2026

Nicht nur die Folgen des Iran-Kriegs bremsen die Konjunktur in Deutschland weiter aus. Die Bundesregierung rechnet nur noch mit einem...

DWN
Politik
Politik Kein Öl mehr aus Kasachstan: Russland stoppt Lieferung nach Deutschland
22.04.2026

Ab kommender Woche wird kein Öl aus Kasachstan mehr durch die Pipeline Druschba nach Deutschland und zur PCK-Raffinerie in Schwedt...

DWN
Politik
Politik Ungarn gibt Ukraine-Blockade auf: EU-Milliarden und neue Sanktionen gegen Russland kommen
22.04.2026

Der Weg für den 90 Milliarden schweren EU-Kredit sowie für weitere Russland-Sanktionen ist frei. Die Hälfte des Geldes soll bereits in...

DWN
Immobilien
Immobilien Bund als Wohnungsbauer? Regierung plant Bundesbaugesellschaft
22.04.2026

Wenn Wohnraum knapp wird, steigen die Preise: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen zugleich verteuern sich die Mieten vor allen in...

DWN
Politik
Politik Zwischen Datenschutz und Kontrolle: EU-App zur Altersprüfung im Internet kommt
22.04.2026

Um den Jugendschutz im Internet zu verbessern, hat die EU eine App zur Altersverifizierung entwickelt. Die Lösung, die Ursula von der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Flugstreichungen: Lufthansa streicht 20.000 Flüge bis Oktober
22.04.2026

Die Schließung der Cityline reißt Lücken ins Lufthansa-Netz. Was heißt das konkret für die nächsten Monate und ihre Urlaubspläne?

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Übernahme durch UniCredit: Welche Rolle spielt die Commerzbank-Aktie?
22.04.2026

Im Ringen um die Commerzbank-Übernahme verschärfen sich die Fronten, während UniCredit auf Kontrolle drängt und die mBank für den...