Finanzen

Wenn die US-Notenbank im November die Anleihekäufe drosselt, wird der Goldpreis steigen

Die US-Notenbank Fed hat angekündigt, die US-Anleihekäufe im November 2021 drosseln zu wollen. Diese Entwicklung wird dem Goldpreis einen Schub verleihen. Doch mit der Erhöhung des Leitzinses will die Fed noch bis ins nächste Jahr warten.
20.10.2021 16:00
Aktualisiert: 20.10.2021 16:00
Lesezeit: 1 min
Wenn die US-Notenbank im November die Anleihekäufe drosselt, wird der Goldpreis steigen
11.12.2018, Niedersachsen, Cuxhaven: Zwei Goldbarren zu je 250 Gramm liegen in einer Schachtel, die ein unbekannter Spender an den Cuxhavener Tierschutzverein «Eine Pfote, ein Versprechen» geschickt hat. Ein Unbekannter hat drei Cuxhavener Vereinen Goldbarren geschenkt. (Foto: dpa) Foto: --

Der Gouverneur der US-Notenbank Fed, Christopher Waller, teilte am 19. Oktober 2021 mit, dass die US-Anleihekäufe im November 2021 gedrosselt werden sollen. Doch mit der Erhöhung des Leitzinses will die Fed noch warten. Sobald die Fed mit der Drosselung der Anleihekäufe beginnt, dürfte der Goldpreis steigen.

US-Händler preisen eine vollständige Zinserhöhung für die geldpolitische Sitzung der Fed im September nächsten Jahres ein. Aber viele Zentralbanken der Welt, mit Ausnahme der Europäischen Zentralbank, werden voraussichtlich schneller handeln. Nach der Ankündigung der Fed stieg der Goldpreis von 1764,64 Dollar (19. Oktober 2021) auf 1786,65 Dollar (20. Oktober 2021).

„Gold wird derzeit über dem gehandelt, was wir als fairen Wert erachten, und ich glaube, dass diese Prämie auf die Inflationsängste der Marktpreise zurückzuführen ist. Mit dem Beginn der Fed Geldmengennormalisierung glaube ich immer noch, dass Gold im kommenden Jahr einem stärkeren Abwärtsdruck ausgesetzt sein wird“, sagte Howie Lee, ein Ökonom bei Oversea-Chinese Banking Corporation, laut „Yahoo Finance“.

Am Markt wird der aktuell steigende Goldpreis unter anderem mit fallenden Renditen für Staatsanleihen begründet. Die geringere Rendite macht das Edelmetall im Vergleich zu als sicher empfundenen Staatspapieren attraktiver für Anleger.

Im Handel mit Gold ist außerdem die Entwicklung der Verbraucherpreise wieder stärker in den Fokus gerückt. Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank verwies auf jüngste Aussagen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der warnte vor Lohn-Preis-Spiralen in den Industriestaaten und forderte die Zentralbanken auf, die Inflationsentwicklung „sehr sehr wachsam“ zu verfolgen. Unter Anlegern gilt Gold auch als Absicherung vor einer hohen Inflation.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Festkörperbatterien lassen auf sich warten – könnte die Halbfestkörper-Technologie zur Brückentechnologie der Energiespeicherung werden?

Die Batteriewirtschaft befindet sich derzeit in einer bemerkenswerten Übergangsphase. Während nahezu alle großen Hersteller langfristig...

DWN
Finanzen
Finanzen IPO-Fieber: Warum SpaceX, Anthropic und OpenAI Anleger blenden könnten
27.06.2026

SpaceX, OpenAI und Anthropic stehen für die neue Börsenfantasie der KI-Ära. Doch die Rekordbewertungen erinnern an frühere Exzesse, in...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft CISPA: Finanzieren deutsche Steuerzahler Chinas Cyberwissen?
27.06.2026

Ein deutsches Vorzeigezentrum für Cyber-Sicherheit gerät unter Druck. Die Handelsblatt-Recherche zu China-Kontakten am CISPA trifft einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Reisekostenabrechnung: Unternehmen sparen am Hotel – und übersehen den eigentlichen Kostenblock
27.06.2026

Viele Unternehmen sparen sichtbar bei Geschäftsreisen – und verlieren Geld an unsichtbarer Stelle. Denn der eigentliche Kostenblock...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zeekr 7X im Test: Würden Sie für diesen Chinesen Ihr deutsches Auto opfern?
27.06.2026

Der Zeekr 7X Privilege AWD ist kein höflicher Hinweis aus China, sondern eine Kampfansage an BMW, Mercedes, Porsche und Audi. Für 64.000...

DWN
Politik
Politik Brexit-Bilanz nach einem Jahrzehnt: Was vom großen Versprechen geblieben ist
27.06.2026

Der Brexit sollte Großbritannien mehr Kontrolle, Wohlstand und politische Freiheit bringen. Ein Jahrzehnt später prägen jedoch Streit,...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB warnt: Märkte unterschätzen Krieg, Schulden und Zinsrisiken
27.06.2026

Der jüngste Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) ist mehr als eine routinemäßige Risikobeschreibung. Er zeigt,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schwarz-Gruppe macht Lidl zum Wachstumsriesen
27.06.2026

Lidl wächst, Kaufland expandiert, und die Schwarz-Gruppe baut ihre Macht in Europa weiter aus. Doch hinter den Milliardenumsätzen steckt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Chiphersteller Micron und Intel unter Druck, da OpenAI Berichten zufolge IPO-Verzögerung erwägt
26.06.2026

Spannende Verschiebungen an der US-Börse: Was die jüngsten Marktbewegungen für Ihr Portfolio bedeuten könnten.