Finanzen

Schutz vor Hyperinflation? Goldbefürworter Peter Schiff warnt Anleger vor Bitcoin

Der US-Ökonom Peter Schiff warnt Anleger davor, Bitcoins zu kaufen, um sich vor einer Hyperinflation zu schützen. Er meint, Gold sei die beste Alternative, weil es ein echter Vermögenswert sei. Doch Twitter-Chef Jack Dorsey ist anderer Meinung. Wem werden die Anleger folgen?
28.10.2021 13:49
Aktualisiert: 28.10.2021 13:49
Lesezeit: 1 min
Schutz vor Hyperinflation? Goldbefürworter Peter Schiff warnt Anleger vor Bitcoin
Ein Demonstrant hält ein Anti-Bitcoin-Transparent, während er während des Protestmarsches mit einem Megaphon regierungsfeindliche Parolen skandiert. (Foto: dpa) Foto: Camilo Freedman

Der Ökonom Peter Schiff, ein lautstarker Kritiker von Kryptowährungen, warnt potenzielle Investoren vor den Gefahren der Kryptowährungen. Er ist der Ansicht, dass der Bitcoin-Kurs früher oder später endgültig einkrachen wird.

Er glaubt, dass der reale Wert von der Fähigkeit eines Vermögenswerts abgeleitet wird, eine kommerzielle Nachfrage auf den Märkten zu schaffen; und verweist immer auf Gold als perfektes Beispiel dafür. Im Gegensatz dazu sagt er, dass Bitcoin nichts anderes als ein asymmetrischer Wertspeicher sei, der keinen anderen Zweck hat, als ein endloses Angebot an Käufern für das begrenzte Angebot an Vermögenswerten anzuziehen. Ihm zufolge handelt es sich bei Bitcoin um ein Ponzi-System. „Finanzfluss.de“ definiert das Ponzi-System mit folgenden Worten: „Der Anbieter lockt Investoren mit besonders hohen Renditen, die er auch jedes Jahr auf dem Papier bestätigt. Tatsächlich wird er das Geld der Investoren einfach auf Konten lagern und auf deren Kosten ein luxuriöses Leben führen. Da die Anleger mit der hohen Rendite zufrieden sind, werden sie selten Geld aus dem System abziehen. Sollte es doch dazu kommen, dass ein Anleger sein Geld ausbezahlt haben möchte, so wird ihm der Betreiber seine Anlage inklusive der Gewinne ausbezahlen. Das dafür benötigte Kapital stammt teils aus den Einzahlungen anderer Anleger. Solange die Geldzuflüsse größer sind als die Abflüsse, funktioniert das System.“

Schiffs jüngste an Kritik am Bitcoin-System erfolgte, nachdem der Twitter-Chef Jack Dorsey, der ein Bitcoin-Unterstützer ist, über Twitter mitteilte, dass die Hyperinflation alles verändere. Sie sei mittlerweile im Gange. Schiff antwortete daraufhin: „Erwarte keine Zuflucht davor in Bitcoin. Um sich vor der Hyperinflation zu schützen, muss man echte Vermögenswerte besitzen. Gold bietet sich dabei an, doch Bitcoin nicht.“

Schiff meint, dass der Bitcoin-Kurs am Ende auf Null sinken wird.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Job Rotation: Wie Unternehmen mit Mitarbeiter-Rotation die Monotonie besiegen
03.01.2026

Arbeitgeber werden permanent vor die Herausforderung gestellt, ihre Mitarbeiter zu halten. Denn: Viele wünschen sich Weiterentwicklung und...

DWN
Finanzen
Finanzen 4 Kriterien bei der Aktienauswahl: Eine erfolgreiche Strategie für nachhaltige Investments
03.01.2026

Viele Anleger verlieren sich bei der Aktienauswahl in Zahlen und Prognosen, ohne bessere Ergebnisse zu erzielen. Lässt sich der...

DWN
Panorama
Panorama Vorsätze der Deutschen: Mehr Zeit mit Familie und Freunden
03.01.2026

Zum Jahreswechsel lassen viele Menschen die vergangenen Monate Revue passieren – und fassen neue Vorsätze. Die meisten bleiben dabei den...

DWN
Panorama
Panorama Himmelsspektakel im neuen Jahr: Totale Sonnenfinsternis zieht im August über Europa
03.01.2026

Ein seltenes astronomisches Ereignis wirft seine Schatten voraus: Am 12. August 2026 verdunkelt der Mond weite Teile der Sonne und sorgt...

DWN
Technologie
Technologie KMU und die KI-Frage: Weitertrainieren, proprietär bleiben oder Open Source?
03.01.2026

Nach der Testphase wird es ernst für den Mittelstand. Wer generative KI dauerhaft wirtschaftlich und unabhängig betreiben will, muss...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street beginnt das Jahr 2026 mit einem verhaltenen Anstieg
02.01.2026

Der US-Aktienmarkt startete mit einem moderaten Anstieg in das Jahr 2026, doch blieben die Anleger nach einem starken Jahr vorsichtig und...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Welzhofer: Wie ein Familienunternehmen mit Wildvogelfutter erfolgreich ist
02.01.2026

Die Firma Welzhofer aus Schwaben beliefert ihre Kunden mit Futtermitteln für Wildvögel und hat sich damit erfolgreich in einer...

DWN
Politik
Politik „Deutschland muss mehr arbeiten“: Frühverrentung, Kündigungsschutz, Teilzeit - Union fordert Reformen
02.01.2026

Selten war die wirtschaftliche Lage in Deutschland derart düster. Wirtschaftsministerin Reiche fordert jetzt Reformen für den...