Politik

Macron entsendet Anti-Terror-Einheiten in französische Region wegen Corona-Unruhen

Am Samstagabend wurde in Paris ein interministerieller Krisenausschuss einberufen. Auf der Insel Guadeloupe toben schwere Corona-Unruhen. Die Regierung in Paris entsendet Anti-Terror-Einheiten und Spezialtruppen der Gendarmerie.
20.11.2021 20:22
Aktualisiert: 20.11.2021 20:22
Lesezeit: 1 min
Macron entsendet Anti-Terror-Einheiten in französische Region wegen Corona-Unruhen
Unruhen auf der Insel Guadeloupe. (Screenshot via Twitter/BFMTV)

In der Nacht vom 19. zum 20. November 2021 ist es auf der französischen Insel Guadeloupe zu schweren Unruhen gekommen. Trotz der am Freitag verhängten Ausgangssperre kam es in vielen Betrieben zu Plünderungen. An einem Kreisverkehr in Petit-Bourg brannten mehrere Autos. In der Nacht kam es zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei.

„Ich habe Feuer gesehen, (…) Schusswaffen“, zitiert „franceinfo“ einen Anwohner. Mindestens 29 Personen wurden festgenommen. Paris schickt 200 weitere Polizisten auf die Insel, um die „republikanische Ordnung“ wiederherzustellen. Verschiedene französische Gruppen hatten auf der Insel zu einem Generalstreik gegen den Gesundheitspass und gegen die Impfpflicht ausgerufen. Am Samstagabend wurde in Paris ein interministerieller Krisenausschuss einberufen. „Le Figaro“ berichtet, dass der Ausschuss die Entsendung von 50 Spezialsoldaten der Anti-Terroreinheit der Polizei (RAID) und der französischen Gendarmerie (GIGN) beschlossen hat. Dem Präfekten werden insgesamt „2.250 Polizisten und Gendarmen zur Verfügung stehen“, sagte der französische Innenminister Gérald Darmanin.

In der Nacht vom 19. zum 20. November 2021 tobten auch in Rotterdam gewaltwolle Corona-Unruhen. Dabei wurden mehrere Menschen schwerverletzt. Die Polizei gab Warnschüsse mit scharfer Munition ab. Mindestens ein Demonstrant wurde getroffen (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW ID. Buzz im Test: Übernachten im Elektroauto wird zum Geduldsspiel
19.10.2026

Im Elektroauto schlafen, morgens Kaffee kochen und dabei unabhängig vom Campingplatz bleiben. Der neue Campingmodus des VW ID. Buzz soll...

DWN
Finanzen
Finanzen Was wäre, wenn ich statt des S&P 500 einfach seine Mutter kaufen würde?
19.10.2026

Ohne das Unternehmen S&P Global könnten die Finanzmärkte nur schwer funktionieren. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr jedoch auf ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin und Co.: Sparkassen starten schrittweise Kryptohandel
19.10.2026

Der Wettbewerb im Kryptohandel nimmt zu: Nun wollen auch die Sparkassen mit einem eigenen Angebot Privatkunden ansprechen. Sie rollen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Anthropic: Milliardenverluste, Millionengehälter und ein gigantischer Börsenplan
19.10.2026

18 Millionen Dollar Vergütung für den Chef, fast 42 Milliarden Dollar Verlust für das Unternehmen: Beim KI-Entwickler Anthropic liegen...

DWN
Politik
Politik Heil statt Klingbeil? Ex-Arbeitsminister schließt Kandidatur für SPD-Vorsitz nicht aus
19.10.2026

Bekommt Lars Klingbeil jetzt Konkurrenz? Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil bekommt nach eigenen Worten aus der SPD viele Ermutigungen, für...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Generationenkaufgelegenheit? Weniger Technologie, mehr Gesundheit
19.10.2026

Der S&P 500 verzeichnet zwar ein Plus von zwölf Prozent, doch unter der Oberfläche zeichnet sich ein weitaus schwächeres Bild ab. Der...

DWN
Politik
Politik Steuerzinsen 2027: Nachzahlungen sollen doppelt verzinst werden
19.10.2026

100.000 Euro Steuernachzahlung, zwei volle Zinsjahre: Heute können daraus 3.600 Euro Zinsen werden. Unter dem geplanten neuen Satz wären...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zeekr greift BMW und Mercedes an: Ex-BMW-Manager rechnet mit Europas Autobauern ab
19.10.2026

In chinesischen Autofabriken verschwinden die Menschen, Roboter übernehmen ihre Arbeit. Während BMW, Mercedes und Audi unter Kostendruck...