Finanzen

Deutsche Anleger fiebern Entscheidungen der internationalen Zentralbanken entgegen

Lesezeit: 1 min
15.12.2021 11:27
Die Börsianer zeigen sich derzeit sehr unruhig. Sie warten auf ganz wichtige Ereignisse.
Deutsche Anleger fiebern Entscheidungen der internationalen Zentralbanken entgegen
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat seine BIP-Prognose für Deutschland drastisch zurückgenommen. Wie werden die Anleger darauf reagieren? (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der deutsche Leitindex hat bis 11.30 Uhr 0,3 Prozent auf 15.506 Punkte gewonnen.

Die Börsianer warten auf die Entscheidung der US-Fed, die heute Abend 20 Uhr MEZ erklärt, wie sie beim Kampf gegen die Pandemie fortfahren wird. Dies wird erst der Anfang einer ganzen Reihe von Konferenzen von Notenbanken sein, die über ihr weiteres Vorgehen informieren. Morgen entscheiden sich die Kollegen von der EU und aus Großbritannien. In der Nacht zum Freitag teilen dann die Währungshüter aus Japan mit, wie es weitergeht. Die Entscheidungen sind die wichtigsten Ereignisse in der laufenden Woche, die den Märkte die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.

Heute Morgen gab es uneinheitliche News aus China: So hat die Industrie-Produktion im November ein Wachstum von 3,8 Prozent ausgewiesen. Das hat das Nationale Statistikamt aus dem Reich der Mitte mitgeteilt. Damit wurden die Erwartungen der Analysten um 0,3 Prozent übertroffen. Im Oktober hat es eine Steigerung um 3,5 Prozent gegeben. Allerdings hat sich das Wachstum im Einzelhandel verlangsamt: Im elften Monat legten die Umsätze der Unternehmen lediglich um 3,9 Prozent zu, während sie im Vormonat noch bei 4,9 Prozent gelegen hatten.

Aus Deutschland hingegen waren die Nachrichten eindeutig – und zwar eindeutig schlecht. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat seine Prognose für Deutschland für 2022 stark nach unten geschraubt. Jetzt gehen die Ökonomen nur noch von vier Prozent aus. Zuvor hatten ihre Erwartungen noch bei 5,1 Prozent gelegen. Der Grund: Die vierte Pandemie und die Unwägbarkeiten mit der neuen Virus-Variante Omikron.

Gestern haben die Märkte 1,1 Prozent auf 15.453,56 verloren. Diejenige Aktie, die am meisten einbüßte, war Daimler, das einen Verlust von 3,4 Prozent auf 71,47 Euro hinnehmen musste. Dahinter landete Delivery Hero (minus 3,3 Prozent auf 96,96 Euro), gefolgt von Infineon (minus 3,3 Prozent auf 38,70 Euro).

Doch gab es auch Gewinner: So hat MTU ein Plus von 1,9 Prozent auf 168 Euro verzeichnet. Die Nummer zwei war die Deutsche Bank (plus 1,2 Prozent auf 10,93 Euro), während die Deutsche Telekom mit einem Zuwachs von einem Prozent auf 16,15 Euro auf dem dritten Rang ins Ziel kam.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die derzeitigen Währungen sind weich wie Schnee - Gold bleibt bestehen!

Passend zur Jahreszeit schmelzen die bestehenden Währungen durch die Inflation wie Schnee. Setzen auch Sie auf nachhaltigen Werterhalt...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Konflikt: Das Agieren der Nato ist eine einzige Blamage

DWN-Kolumnist Ronald Barazon wirft der Nato in der Ukraine-Krise krasses Versagen in jeder Beziehung vor.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Comeback: Weltweite Investitionen in die Atomenergie nehmen deutlich zu

Die Investitionen in die Atomenergie nehmen weltweit zu. Eine Untersuchung zeigt, dass bis Ende des kommenden Jahres 91 Milliarden...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung erwartet 2022 noch höhere Inflation

Die Inflation in Deutschland wird 2022 im Schnitt bei 3,3 Prozent liegen, schätzt die Bundesregierung. Eine höhere Jahresrate gab es...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobilien-Gutachter: Party geht trotz steigenden Bauzinsen weiter

Die Pandemie hat es Immobilienkäufern nicht leichter gemacht. Viele brauchen mehr Platz, doch die Preise in den Städten steigen weiter...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsverband: Lohnfortzahlung nur noch mit Booster

Eskalation am Arbeitsmarkt: Der Mittelstandsverband BVMW will nur noch für Mitarbeiter, die sich eine Booster-Impfung holen,...

DWN
Politik
Politik Droht der Ukraine eine Teilung entlang des Dnepr-Flusses?

Für den Osten der Ukraine sind zwei militärische Szenarien denkbar. Während das eine Szenario wahrscheinlich nicht eintreten wird, ist...

DWN
Deutschland
Deutschland Mindestlohn soll auf 12 Euro steigen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Oktober auf 12 Euro anheben. Derzeit beträgt der Mindestlohn...

DWN
Politik
Politik IS greift Gefängnis in Syrien an, mehr als 40 Tote

In Syrien gab es bei einem der schwersten IS-Angriffe seit Jahren mehr als 40 Tote. Der Angriff galt einem Gefängnis im Nordosten des...