Immobilien

Wohntraum wird Luxus: Preise schießen in Städten durch die Decke

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland ziehen wieder deutlich an – vor allem in den größten Städten. Im ersten Quartal waren Wohnimmobilien im bundesweiten Schnitt 3,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, zeigen neue Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP).
13.05.2025 07:12
Lesezeit: 1 min

Spitzenreiter Metropolen

In den sieben deutschen Metropolen verteuerten sich Wohnimmobilien um 4,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2024. An der Spitze lagen Köln und Frankfurt mit je 5,2 Prozent, gefolgt von Berlin (4,9 %), Hamburg (4,6 %) und München (4,5 %). In Düsseldorf und Stuttgart fielen die Zuwächse mit 3,2 % bzw. 1,9 % moderater aus.

VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt warnte: „Der Mangel an Wohnraum wird immer größer.“ Er betonte, dass die neue Bundesregierung und das Bundesbauministerium nun die vielversprechenden Ansätze im Koalitionsvertrag umsetzen müssten.

Mieten ziehen nach

Gemessen am Schlussquartal 2024 stiegen die Immobilienpreise in den Metropolen um 1,8 Prozent – mehr als im bundesweiten Schnitt (1,2 %). Auch die Mieten legten kräftig zu: Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern kletterten binnen Jahresfrist um 4,3 % im Bundesschnitt und um 4,4 % in den Metropolen, an der Spitze Berlin mit fast 5 %.

Erholung nach Abkühlung

Nach dem Boom bis 2022 hatten hohe Zinsen die Immobilienpreise gedrückt. Seit vergangenem Sommer stabilisieren sie sich wieder. Im Bundesschnitt war der Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern besonders groß – ein Indiz für verstärkte Anlegernachfrage. Tolckmitt rechnet weiter mit steigenden Mieten und Preisen, mahnt aber zur Vorsicht: Die globale Lage, etwa der Zollstreit mit den USA und höhere Kapitalmarktzinsen, könne das Umfeld eintrüben.

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