Finanzen

Deutsche Börsianer zeigen mieser Stimmung in der Eurozone die kalte Schulter

Die Börsen zeigen sich weiterhin fest. Und das ist aus einem Grund besonders erfreulich.
05.01.2022 11:40
Aktualisiert: 05.01.2022 11:40
Lesezeit: 1 min
Deutsche Börsianer zeigen mieser Stimmung in der Eurozone die kalte Schulter
BASF hat gestern die Anleger überrascht. (Foto: dpa)

Der Dax hat bis 11.30 Uhr 0,6 Prozent auf 16.247 Punkte gewonnen. Die Börsianer glauben bereits an einen gelungenen Jahresauftakt.

Damit ignorierten sie die Veröffentlichung neuer Daten aus dem Euroraum im Dezember, die von Rückgängen gekennzeichnet waren. Deswegen waren die Zuwächse heute Morgen besonders erfreulich. So hat das IHS-Markit-Institut in einer zweiten Publikation ihre erste Einschätzung des Einkaufsmanager-Indexes leicht um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Jetzt liegt der Wert für die Produktion nur noch bei 53,3 Punkten. In einer ersten Zählung hatte das Niveau noch bei 53,4 Zählern gelegen. Im Vormonat waren es noch 55,4 Zähler gewesen. Damit befindet sich die Stimmung weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

US-Wirtschaft schwächelt im Dezember

Zusätzlich veröffentlichen um 13 Uhr MEZ die US-Amerikaner die Zahl der Hypotheken-Aufträge in den USA. Es geht um die Woche bis zum 25. Dezember. In der Vorwoche hat es einen Rückgang um 0,6 Prozent gegeben. Darüber hinaus werden die finalen Ergebnisse der PMI-Markit-Indizes für die Gesamtwirtschaft und für die Dienstleistungen veröffentlicht. Es geht um den letzten Monat des vergangenen Jahres. Die Ökonomen rechnen mit Werten von 56,9 und 57,5. Im Vormonat hatten die Niveaus noch 57,2 und 58 betragen.

BASF überrascht mit ersten Aktienrückkäufen seit zehn Jahren

Trotz der wenig günstigsten US-Prognosen hat der deutsche Leitindex gestern weiter an Boden gut gemacht. Der Index beendete den Tag mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 16.153 Punkten. Die Autowerte waren die Aktien, die den Anlegern besonders viel Freude machten. Daimler schwang sich mit einem Gewinn von fünf Prozent an die Spitze der Tagesgewinner. Wichtig war auch im Sog des Autobauers BMW, das drei Prozent zulegte. Darüber hinaus verzeichnete BASF einen Kurssprung von 4,4 Prozent. Hier spielen Aktienrückkäufe von bis zu drei Milliarden Euro eine wichtige Rolle, mit denen die Börsianer nach Ansicht von Analysten nicht gerechnet haben. Die Transaktion ist die erste ihrer Art seit zehn Jahren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street beendet September uneinheitlich
30.09.2026

Ein turbulenter Monat geht zu Ende – erfahren Sie, welche Dynamiken jetzt die Kurse an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
30.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW kündigt Tarifvertrag: Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt – und auf die VW-Aktie
30.09.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und kündigt einen Großteil seiner Haustarifverträge. Nach Angaben der IG Metall sind zehn...

DWN
Politik
Politik Innere Sicherheit: Innenministerkonferenz beschließt nicht mehr einstimmig
30.09.2026

Die Innenministerkonferenz verabschiedet sich vom Einstimmigkeitsprinzip, um zukünftig "Blockaden" zu verhindern. Künftig reichen 13...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Unternehmen, die in China tätig sind, stehen vor einer schwierigen Wahl
30.09.2026

Europäische Unternehmen mit Geschäften in China stehen vor einem Dilemma: gegen EU-Recht verstoßen oder gegen chinesisches Recht. Die...

DWN
Politik
Politik Vestager und Nobelpreisträger schlagen KI-Alarm: Kritisches Zeitfenster schließt sich Monat für Monat
30.09.2026

Europa läuft Gefahr, bei künstlicher Intelligenz dauerhaft von den USA und China abhängig zu werden. Margrethe Vestager, zwei...

DWN
Politik
Politik Teilzeitrepublik: Teilzeit boomt, Vollzeit schrumpft: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
30.09.2026

Der Staat klagt über Personalmangel – hat aber selbst die höchste Teilzeitquote unter den Beschäftigten. Eine Studie schlägt nun die...

DWN
Politik
Politik Ende des Brexit? Britischer Premier schließt Wiedereintritt in EU nicht aus
30.09.2026

Der Brexit bleibt auch Jahre nach dem Austritt ein Dauerthema im Vereinigten Königreich. Mit seiner Haltung dazu sorgt der britische...