Wirtschaft

Kondom-Absatz ging während der Lockdowns um 40 Prozent zurück

Der weltweit größte Produzent von Kondomen steckt in der Krise. Anders als erwartet, ist der Kondomabsatz währen der Lockdowns deutlich zurückgegangen. Ein Problem war auch, dass die „Sexual-Wellness-Kliniken“ schließen mussten.
13.01.2022 12:52
Aktualisiert: 13.01.2022 12:52
Lesezeit: 1 min
Kondom-Absatz ging während der Lockdowns um 40 Prozent zurück
Gratis-Kondome aufgenommen am 20.07.2016 im Internationalen Medienzentrum (IBC) des Olympiaparks in Rio de Janeiro, Brasilien. (Foto: dpa) Foto: Uwe Keyser

Der weltgrößte Kondomhersteller ist von der Coronavirus-Pandemie nicht verschont geblieben, da die Nutzung seiner Produkte in den letzten zwei Jahren um bis zu 40 Prozent eingebrochen ist.

Die sexuelle Aktivität mit dem Verhütungsmittel nahm nicht zu, selbst als die Menschen inmitten der Lockdowns zu Hause blieben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, berichtet „Nikkei Asia“ unter Berufung auf Goh Miah Kiat, den Chief Executive Officer von Karex Bhd.

Es gibt noch einen weiteren Grund für den Umsatzrückgang: Da Hotels geschlossen und Reisen eingeschränkt sind, haben die Leute anscheinend weniger One-Night-Stands in Hotels und treffen sich nicht so oft im Urlaub. Auch die Schließung von „Sexual-Wellness-Kliniken“ war ein Absatzhemmnis.

Die Schließung von Hotels und „Sexual-Wellness-Kliniken“ während der Pandemie sowie die Aussetzung von Kondomausgabeprogrammen durch verschiedene Regierungen trugen zum Rückgang der Kondomverkäufe von Karex bei, so „Bloomberg“.

Karex hatte darauf spekuliert, dass die Menschen im Lockdown mehr Geschlechtsverkehr haben werden. Doch dem war nicht so.

Das Unternehmen hatte zuvor einen „zweistelligen Anstieg der Nachfrage nach Kondomen“ prognostiziert, da Regierungen auf der ganzen Welt Lockdowns verhängten und die Menschen dazu zwangen, zu Hause zu bleiben. Karex produziert für Marken wie Durex sowie eine eigene Linie von Spezialkondomen wie Kondome mit Durian-Geschmack. Es produziert jährlich mehr als 5 Milliarden Kondome und exportiert sie in mehr als 140 Länder.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik „Machen Sie sich auf die Auswirkungen gefasst“: EU kündigt weitere Gegenmaßnahmen zu US-Zöllen an
03.04.2025

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Bürger der EU auf die bevorstehenden wirtschaftlichen Folgen...

DWN
Politik
Politik US-Finanzminister warnt vor Vergeltungszöllen: Eskalation könnte die Lage verschärfen
03.04.2025

US-Finanzminister Scott Bessent hat betroffene Länder vor einer schnellen Reaktion auf die jüngste Ankündigung von Präsident Donald...

DWN
Politik
Politik AfD-Kandidat erstmals ins Verfassungsgericht gewählt: Zweidrittelmehrheit im Thüringer Landtag
03.04.2025

Die AfD hat einen Kandidaten für den Thüringer Verfassungsgerichtshof durchgesetzt: Rechtsanwalt Bernd Falk Wittig wurde mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bewerbercheck: Dürfen Arbeitgeber frühere Chefs kontaktieren?
03.04.2025

Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern können wertvolle Einblicke bieten – aber ist es rechtlich erlaubt, ohne Zustimmung des Bewerbers...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sichere KI statt Datenleck: Das müssen Firmen beim Chatbot-Einsatz beachten
03.04.2025

KI-Chatbots sind im Mittelstand längst Alltag – doch oft fehlt es an Sicherheitsstandards. Der Hamburger KI- und Digitalisierungsexperte...

DWN
Panorama
Panorama Orban trifft Netanjahu in Budapest trotz Haftbefehl -und erklärt Rückzug aus Internationalen Strafgerichtshof
03.04.2025

Viktor Orbán ignoriert den Haftbefehl, den der Internationale Strafgerichtshof gegen Israels Premier erlassen hat – und heißt ihn in...

DWN
Politik
Politik Russlands Verzögerung der Verhandlungen könnte auch der Ukraine nützen
03.04.2025

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine mögliche Waffenruhe oder Friedenslösung ziehen sich weiter hin. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...