Wirtschaft

Rückgang der Rinderherden: Schwere Dürre in den USA führt zu „Fleischflation“

Eine schwere Dürre im Westen der USA hat einen unerwarteten Einbruch der Rinderherden verursacht. Müssen sich die Amerikaner bald mit proteinreichen Insekten ernähren?
02.02.2022 11:01
Aktualisiert: 02.02.2022 11:01
Lesezeit: 1 min

Eine schwere Dürre im Westen der USA hat einen unerwarteten Einbruch der Rinderherden verursacht, was darauf hindeutet, dass die „Fleischflation“ dieses Jahr anhalten wird, da die Verbraucher fast rekordhohe Rindfleischpreise zahlen.

Der halbjährliche Rinderbestandsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) für die zweite Hälfte des Jahres 2021 zeigt, dass die US-Herde vor einem Jahr um zwei Prozent zurückgegangen ist. Eine Umfrage von „Bloomberg“ schätzte einen Rückgang von 1,0 Prozent.

„Die Prärie hat die Versorgung mit Heu und Viehfutter unter Druck gesetzt, was einige Viehzüchter veranlasst hat, Tiere, die normalerweise zur Zucht gehalten werden, an Schlachthöfe zu verkaufen“, so „Bloomberg“.

Nach Angaben des „US Drought Monitor“ wird der Westen der USA von einer schweren Dürre geplagt, die an die Dust-Bowl-Ära der 1930er Jahre erinnert. Die anhaltende Dürre wird sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten verschlimmern.

Die sinkende Herdenzahl ist ein erhebliches Problem für Rindfleischverpacker, die mit engeren Märkten konfrontiert sind, die die Fleischpreise noch weiter in die Höhe treiben könnten. Die Verbraucher zahlen bereits fast rekordhohe Preise und könnten vor dem Sommer zu einem weiteren Preisschock führen.

Unterdessen geht die Biden-Regierung völlig falsch an die Fleischkrise heran und macht „gierige Fleischverarbeiter“ für die „Fleischflation“ verantwortlich. Aber Tatsache ist, dass an der Geschichte viel mehr dran ist, als das Weiße Haus zugibt. Von rückläufigen Herden, Arbeitskräftemangel, steigenden Versandkosten, gestörten Lieferketten und steigenden Rohstoffkosten erhöhen viele dieser Inputs die Kosten.

Die Biden-Regierung könnte Amerikanern, die sich kein Rindfleisch mehr leisten können, einfach sagen, dass sie proteinreiche Käfer essen sollen. Das würde auch in das Konzept des „Build Back Better“ und der „Great Reset“-Initiative passen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rhein Group: Draghi versammelt Europas Machtelite
19.09.2026

Mario Draghi hat Europas wirtschaftliche Schwächen analysiert. Jetzt will er handeln: Mit der Rhein Group versammelt der frühere...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Das müssen Sie unbedingt wissen
19.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern wählt einen neuen Landtag – und diesmal könnte sich das politische Kräfteverhältnis grundlegend verschieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrigwasser am Rhein: Wenn der deutschen Wirtschaft das Wasser fehlt
19.09.2026

Der Rheinpegel in Kaub ist der wichtigste Pegel für die Schifffahrt zwischen Rotterdam und Basel. Dort fiel der Wasserstand im August 2026...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
19.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Berlin wählt: Diese Koalitionen sind möglich – und was sonst noch wichtig ist!
19.09.2026

Rund 2,5 Millionen Berliner entscheiden am Sonntag über die politische Zukunft ihrer Stadt. Nach einem von Wohnungsnot, Verkehr und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Safran-Anbau: KI und Roboter sollen Europas Abhängigkeit beenden
19.09.2026

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, doch seine Lieferkette ist anfällig und kaum transparent. Ein schwedisches Start-up will das...

DWN
Technologie
Technologie Gefälschte IT-Mitarbeiter: Remote-Jobs werden zum Einfallstor für Spione
19.09.2026

Sie sehen aus wie ganz normale Bewerber, doch hinter Lebensläufen, Videogesprächen und vermeintlich echten Identitäten können...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi-Krise: „In zehn Jahren muss es Volkswagen noch geben“
19.09.2026

China holt Europas Autobauer nicht mehr nur ein. In wichtigen Technologiebereichen ist die Konkurrenz bereits vorbeigezogen. Audi-Chef...