Finanzen

Insider: Sperre für Deutsche Bank bei Devisenderivaten in Taiwan aufgehoben

Taiwans Zentralbank hat Insidern zufolge der Deutschen Bank wieder den Handel mit Taiwan-Dollar-Derivaten erlaubt.
07.02.2022 11:03
Aktualisiert: 07.02.2022 11:03
Lesezeit: 1 min
Insider: Sperre für Deutsche Bank bei Devisenderivaten in Taiwan aufgehoben
Das Logo der Deutsche Bank ist durch eine Lücke im Blätterdach eines Baumes zu sehen. (Foto: dpa) Foto: Andreas Arnold

Taiwans Zentralbank hat Insidern zufolge der Deutschen Bank wieder den Handel mit Taiwan-Dollar-Derivaten erlaubt. Sie habe die Sperre leise wieder aufgehoben, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zentralbank hatte im vergangenen Jahr das Frankfurter Institut im Kampf gegen Währungsspekulation für zwei Jahre vom Handel mit Devisenderivaten ausgeschlossen. Der Deutschen Bank wurde damals der Handel mit lieferbaren und nicht lieferbaren Termingeschäften in Taiwan-Dollar untersagt.

Einem der Insider zufolge hat die Deutsche Bank bei Verbesserungsschritten kooperiert. Zudem sei das Institut nicht nur das einzige deutsche Geldhaus in Taiwan, sondern auch seit vielen Jahren auf der Insel aktiv. Nach Aussage eines zweiten Insiders reagierte das Frankfurter Bankhaus auf die „Motivation“, ihre Abläufe zu überarbeiten. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme dazu am Montag ab. Bei der taiwanesischen Notenbank war zunächst keine Antwort erhältlich.

Der Taiwan-Dollar war im vergangenen Jahr wegen der weltweiten Nachfrage nach Technologieprodukten während der Corona-Krise gegen den US-Dollar auf den höchsten Stand seit 23 Jahren geklettert. Für Unmut sorgte damals ein Fall, in dem ausländische Banken Firmen, die auf den Handel mit Getreide spezialisiert waren, dabei halfen, Währungsspekulationen auf Termingeschäfte zu betreiben. Wegen der Beteiligung an solchen Spekulationsgeschäften wurden Insidern zufolge damals neben der Deutschen Bank auch Strafmaßnahmen gegen die Citigroup, die ING sowie gegen die Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) verhängt. Im vergangenen Juli hatte die Zentralbank bereits ähnliche Sperren im Devisenhandel wieder aufgehoben, die sie gegen die ING und die ANZ ausgesprochen hatte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Diese fünf Chip-Aktien müssen Sie haben, Bitcoin hat 30 Prozent Potenzial
04.10.2026

Der S&P 500 legt trotz höherer Zinsen und geopolitischer Spannungen weiter zu. Investoren hoffen auf eine historisch starke Schlussrallye...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Saatgutproduzent Christopher Rudloff im Interview: „Wir können keine Sonderschichten fahren“
04.10.2026

Hitze erreicht die Bilanz von Saatgutproduzenten mit zwei Jahren Verzögerung. Christopher Rudloff führt die RUDLOFF GmbH in Sereetz bei...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienvermögen: Warum Erben Arbeit schlägt
04.10.2026

Deutschlands Wohlstandsversprechen gerät ins Wanken: Während Immobilien- und Erbschaftsvermögen immer wichtiger werden, lässt sich mit...

DWN
Politik
Politik Handwerkerbonus wird gekappt: Bis zu 300 Euro weniger – Fiskus profitiert
04.10.2026

Mehr Geld im Portemonnaie – das verspricht die Einkommensteuerreform 2027. Beim Handwerkerbonus passiert das Gegenteil: Statt 1.200 Euro...

DWN
Finanzen
Finanzen 800 Milliarden Dollar für KI: Was passiert mit der Börse, wenn das größte Technologierennen langsamer wird?
04.10.2026

Die größten US-Techkonzerne investieren in diesem Jahr fast 800 Milliarden Dollar, vor allem in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur...

DWN
Politik
Politik „Auf dünnem Eis“: Weltenergie-Chef warnt, drei neue Schocks könnten Europas Preise in die Höhe treiben
04.10.2026

Europa könnte vor einem schwierigen Winter stehen. Nach Einschätzung von IEA-Chef Fatih Birol laufen gleich drei Faktoren aus, die die...

DWN
Panorama
Panorama Sie bezahlte ein Croissant mit Karte und tippte ihre PIN ins Trinkgeldfeld
04.10.2026

Ein gewöhnlicher Einkauf in einer Bäckerei am Bahnhof von Winterthur endete für eine Seniorin mit einer Abbuchung von rund 1.707 Euro....

DWN
Politik
Politik Bundesregierung sucht Erfolgsgeschichten: Klingbeils schwierige Mission
04.10.2026

Lars Klingbeil will zeigen, dass die milliardenschweren Investitionen der Bundesregierung inzwischen auf Baustellen oder in der Forschung...