Politik

Macron schlägt neue Töne an: „Die Nato ist unverzichtbar“

Im Jahr 2019 hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Nato noch für „hirntot“ erklärt. Nach der Invasion der Ukraine durch Russland schlägt er neue Töne an. Die Nato sei noch unverzichtbarer als ohnehin schon geworden, meint er mittlerweile.
18.03.2022 14:03
Aktualisiert: 18.03.2022 14:03
Lesezeit: 1 min
Macron schlägt neue Töne an: „Die Nato ist unverzichtbar“
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. (Foto: dpa)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, durch den Krieg in der Ukraine sei die Nato noch unverzichtbarer als ohnehin schon geworden. Die Invasion habe einen Schock in der Nato ausgelöst und dem Militärbündnis eine klare Strategie vorgegeben. Noch 2019 hatte Macron die Nato für „hirntot“ erklärt.

Die Nato hat am 1. Dezember 2020 einen Bericht („Nato 2030“) veröffentlicht, in dem sie China als zunehmend wichtige Herausforderung für das Bündnis einstuft, wobei Russland immer noch als Hauptkonkurrent dargestellt wird. „China ist nicht länger der gütige Handelspartner, auf den der Westen gehofft hatte. Es ist die aufstrebende Macht unseres Jahrhunderts, und die Nato muss sich anpassen“, zitiert der englischsprachige Dienst von Reuters einen Nato-Beamten. Der Beamte verwies auf die chinesischen Aktivitäten in der Arktis und in Afrika sowie auf seine hohen Investitionen in die europäische Infrastruktur.

Ein Teil der Reaktion der Nato sollte darin bestehen, den technologischen Vorteil gegenüber China aufrechtzuerhalten und Computernetzwerke und Infrastruktur zu schützen, sagte der Diplomat unter Berufung auf den Bericht. Das 30-köpfige Bündnis könnte auch engere Beziehungen zu Nicht-Nato-Ländern wie Australien knüpfen und sich stärker auf die Abschreckung im Weltraum konzentrieren, wo China zunehmend Kapazitäten entwickelt, so der Bericht.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

DWN
Politik
Politik Er verlor den Kampf um die Macht gegen Trump und Vance: Jetzt warnt er seine Partei
12.10.2026

Tim Walz hat die Niederlage von 2024 noch nicht abgehakt. Im Interview erklärt der frühere Vizepräsidentschaftskandidat, warum die...

DWN
Finanzen
Finanzen McDonalds-Aktie: Ausverkauf an der Börse – haben die Anleger die Burger satt?
12.10.2026

Die McDonalds-Aktie ist auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen und hat innerhalb von neun Monaten fast ein Drittel ihres...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Handelskompromiss mit China: Was der Deal Deutschland bringt
12.10.2026

Nach wochenlangen Spannungen haben sich die Europäische Union und China auf erste konkrete Schritte zur Entschärfung ihres...

DWN
Politik
Politik Trumps überraschende Entscheidung, russischen Kraftstoff in die USA zu importieren, sorgt weltweit für Aufsehen
12.10.2026

Donald Trumps Vereinbarung mit Russland zeigt den wachsenden Druck, die Kraftstoffpreise zu senken, und markiert einen deutlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldreserven wachsen rasant: China kauft so viel Gold wie seit drei Jahren nicht
12.10.2026

Die chinesische Zentralbank ist auf dem besten Weg, bei den Goldreserven an den Zentralbanken Frankreichs und Italiens vorbeizuziehen. Nach...

DWN
Panorama
Panorama Klimaschutz bis 2045: Welche Kosten auf Deutschland zukommen
12.10.2026

Elektroautos, erneuerbare Energien und ein angepasstes Stromnetz: Deutschlands Weg zur Klimaneutralität verlangt hohe Investitionen. Eine...

DWN
Technologie
Technologie Handy-Sicherheit im Unternehmen: Ein verlorenes Smartphone kann alles lahmlegen
12.10.2026

Ein verlorenes Smartphone wirkt zunächst wie ein überschaubares Problem. Doch auf dem Gerät liegen längst E-Mails, Zugänge,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ryanair-Aktie: Airline ändert Check-in-Regeln und verkürzt Zeit für die Gepäckaufgabe
12.10.2026

Ryanair-Passagiere müssen aufgegebenes Gepäck am Flughafen künftig früher abgeben. Die Fluggesellschaft verkürzt die Öffnungszeiten...