Technologie

Studie: E-Lastwagen 2025 günstiger als Diesel-Lkw

Elektro-Lastwagen dürften Diesel-Lkw bei den Gesamtkosten nach Einschätzung der Unternehmensberatung BCG schon in wenigen Jahren unterbieten.
29.03.2022 13:58
Lesezeit: 1 min
Studie: E-Lastwagen 2025 günstiger als Diesel-Lkw
LKW und PKW befahren die A14 bei Leipzig. (Foto: dpa) Foto: Alexander Prautzsch

Elektro-Lastwagen dürften Diesel-Lkw bei den Gesamtkosten nach Einschätzung der Unternehmensberatung BCG schon in wenigen Jahren unterbieten. In der EU könnten mittlere und schwere Lkw mit Batterieantrieb und 120 000 Kilometer Fahrleistung schon im Jahr 2025 auf Augenhöhe sein, in China und den USA schon früher. Elektro-Lastwagen mit Brennstoffzellenantrieb könnten bis 2030 folgen, schrieben die Branchenexperten von BCG in einer noch unveröffentlichten Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Allerdings seien die meisten europäischen Flottenbetreiber bislang sehr skeptisch: „Nur 16 Prozent der von BCG befragten Lkw-Kunden planen in den nächsten zehn Jahren den Kauf eines Elektro-LKW.“ Hauptgründe seien die sehr hohen Anschaffungskosten, das fehlende Ladenetz und die langen Ladezeiten. Ein E-Lastwagen koste drei- bis viermal mehr als ein Diesel-Lkw. Das Laden einer 1000-Kilowatt-Batterie dauere an einem sogenannten Supercharger, also einer schnellen Ladestation, etwa acht Stunden. Daimler, Volvo und der MAN- und Scania-Mutterkonzern Traton wollen in fünf Jahren 1700 Ladepunkte in Europa aufgebaut haben und betreiben.

Der weltweite Lkw-Absatz dürfte laut BCG 2025 wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen. Bis 2030 dürften dann jährlich 3,3 Millionen Lastwagen verkauft werden. In Europa erwarten die Unternehmensberater dann einen Absatz von 400 000 Lastwagen, davon 32 Prozent mit Batterieantrieb und 19 Prozent mit Brennstoffzelle. In den USA dürften E-Lastwagen insgesamt nur ein Viertel des Absatzes erreichen, in China - dem mit Abstand größten Markt - sogar nur ein Fünftel.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Analyse: Europa steht geschlossen gegen China, verschärft aber den Konflikt um den Milliardenhaushalt
16.10.2026

Die EU sieht erste Fortschritte im Handelskonflikt mit China. Doch das Defizit wächst weiter, und Brüssel bereitet bereits neue...

DWN
Politik
Politik Deal um Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich haben sich geeinigt
16.10.2026

Deutschland setzt sich dafür ein, dass weiter Neuwagen mit Verbrennungstechnologie zugelassen werden können. Frankreichs Präsident...

DWN
Finanzen
Finanzen Unser neues Magazin ist da: Steigende Zinsen, nervöse Börsen – Chancen für Ihr Kapital
16.10.2026

Das eigene Vermögen soll Sicherheit geben. Doch steigende Zinsen und nervöse Märkte machen derzeit Anlageentscheidungen schwieriger. Wer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IWF-Warnung: Warum der KI-Boom eine neue Krise auslösen könnte
16.10.2026

Die Weltwirtschaft wächst, doch unter der Oberfläche braut sich eine gefährliche Mischung zusammen: Staaten häufen Rekordschulden an,...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Einer der größten Käufer beginnt zu verkaufen
16.10.2026

Jahrelang kauften Zentralbanken Gold in außergewöhnlichem Umfang. Nun schlägt mit Kasachstan einer der größten Käufer einen anderen...

DWN
Politik
Politik Frühstartrente: Bundestag entscheidet über zehn Euro für Kinder
16.10.2026

Mit der Frühstartrente will der Staat Kindern monatlich zehn Euro für ein langfristiges Aktiendepot geben. Wer zuerst von der...

DWN
Politik
Politik Wer ist wer in den Kriegen im Nahen Osten
16.10.2026

Zehn Punkte zu Staaten, Rebellen und politischen Gruppen, die für Kriege, Lieferwege und Energiepreise entscheidend sind.

DWN
Politik
Politik Energiewende: CO2-Preis soll stabil bleiben im nächsten Jahr
16.10.2026

Der CO2-Preis, der Heizen und Tanken teuer macht, soll mit dem Jahreswechsel nicht steigen. Das soll Verbraucher vor Preissprüngen...