Finanzen

Wie sich Lagarde & Kollegen an den Börsen bereichern

EZB-Präsidentin Christine Lagarde und die Führungsriege der EZB haben massiv in Aktien und Fonds investiert. Nun zeigen öffentlich zugängliche Informationen: Sie haben sich innerhalb kürzester Zeit sehr stark bereichert – natürlich legal.
14.04.2022 19:24
Aktualisiert: 14.04.2022 19:24
Lesezeit: 1 min

Die EZB-Chefin Christine Lagarde hat einen Teil ihres Vermögens in zwei Fonds investiert:

BNP Paribas Europe Dividend Multipipe 2, der in renditestarke europäische Aktien investiert, und Odo BHF Polaris Moderate DRW. Dieser Fonds der Privatbank Odo BHF umfasst Anleihen, globale Aktien, Bankguthaben und Zertifikate, berichtet „Swords Today“.

Noch spannender: Lagarde verrät, dass sie auch in die Real Estate Transparency Corporation und die Immobiliengesellschaft in Frankreich investiert.

Isabel Schnabel, seit 2020 Mitglied des Verwaltungsrats der EZB, investiert in 44 verschiedene Aktien und Fonds. Dazu gehören die Tech-Giganten Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft und Alibaba. Schnabel kaufte Anteile an zwei Impfstoffherstellern, BionTech und Curevac. Weitere spannende Investments von Schnabel sind Zoom, Spotify, SAP, Disney, Bayer, BASF.

Die „BILD“ berichtet, dass sich Lagarde und Schnabel im Verlauf des vergangenen Jahres eine „goldene Nase“ verdient hätten. „Ein Aktienfonds der französischen Bank BNP Paribas, der innerhalb eines Jahres um 28,6 Prozent in die Höhe rauschte. Ein schönes Schnippchen gegen die Hammer-Inflation (aktuell 7,3 %) (…) Auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel (50) dürfte sich 2021 eine goldene Nase verdient haben. Sie hatte ihr Geld Ende 2020 in insgesamt 44 Aktien und Fonds angelegt, u. a. Aktien von Impfstoff-Gigant BionTech (Kursplus 2021: + 88 %), Apple (+ 35 %), Microsoft (+ 25 %). Jetzt hat Schnabel laut EZB-Bericht Kasse gemacht: Sie hat alles bis auf 11 Positionen verkauft!“, so das Blatt.

Bloomberg“ berichtet, dass die Führungsriege der EZB bei ihren persönlichen Investments nicht auf Nachhaltigkeit und „Green Investments“ setzt, obwohl dies von anderen Investoren gefordert wird.

Am 14. April 2022 beließ die EZB den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Diese Entscheidung beflügelte die europäischen Börsen und Aktienkurse.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Märkte in Aufruhr: Trumps Einfluss und die Risiken in Venezuela treiben XRP zu einem beispiellosen Höhenflug.

Trotz der zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Caracas eröffneten US-Aktien leicht im Plus. Der Markt betrachtet die aktuelle...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Bekämpfung der Inflation: Österreich senkt Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel
14.01.2026

Die Inflation in Österreich ist im Vergleich zum EU-Durchschnitt hoch. Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos einigt sich auf eine...

DWN
Politik
Politik Ukraine verlängert Kriegsrecht: Neuer EU-Kredit soll vor allem Militär stärken
14.01.2026

Das neue riesige EU-Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro soll nach dem Willen der Europäischen Kommission zu einem großen Teil den...

DWN
Immobilien
Immobilien Pflegeimmobilie als Geldanlage: Finanzbranche entdeckt das Pflegeheim
14.01.2026

Die deutsche Bevölkerung altert, und damit steigt der Bedarf an Betreuung. Banken und private Kapitalgeber suchen nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Handschriftliches Testament: Wenn eine einfache Quittung über Millionen entscheidet
14.01.2026

Handschriftliches Testament: Wie sicher ist Ihr letzter Wille? Ein aktueller Prozess um eine Darlehensquittung hat die Tücken des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Robotikmarkt: Bosch kooperiert mit Roboterhersteller Neura Robotics
14.01.2026

Zwei schwäbische Unternehmen kooperieren. Bosch sieht Potenzial bei humanoiden Robotern, dem Kerngeschäft von Neura Robotics. Was...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Steigende Arbeitslosigkeit: Kommt bald die eigene Kündigung?
14.01.2026

Angst vorm Jobverlust durch KI und Wirtschaftskrise: Immer mehr Deutsche sind vom Stellenabbau persönlich betroffen. Wer wird als...

DWN
Finanzen
Finanzen Energiepreise: Winter und Gaspreise treiben Heizkosten 2025 nach oben
14.01.2026

Kälteeinbrüche und höhere Gaspreise lassen die Heizkosten 2025 spürbar steigen. Besonders Haushalte mit Fernwärme und Gas sind laut...

DWN
Panorama
Panorama Aufstand gegen das Mullah-Regime: Erste Hinrichtung im Iran befürchtet - Trump droht Teheran
14.01.2026

Aktivisten in den USA gehen inzwischen von mehr als 2.500 Toten aus. Laut Amnesty International drohen erste Hinrichtungen von...