Finanzen

Vorbereitung auf Banken-Crash? Capital Group bestätigt Ausstieg bei deutschen Banken

Der kalifornische Vermögensverwalter Capital Group hat sich fast vollständig von seinen Beteiligungen an der Deutschen Bank und an der Commerzbank getrennt.
15.04.2022 03:12
Aktualisiert: 15.04.2022 03:12
Lesezeit: 1 min

Der kalifornische Vermögensverwalter Capital Group hat sich fast vollständig von seinen Beteiligungen an der Deutschen Bank und an der Commerzbank getrennt. Der Fondsriese bestätigte in einer Pflichtmitteilung am Donnerstag, sein Aktienpaket an Deutschlands größter Bank von 5,2 auf 0,01 Prozent reduziert zu haben. Etwa zwei Drittel der Papiere im Wert von 1,27 Milliarden Euro lagen in dem 165 Milliarden Dollar schweren EuroPacific Growth Fund. Bei der Commerzbank sind nach der 475 Millionen Euro schweren Platzierung von 72,5 Millionen Aktien (5,3 Prozent) nur noch 120.000 im Portfolio der Capital Group übrig.

Damit ist endgültig klar, dass es sich bei dem Investor, der in der Nacht zum Dienstag Aktienpakete von jeweils mehr als fünf Prozent an den beiden Banken für zusammen 1,75 Milliarden Euro auf den Markt geworfen hatte, wie vermutet um die Capital Group handelt. Der Vermögensverwalter aus Los Angeles hatte sich dazu bisher nicht geäußert.

Bei der Deutschen Bank hatte die Capital Group erst im November kräftig aufgestockt, an der Commerzbank hielt sie seit Oktober 2020 mehr als fünf Prozent. Die europäischen Geldhäuser dürften einerseits von der erwarteten Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren, andererseits überschatten die Folgen des Ukraine-Kriegs für die Konjunktur ihr Geschäft.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umgang mit Cookies: BGH verhandelt zu Cookie-Speicherung – darum geht's
10.10.2026

Der Bundesgerichtshof prüft, ob Unternehmen für das Speichern von Cookies auf fremden Internetseiten ohne Einwilligung haften müssen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Uber-Robotaxis in Deutschland: Erst Stellen streichen, dann Jobs versprechen
10.10.2026

Uber streicht Tausende Stellen und verspricht gleichzeitig neue Arbeitsplätze in Deutschland. Was widersprüchlich klingt, folgt einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Revolut-Bank greift an: Dieser Fintech-Riese will Europas Banken überholen
10.10.2026

Die Revolut-Bank wächst in einem Tempo, von dem klassische Geldhäuser nur träumen können: fast 70 Millionen Kunden, Milliardenbewertung...

DWN
Technologie
Technologie KI-Prompts für Marketing und Vertrieb: 7 KI-Vorlagen für KMU und Selbstständige
10.10.2026

Fast jedes zweite kleine Unternehmen sieht noch keinen echten Nutzen in KI – dabei liegt der Unterschied oft nur im richtigen Prompt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
10.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kingspan Group-Aktie unter Druck: EU greift nach geplatztem Deal durch
10.10.2026

Ein geplatzter Milliardendeal? Nein, ein gescheiterter Firmenkauf mit teuren Folgen. Weil der irische Baustoffkonzern Kingspan die...

DWN
Politik
Politik Marine Le Pen plant finanzpolitischen Kurs mit großen Einsparungen: Auf den Straßen wächst die Wut
10.10.2026

Frankreich steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Während Zehntausende junge Menschen gegen marode Schulen und fehlende Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Generation Z trifft auf Generation X: Wie ein Eiskaffee zum Karrierekiller werden kann
10.10.2026

Ein Eiskaffee beim Bewerbungsgespräch sollte eigentlich keine große Sache sein. Doch für manche Personalverantwortliche verrät der...