Deutschland

Bundesregierung bestimmt weitere Standorte für LNG-Terminals

Die Bundesregierung macht Tempo, um - nach eigenen Angaben - vom russischen Gas unabhängig zu werden.
19.07.2022 16:59
Lesezeit: 1 min
Bundesregierung bestimmt weitere Standorte für LNG-Terminals
Am zukünftigen Anleger für das FSRUs (floating Storage and Regasification Units) für den Flüssiggasimport nach Wilhelmshafen findet der erste Rammschlag statt. Foto: Sina Schuldt

Das dritte Terminal geht nach Stade, das vierte nach Lubmin, wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Die schwimmenden Flüssigerdgasterminals dort sollen ab Mai 2023 verfügbar sein.

Zwei Schiffe stehen bereits in diesem Jahr zur Verfügung und sollen zum Jahreswechsel 2022/23 in Wilhelmshaven und Brunsbüttel eingesetzt werden, so das Ministerium. Der Standort Stade werde voraussichtlich ab Ende 2023 zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Betreiber werde die Anlage auf See vor Lubmin frühestens ab Ende 2023 zur Verfügung stehen. In Lubmin entstehe zudem bis Ende 2022 ein weiteres, fünftes schwimmendes Flüssigerdgasterminal durch ein privates Konsortium.

«Wir müssen innerhalb kürzester Zeit eine neue Infrastruktur aufbauen, um russisches Gas so schnell es geht ersetzen zu können», sagte Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne): «Es ist daher eine sehr gute Nachricht, dass zusätzlich zu den vier Bundes-Schiffen jetzt noch ein fünftes privates Regaszifizierungsschiff hinzukommt. Damit können wir die Menge, die angelandet werden kann, noch mal erhöhen und so die Versorgungssituation verbessern.»

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus weiterhin blockiert: Europa zwischen Druck und Diplomatie
07.04.2026

Die Blockade der Straße von Hormus heizt die Energiekrise in Europa weiter an, der Umgang mit dem Iran und mögliche militärische...

DWN
Politik
Politik Russland profitiert von Hormus-Blockade
07.04.2026

Weil die Straße von Hormus gesperrt bleibt, sprudeln Russlands Rohstoffexporte. Öl, Gas und Dünger lassen den Rubel rollen.

DWN
Politik
Politik Schwarzer April: Inflation von bis zu 5 Prozent möglich
07.04.2026

Es ist laut IEA die "schwerste fossile Energiekrise unserer Zeit" – und die Inflation zieht bereits spürbar an. Experten warnen vor...

DWN
Panorama
Panorama 2,50 Euro für den Liter: Der Dieselpreis explodiert trotz Preisbremse
07.04.2026

Nach Einführung der 12-Uhr-Regel für Tankstellen sinken die Spritpreise nicht – sie klettern weiter auf neue Rekordstände. Die Politik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russlands Ölindustrie unter Druck: Ukraine-Angriffe führen zu Produktionskürzungen
07.04.2026

Die russische Ölproduktion gerät infolge ukrainischer Angriffe auf zentrale Infrastruktur zunehmend unter Druck. Welche Folgen haben die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Gaslighting im Job: Wenn Manipulation zur Strategie wird – und wie Sie sich schützen
07.04.2026

Ein Gespräch im Büro, ein scheinbar harmloser Kommentar – und plötzlich zweifeln Beschäftigte an sich selbst. Gaslighting und andere...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt: Small-Caps und internationale Chancen
07.04.2026

Der Iran-Konflikt treibt Ölpreise und Inflationsängste in die Höhe. Anleger prüfen ihre Strategien, während der Aktienmarkt (noch)...

DWN
Politik
Politik Untersee-Internetkabel als Schwachstelle: Wie der Iran-Krieg globale Datenströme gefährdet
07.04.2026

Die Spannungen im Nahen Osten rücken die Verwundbarkeit zentraler Untersee-Internetkabel und globaler Datenströme in den Fokus. Welche...