Finanzen

Vorbereitung auf Super-Crash: Star-Investor stößt alle Aktien ab - bis auf eine

Der bekannte Investor Michael Burry warnt seit Monaten vor einem verheerenden Börsencrash und stößt fast seinen gesamten Aktienbestand ab. Auf welches Unternehmen er als einziges noch setzt, ist ebenfalls bezeichnend.
16.08.2022 13:16
Aktualisiert: 16.08.2022 13:16
Lesezeit: 2 min

Michael Burry, jener Hedgefonds-Manager, der berühmt wurde, weil er vor der Finanzkrise 2008 gegen den US-Immobilienmarkt wettete, gab gestern in einer Wertpapiererklärung bekannt, dass er sich im letzten Quartal fast vollständig aus Aktien zurückgezogen hat.

Aus den Unterlagen seiner Firma Scion Asset Management LLC, einem Hedgefonds, geht hervor, dass er zum 30. Juni nur noch die Aktie eines einzigen Unternehmens im Depot hielt: der GEO Group, einem Betreiber von Privatgefängnissen mit Sitz in Boca Raton, Florida.

Die GEO-Aktien stiegen nach dieser Nachricht um 11 %. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, besaß Scion am Ende des zweiten Quartals Aktien des Unternehmens im Wert von 3,3 Millionen Dollar.

Bei der letzten Veröffentlichung Ende März umfasste das Portfolio von Scion Aktien im Gesamtwert von mehr als 165 Millionen Dollar, darunter die bekannten Titel Alphabet, Booking Holdings, Meta Platforms und Bristol Myers-Squibb.

„Die Dummheit ist zurück“

Auf Twitter offenbarte Burry in der Vergangenheit öfter seine pessimistische Sicht auf die Märkte. In einem mittlerweile gelöschten Tweet aus dem Mai steht etwa: „Wie ich schon 2008 sagte: Es ist wie bei einem Flugzeugabsturz. Es tut weh, es ist nicht lustig, und ich lächle nicht“, wie das WSJ berichet. Am 4. August tweetete er: „Die Dummheit ist zurück“.

Michael Burry erreichte spätestens mit seiner Wette gegen den Immobilienmarkt internationale Bekanntheit, da diese im Buch und dem anschließenden Film „The Big Short“ verewigt wurde.

Dass Michael Burry sein Portfolio immer weiter reduzierte, haben die Deutschen Wirtschaftsnachrichten schon im November 2021 berichtet. Damals setzte Burry noch auf spezielle Aktien aus der Rüstungsindustrie, der Biotechbranche und der Ölbranche.

Der Schritt, das Portfolio nun quasi ganz aufzulösen, kommt dennoch überraschen. Dabei ist Burry bei Weitem nicht der einzige Starinvestor, der in letzter Zeit einen Crash vorhergesagt hat.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Nach der Genehmigung eines XRP-ETFs durch Trump:Standard Chartered sieht XRP als potenziell renditestärkste Kryptowährung im Jahr 2026

Vor dem Hintergrund der Genehmigung eines XRP-ETFs durch Donald Trump und einer deutlich verbesserten regulatorischen Lage in den USA...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutscher Arbeitsmarkt: Schwache Konjunktur bremst Erholung
08.01.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt trotz langsamer steigender Arbeitslosigkeit durch Konjunkturflaute und strukturelle Probleme belastet,...

DWN
Politik
Politik USA wollen sich für Jahre Zugriff auf Venezuelas Öl sichern
08.01.2026

Präsident Trump meldet Ansprüche auf die gewaltigen Bodenschätze an. Doch die Regierung in Caracas will sich nicht unter Druck setzen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie hebt ab: Was hinter dem Aufwärtstrend des DAX-Werts steckt und welche Rolle Venezuela spielt
08.01.2026

Die Rheinmetall-Aktie ist am Donnerstag kräftig nach oben geklettert. Der DAX-Wert setzt damit seine Aufwärtsrally seit Beginn des neuen...

DWN
Finanzen
Finanzen Amazon-Aktie: Warum Anleger zwischen Chance und Risiko abwägen
08.01.2026

Amazon prägt den globalen Technologiemarkt, bleibt an der Börse zuletzt jedoch hinter anderen Konzernen zurück. Handelt es sich dabei um...

DWN
Technologie
Technologie Lego Smart-Brick: Technologischer Meilenstein verändert den Spielwarenmarkt
08.01.2026

Lego befindet sich in einer Phase außergewöhnlicher Marktdynamik und strategischer Neuorientierung. Reicht technologische Innovation aus,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Erholt sich die deutsche Industrie?
08.01.2026

Die deutschen Industrieunternehmen überraschen im November mit einem kräftigen Auftragsschub. Besonders Metallerzeugnisse und der...

DWN
Finanzen
Finanzen Zalando-Aktie: Logistikzentrum Erfurt schließt, 2.700 Jobs betroffen
08.01.2026

Der Berliner Modekonzern Zalando zieht die Reißleine und schließt sein Logistikzentrum in Erfurt. 2.700 Beschäftigte verlieren ihren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Abfindung verhandeln: Wie Sie das Optimale aus Ihrem Jobverlust herausholen
08.01.2026

Die deutsche Wirtschaft streicht Stellen. Um Jobs abzubauen, bieten Unternehmen Mitarbeitern oft hohe Abfindungen an, um die...