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Hoody: Erster kassenlose Biomarkt Deutschlands

Das Start-up Unternehmen Autonomo eröffnet in Hamburg den ersten kassenlosen Biomarkt Deutschlands und zählt damit zu den Lebensmitteleinzelhändlern die auf Hightech-Shops setzen.
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18.08.2022 12:40
Lesezeit: 1 min
Hoody: Erster kassenlose Biomarkt Deutschlands
Gehören herkömmliche Kassen im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel bald der Vergangenheit an? (Foto: dpa) Foto: Christian Charisius

Hightech-Shops mit Computer Vision: Aldi hat es mit seiner kassenlosen Filiale in Utrecht vorgemacht, andere Discounter und Lebensmitteleinzelhändler wie der Edeka-Discounter Netto, die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland sowie Rewe ziehen nach.

Ihnen aber letztendlich zuvorgekommen ist Ex-Real Chef Patrick Müller-Sarmiento mit der Eröffnung des Hoody-Marktes in Hamburg – mit dem ersten kassenlosen Biomarkt Deutschlands. Und: Bald sollen weitere Märkte in anderen deutschen Städten folgen.

Entwickelt wurde das Konzept von dem Hamburger Start-up Unternehmen Autonomo, das eigenen Aussagen zufolge weltweit mit Software-Ingenieuren und Computervision-Wissenschaftlern zusammenarbeitet, um den Einzelhandel über die Entwicklung von Spitzentechnologien neu zu gestalten.

Ähnlich wie an der Tankstelle

Wie Amazons kassenlose Fresh-Supermärkte und Aldi in Utrecht, kommt der Hoody-Markt ohne Kassen aus. Stattdessen müssen sich die Kunden – ähnlich wie beim Discounter– beim Betreten des Ladens über eine App auf dem Handy anmelden, eine Kamera zeichnet die gekauften Produkte auf und die Bezahlung erfolgt dann automatisch über ein App. Allerdings: Im Unterschied zu Aldi und den anderen Lebensmitteleinzelhändlern greift Autonomo auf eine firmeneigene Technologie und nicht auf das Know-how des israelischen Start-ups Trigo mit Sitz in Tel Aviv zurück.

Abgesehen davon, dass das Start-up damit wirbt, dass ihr Konzept das Einkaufserlebnis mit lokal bezogenen, nachhaltigen Lebensmitteln und Getränken in den Mittelpunkt rücke, schwanken die Preise einzelner Produkte je nach Uhrzeit und Nachfrage, ähnlich wie der Benzinpreis an der Tankstelle.

Das Unternehmen plant nicht nur weitere Märkte in Deutschland zu eröffnen, sondern im nächsten Jahr auch ins Ausland zu expandieren. Zudem will das Start-up die selbst entwickelte Technologie auch anderen Händlern verkaufen. Müller Sarminento sieht für Autonomo mittelfristig ein Umsatzpotential von mehr als 500 Millionen Euro.

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