Unternehmen

Ifo: Unternehmen mit neuen Lieferstrategien

Laut einer Ifo-Umfrage haben die meisten Unternehmen in Deutschland ihre Einkaufsstrategie geändert. Fast 70% haben ihre Lagerbestände erhöht.
06.10.2022 15:29
Aktualisiert: 06.10.2022 15:29
Lesezeit: 1 min
Ifo: Unternehmen mit neuen Lieferstrategien
Die meisten Unternehmen in Deutschland haben ihre Einkaufsstrategie angepasst. (Foto: dpa) Foto: Jan Woitas

Wegen Lieferkettenproblemen haben die meisten Unternehmen in Deutschland ihre Einkaufsstrategie geändert. Bei einer Umfrage des Ifo-Instituts unter 4000 Unternehmen gaben 68 Prozent der Industriebetriebe an, sie hätten ihre Lagerbestände erhöht. 65 Prozent verbreiterten ihre Zulieferbasis mit neuen Lieferanten und Bezugsquellen. 13 Prozent holten ausgelagerte Produktionsprozesse zurück ins Unternehmen, teilten die Münchner Wirtschaftsforscher am Donnerstag mit.

Unternehmen passen Beschaffungsstrategie an

„Großunternehmen haben mehr Maßnahmen infolge von Lieferkettenstörungen ergriffen als kleine und mittlere Unternehmen“, sagte Ifo-Forscher Andreas Baur. „Zudem haben Großunternehmen vor allem Zuliefererstrukturen diversifiziert und überwachen ihre Lieferketten stärker. Kleine und mittlere Unternehmen setzten dagegen eher auf eine verstärkte Lagerhaltung.“



Im Mai 2021 hatte nicht einmal die Hälfte der Unternehmen eine Anpassung ihrer Beschaffungsstrategie geplant, wie die Erhebung ergab. Bei der jüngsten Umfrage vor drei Monaten sagten 87 Prozent der Industrieunternehmen, 76 Prozent der Großhändler und 63 Prozent der Einzelhändler, sie hätten ihre Strategie verändert.“ Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen Risiken in Lieferketten inzwischen neu bewerten“, sagte Baur.

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