Politik

China dämpft Hoffnungen auf Lockerung seiner Corona-Politik

China hat die jüngsten Hoffnungen auf eine Lockerung seiner strikten Null-Covid-Politik zurückgewiesen. Die Maßnahmen seien vollkommen richtig und wirksam.
05.11.2022 12:44
Aktualisiert: 05.11.2022 12:44
Lesezeit: 1 min
China dämpft Hoffnungen auf Lockerung seiner Corona-Politik
Null-Covid-Politik in China: Der Mitarbeiter einer Corona-Teststation fährt zu Bürgern, die unter häuslicher Quarantäne stehen, um ihnen Corona-Tests zu entnehmen. (Foto: dpa) Foto: Andy Wong

China hat jüngste Erwartungen einer Lockerung seiner strikten Politik zur Bekämpfung des Coronavirus zurückgewiesen. Die im Zuge der Null-Covid-Politik ergriffenen Maßnahmen seien "vollkommen richtig und maximal wirtschaftlich und wirksam", sagte Hu Xiang, eine Repräsentantin der Nationalen Gesundheitskommission, am Samstag bei einer Pressekonferenz.

Die Repräsentantin antwortete damit auf die Frage, ob die chinesische Politik zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in naher Zukunft geändert werde. "Wir sollten an dem Grundsatz festhalten, Menschen und Leben an die erste Stelle zu setzen, und an der umfassenden Strategie, das Einschleppen und die erneute Ausbreitung zu verhindern."

Zuletzt hatten sich in China Signale gemehrt, die als Abrücken der Regierung von ihrer strengen "Null-Covid-Politik" gedeutet worden waren. In der Wirtschaft und an den Finanzmärkten war die Erwartung gewachsen, dass die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft zumindest einige der strengen Beschränkungen aufheben könnte, die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie eingeführt wurden, aber die Wirtschaft erheblich belasten.

China betreibt eine Null-Covid-Politik, zu der Lockdowns, Quarantäne und strenge Tests gehören. In Kürze werde es erhebliche Kursänderungen geben, hatte etwa Chinas früherer Chef-Epidemiologe am Zentrum für Seuchenprävention, Guang Zeng, am Freitag gesagt. Es gebe immer mehr Voraussetzungen für solche Schritte, etwa neue Impfstoffe und Fortschritte in der Medikamentenforschung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Unternehmen
Unternehmen Brady macht Schluss mit Kabeln im Industrie-Etikettendruck

Industrie-Kennzeichnung galt lange als stationär, schwer und kabelgebunden. Brady bringt nun einen Hybrid-Drucker auf den Markt, der...

DWN
Technologie
Technologie Einigung in Brüssel: EU verschärft Regeln gegen Deepfakes
07.05.2026

Die EU will sexualisierte Deepfakes mithilfe von Künstlicher Intelligenz künftig verbieten und verschärft dafür das KI-Recht deutlich....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lufthansa trotzt Öl-Schock und hält Gewinnziel
07.05.2026

Steigende Ölpreise, Streiks und neue Risiken im Nahen Osten setzen die Lufthansa massiv unter Druck. Trotzdem überrascht der MDAX-Konzern...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energie-Schock bremst deutsche Konjunktur aus
07.05.2026

Der Iran-Krieg trifft Deutschlands Wirtschaft härter als erwartet. Steigende Energiepreise, schwache Exporte und sinkende Investitionen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Gewinn steigt trotz Umsatzdämpfer - was das für Anleger heißt
07.05.2026

Trotz schwächerer Erlöse überrascht Rheinmetall mit steigenden Gewinnen und ehrgeizigen Plänen im Marine-Geschäft. Die...

DWN
Politik
Politik Keine Einheit mit Südkorea? Nordkorea streicht Wiedervereinigung aus Verfassung
07.05.2026

Erstmals verzichtet Nordkorea in seiner Verfassung auf das Ziel der Einheit mit Südkorea. Experten interpretieren diesen Schritt höchst...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hohe Zinsen, schwaches Wachstum: Russische Wirtschaft verliert an Kraft
07.05.2026

Die russische Wirtschaft steht unter stetig wachsendem Druck, während schwache Konjunkturdaten Moskaus Stabilitätsversprechen infrage...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Chip-Aktien treiben Wall Street nach oben, da Hoffnungen auf Friedensabkommen steigen
06.05.2026

Spannende Wendungen und neue Allzeithochs: Entdecken Sie die Hintergründe der aktuellen Marktdynamik.

DWN
Politik
Politik EU-Mitgliedschaft: Warum andere Länder schneller vorankommen als die Ukraine
06.05.2026

Die EU-Erweiterung rückt durch neue geopolitische Risiken wieder ins Zentrum der europäischen Politik, doch nicht jeder Kandidat hat...