Politik

Saudi-Arabien: Verträge mit China über 30 Milliarden Dollar erwartet

Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen. Dort sollen Geschäfte im Wert von 30 Milliarden Dollar abgeschlossen werden.
07.12.2022 16:18
Lesezeit: 1 min

China hat seine bisher größte diplomatische Offensive in der arabischen Welt begonnen: Präsident Xi Jinping traf nach Angaben chinesischer Staatsmedien am Mittwoch zu einem Besuch in Saudi-Arabien ein.

Das Treffen zwischen der globalen Wirtschaftsmacht und dem Energieriesen vom Golf findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den USA durch die Kritik Washingtons an der Menschenrechtslage in Riad und die saudische Unterstützung für eine Drosselung der Ölförderung vor den US-Kongresswahlen im November belastet sind.

Laut staatlicher saudischer Nachrichtenagentur SPA soll die chinesische Delegation in dieser Woche mit Saudi-Arabien Geschäfte im Wert von 30 Milliarden Dollar sowie Abkommen mit anderen arabischen Staaten unterzeichnen.

Xis Reise umfasst direkte Gespräche mit Saudi-Arabien, aber auch ein Treffen mit den anderen Golfstaaten und ein weiteres Gipfeltreffen mit arabischen Führern. Das chinesische Außenministerium sprach von einem "epochalen Meilenstein in der Geschichte der Entwicklung der chinesisch-arabischen Beziehungen".

Es wird erwartet, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Xi einen großzügigen Empfang bereitet. US-Präsident Joe Biden hatte er dagegen im Juli wegen dessen Kritik an Saudi-Arabien betont kühl begrüßt.

Der Golf-Staat ist frustriert durch einen allmählichen Rückzug Washingtons aus dem Nahen Osten, wodurch er seine Sicherheitsgarantien bedroht sieht. "Peking belastet seine Partner nicht mit Forderungen oder politischen Erwartungen und mischt sich nicht in ihre inneren Angelegenheiten ein", schrieb der saudische Kolumnist Abdulrahman Al-Rashed in der in saudischem Besitz befindlichen Zeitung Asharq Al-Awsat.

Im Gegensatz zu Washington unterhält Peking aber gute Beziehungen zu Riads regionalem Rivalen Iran. Der Iran ist ein weiterer Öllieferant Chinas, dem größten Energieverbraucher der Welt. (Reuters)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Iran-Krieg eskaliert weiter: Wird das Regime in Teheran gestürzt?
21.03.2026

Der Iran-Krieg zwingt die Staaten am Persischen Golf zu einer grundlegenden Neubewertung ihrer Strategie und trifft besonders die...

DWN
Technologie
Technologie Neuer Audi RS5 kombiniert V6-Biturbo mit Elektro-Power
21.03.2026

Audi bringt mit dem neuen RS5 erstmals einen Hochleistungs-Plug-in-Hybrid von Audi Sport. Setzt das Modell neue Maßstäbe für Performance...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EuGH kippt Schienenmaut-Deckel: Drohen weniger Züge? Was Sie wissen sollten
21.03.2026

Der Schienenmaut-Deckel steht vor dem Aus – mit weitreichenden Folgen für den Bahnverkehr in Deutschland. Das EuGH-Urteil zwingt die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Payroll, Urlaub, Equal Pay: Diese 5 BAG-Urteile müssen Unternehmen kennen
21.03.2026

Ein Blick auf Urteile des Bundesarbeitsgerichts aus den Jahren 2024 und 2025 zeigt, wie stark arbeitsgerichtliche Entscheidungen inzwischen...

DWN
Technologie
Technologie Kernenergie: China und Russland bauen Atomkraft weiter aus
21.03.2026

Chinas Ausbau von Kernkraftwerken hält die globale Atomindustrie auf Rekordniveau. Doch außerhalb Chinas stagniert der Markt...

DWN
Politik
Politik S.EU im Gesetzgebungsprozess: Neue EU-Unternehmensform mit 1 Euro Mindestkapital
21.03.2026

Die EU-Kommission plant mit der S.EU eine einheitliche Unternehmensform mit 1 Euro Mindestkapital und schneller Online-Gründung. Wird sie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Pentagon und Anthropic im Konflikt: KI im Militäreinsatz entfacht Debatte
21.03.2026

Der Konflikt zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und dem Pentagon zeigt, wie eng Technologieunternehmen inzwischen in militärische...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Bosch-Dominoeffekt: Wie Deutschland seine Industrie verliert
21.03.2026

Was bei Bosch in Waiblingen beginnt, endet in einer existenziellen Zerreißprobe für den gesamten Industriestandort. Wir erleben gerade...