Wirtschaft

Aquarium mit 1.500 Fischen in Berliner Hotel geplatzt

In dem Hotel Radisson Blue ist das riesige Sea Life Aquarium geplatzt. Eine Million Liter Wasser und 1.500 Fische strömten bis auf die Straße.
16.12.2022 13:23
Aktualisiert: 16.12.2022 13:23
Lesezeit: 2 min

In Berlin ist am Freitagmorgen ein riesiges Aquarium geplatzt. Dabei wurden eine Million Liter Wasser und 1.500 exotische Fische auf eine stark befahrene Kreuzung gegenüber dem wieder aufgebauten Stadtschloss geschleudert. Zeugen berichteten, dass sie gegen 5:45 Uhr Ortszeit eine laute Explosion hörten, als der Glastank zersprang. Die Welle schlug durch Türen und Fenster und überschwemmte die Straße.

Zwei Menschen wurden laut Polizeiangaben durch umherfliegende Glassplitter verletzt und die Rettungskräfte untersuchten nach eigenen Angaben 35 Personen. Rettungshunde durchsuchten die Trümmer auf der Suche nach weiteren Opfern. Mit automatischen Waffen bewaffnete Beamte und rund 100 Rettungskräfte kamen am frühen Morgen zum Unglücksort.

Die Polizei sagte, dass der Vorfall wahrscheinlich nicht auf eine vorsätzliche Tat zurückzuführen sei. Es sei jedoch noch zu früh, um zu sagen, warum und wie die transparente Hülle des 16 Meter hohen zylindrischen Tanks zerbrechen konnte. Der Tank befand sich im glasüberdachten Atrium des Radisson-Hotels, überblickte das Café und die Rezeption und tauchte die Lobby in blassblaues Licht.

Besucher des angrenzenden AquaDom & Sea Life Center konnten das Aquarium mit einem Aufzug besuchen, der durch die Mitte des Aquariums fuhr. Auf der Website des AquaDom heißt es, das Becken sei das größte seiner Art auf der Welt.

Sandra Weeser, die im Hotel wohnte, erzählte gegenüber Fernsehteams, dass sie in ihrem Zimmer schlief, als sie einen lauten Knall hörte. "Ich dachte, es sei ein Erdbeben", sagte sie. "Dann bin ich wieder eingeschlafen." Als sie aufwachte und erfuhr, was sich nur wenige Meter entfernt ereignet hatte, packte sie ihre Sachen und verließ das Hotel, vorbei an den Trümmern. "Alles im Haus ist zerstört, überall liegen tote Fische herum", sagte sie.

Der Komplex, in dem das Aquarium untergebracht ist, beherbergt auch ein ein DDR-Museum. Es befindet sich im ehemaligen historischen Zentrum Berlins, gegenüber dem Dom, dem wieder aufgebauten Hohenzollernschloss und der Museumsinsel. Nach Angaben der Polizei hielten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls rund 350 Personen in dem Hotel auf. Die Hotelgäste wurden evakuiert und in Bussen untergebracht, die zum Tatort gebracht wurden.

Der Tank des Rieses-Aquariums besteht aus Plexiglas und hat einen Durchmesser von 11,5 Metern, wie auf der Website des Betreibers zu lesen ist. Das Becken enthielt 1.000 Kubikmeter Salzwasser und war nach Angaben des Betreibers erst im Jahr 2020 renoviert worden. Das Aquarium beherbergte mehr als 100 verschiedene exotische Fischarten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Steigende Ausschüttungen: Diese Dividendenaktien gelten als besonders robust
03.05.2026

Dividendenaktien mit jahrzehntelang steigenden Ausschüttungen gelten als stabiler Baustein für langfristige Anleger. Doch wie sinnvoll...

DWN
Finanzen
Finanzen Hin und Her macht Taschen leer: Wenn Emotionen den Markt treiben
03.05.2026

Die Börse zittert – nicht wegen Fakten, sondern wegen Stimmungen. Tweets, Schlagzeilen und kurzfristige Impulse treiben Kurse in...

DWN
Finanzen
Finanzen Kunst als alternative Geldanlage: Warum Einsteiger oft klein beginnen müssen
03.05.2026

Der Aufbau einer Sammlung wirkt für viele komplex und exklusiv, doch zunehmend rücken auch erschwingliche Objekte als alternative...

DWN
Finanzen
Finanzen V2G für E-Autos: Wie Fahrzeughalter am Strommarkt verdienen könnten
03.05.2026

E-Autos könnten mit V2G künftig stärker in das Stromnetz eingebunden werden und Besitzern neue Einnahmen ermöglichen. Welche Hürden...

DWN
Politik
Politik Energiepreise: EU erlaubt mehr Staatshilfen für Industrie und Landwirte
03.05.2026

Die Industrie ächzt unter hohen Energiepreisen, Landwirte sorgen sich mit Blick auf Düngemittel. Die EU-Staaten dürfen ihnen deshalb...

DWN
Panorama
Panorama Kultfahrzeuge aus der DDR: Warum Trabant, Wartburg und Simson weiterleben
03.05.2026

Einst ausgemustert, heute begehrt: Fahrzeuge aus der DDR gelten als Kultobjekte mit wachsender Fangemeinde. Doch hinter dem nostalgischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Stagflationsschock: EU warnt vor Finanzkrise durch milliardenschwere Energiepreisbremsen
03.05.2026

Die EU-Kommission warnt vor einer Finanzkrise infolge des Irankriegs. Grund sind die um 60 Prozent gestiegenen Energiepreise und drohende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Haushalt vor Neuordnung: Europäischer Rechnungshof zweifelt an Reform
02.05.2026

Der geplante EU-Haushalt stellt die Finanzordnung der Europäischen Union vor einen tiefen Umbau und ruft den Europäischen Rechnungshof...