Politik

US-Armee und Südkoreas Streitkräfte beginnen Großmanöver

Amerikanische und südkoreanische Streitkräfte führen derzeit ein Großmanöver durch. Nordkorea droht mit Konsequenzen.
03.03.2023 10:00
Aktualisiert: 03.03.2023 10:25
Lesezeit: 1 min
US-Armee und Südkoreas Streitkräfte beginnen Großmanöver
Pressekonferenz zur Übung «Freedom Shield» in Südkorea. (Foto: dpa) Foto: Chung Sung-Jun

Die USA wollen zusammen mit ihrem Verbündeten Südkorea in diesem Monat neue Militärübungen abhalten. Die Kommandoübung „Freedom Shield“ (Freiheitsschild) werde am 13. März beginnen und ohne Unterbrechung elf Tage dauern, teilten die US-Streitkräfte Korea (USFK) am Freitag mit. In die Stabsrahmenübung, die auf Computersimulationen beruht, sollen demnach auch Übungen im Gelände integriert werden.

Verschiedene Feldübungen unter dem Codenamen „Warrior Shield FTX“ (Kriegerschild) liefen bereits, erläuterte ein USFK-Sprecher. Weitere Trainingseinheiten würden auch während „Freedom Shield“ laufen. Wie viele Soldaten dabei eingesetzt werden, war zunächst unklar. Zweck der Übungen sei es, die militärische Kooperation der Streitkräfte beider Länder durch „Luft-, Land-, See-, Weltraum-, Cyber- und Spezial-Einsätze“ zu verbessern, hieß es.

Zur Abschreckung Nordkoreas haben die USA 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert. Wie Japan stellen die USA auch Südkorea unter ihren atomaren Schutzschirm.

Das wegen seines Atomwaffenprogramms isolierte Nordkorea hatte zuletzt mit harten Gegenmaßnahmen gedroht, sollten die USA und Südkorea weitere Militärübungen veranstalten. Beobachter sahen dies als Hinweis auf eine neue Serie von Raketentests oder einen neuen Atomtest. Washington und Seoul weisen alle Vorwürfe Pjöngjangs zurück, mit den Manövern einen Angriff vorzubereiten.

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hat seit vergangenem Jahr deutlich an Brisanz gewonnen. Nordkorea erhöhte trotz Verbots durch UN-Resolutionen Umfang und Tempo seiner Raketentests. Südkorea und die USA nahmen ihre Manöver wieder voll auf.

Solche Übungen haben in der Vergangenheit immer wieder scharfe Reaktionen Nordkoreas ausgelöst bis hin zu Raketentests und Nukleardrohungen. Nordkorea sieht die gemeinsamen Übungen als Beweis dafür, dass die USA und ihre Verbündeten dem Land feindlich gesinnt sind und nach einem Regimewechsel trachten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU Single Rulebook: Warum der 10. Juli 2027 für Banken zum wichtigen Stichtag wird

Die europäische Geldwäschebekämpfung wird mit einem grundlegenden Wandel konfrontiert. Mit der Anti-Money Laundering Regulation (AMLR)...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Aktien schließen wegen steigender Ölpreise und kletternder Anleiherenditentitle
10.09.2026

Erfahren Sie, welche Dynamiken die US-Märkte derzeit beherrschen und welche Einzelwerte sich gegen den Trend stemmen.

DWN
Technologie
Technologie Daimler Truck investiert groß in Wasserstoff-Lkw
10.09.2026

Während viele Hersteller beim Wasserstoff zurückstecken, investiert Daimler Truck weiter kräftig in die Technologie. Der Konzern setzt...

DWN
Politik
Politik Öl gibt es genug. Warum ist Diesel dann rekordteuer?
10.09.2026

Der Ölpreis ist hoch, aber nicht auf Rekordniveau. Trotzdem ist Diesel so teuer wie nie. Der Grund liegt nicht allein beim Rohöl, sondern...

DWN
Politik
Politik Neuer Umfragedämpfer bringt Bundeskanzler Merz weiter unter Druck: CDU stürzt in Mecklenburg-Vorpommern ab
10.09.2026

Nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt wächst der Druck auf Friedrich Merz. Schwache Umfragewerte in Mecklenburg-Vorpommern und ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie im Fokus: Volkswagen drohen bis zu 16 Milliarden Euro Umbaukosten
10.09.2026

Der geplante Sparkurs bei Volkswagen hat einen hohen Preis: Bis zu 16 Milliarden Euro könnten Stellenabbau und mögliche...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Zinsentscheid: EZB erhöht Zinsen auf 2,5 Prozent
10.09.2026

EZB-Zinsentscheid: Die EZB erhöht den Einlagenzins auf 2,5 Prozent – und rechnet trotzdem noch Jahre mit erhöhter Inflation. Während...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzins-Prognose: Lagarde droht der Fehler von 2011
10.09.2026

Die nächste Zinserhöhung der EZB gilt beinahe als ausgemacht. Doch ausgerechnet die Erfahrung von 2011 zeigt, wie riskant ein solcher...

DWN
Technologie
Technologie Warum jeder vierte Deutsche aufs E-Auto umsteigen will
10.09.2026

Deutschland zeigt überraschend viel Interesse am Elektroauto: 27 Prozent der Besitzer von Benzin- oder Dieselautos planen den direkten...