Wirtschaft
Anzeige

Warum die Strompreise aus dem Ruder laufen

Hierzulande sind die Strompreise so hoch wie fast nirgendwo sonst auf der Welt. Warum ist das so? Und was können die Bürger tun?
01.04.2023 09:06
Lesezeit: 2 min

Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten der Welt. In Europa bezahlen nur die Dänen und die Belgier ähnlich viel wie die Deutschen, weltweit liegen die Tarife im Schnitt deutlich tiefer.

Wie das Handelsblatt berichtet, liegt der Durchschnittspreis für Strom hierzulande derzeit bei rund 48 Cent pro Kilowattstunde und damit deutlich über den Tarifen in anderen europäischen Ländern, deren Preise mehrheitlich zwischen 20 und 30 Cent liegen. Der aktuelle Preis von 48 Cent stellt einen massiven Anstieg dar, denn in den vergangenen Jahren mussten die Deutschen zwischen 29,4 Cent (2018) und 32,7 Cent (2022) bezahlen.

Die Preise hierzulande steigen schon seit Jahren kontinuierlich. Stand 21. Februar 2023 betrug der durchschnittliche Preis für Neukunden hierzulande 36,4 Euro-Cent je Kilowattstunde. Im Februar 2021 waren es noch rund 24 Cent, berichtet der NDR.

Der Anstieg der Preise für Haushaltsstrom ist Folge der Entwicklung der Großhandelspreise: Diese lagen im Jahr 2020 noch bei rund 30 Euro je Megawattstunde, bereits 2021 dann knapp unter 100 Euro. Ende Januar 2023 wurden im sogenannten Day-Ahead-Handel zur Lieferung von Strom am nächsten Tag mehrfach Stände um 270 Euro registriert. Die Großhandelspreise haben sich demnach innerhalb weniger Jahre vervielfacht.

Bei der Berechnung der Preise und ihren Auswirkungen auf die Finanzen der Verbraucher muss allerdings die Kaufkraft der jeweiligen Länder berücksichtigt werden – so zahlen beispielsweise die Bulgaren zwar viel niedrigere Strompreise als die Deutschen, sie verfügen aber verglichen mit diesen nur über einen Bruchteil der Einkommen, weshalb die Preise dort real höher liegen als in Deutschland. Doch selbst wenn man die Kaufkraft berücksichtigt, zahlen die Deutschen seit vielen Jahren außerordentlich hohe und zudem steigende Strompreise.

Warum sind die Preise hierzulande so hoch? Wie reagiert die Politik darauf? Und was können die Bürger tun, um die Stromrechnung zu verringern? Das lesen Sie im Rest des Artikels in unserem neuen ePaper.


DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Tech-Aktien legen zu, während der Ölpreis wegen US-Iran-Gesprächen sinkt
03.08.2026

Spannung an den Märkten: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die Wall Street heute beflügelt haben.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VDI-Ingenieurmonitor: Arbeitslosigkeit unter Ingenieuren erreicht Rekordniveau
03.08.2026

Ingenieure und Informatiker galten lange als besonders gefragt. Doch aktuelle Zahlen zeigen, dass selbst technische Berufe die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Getreideernte droht ein Einbruch, wie er seit Jahrzehnten nicht zu sehen war
03.08.2026

Hitzewellen in Europa, die niedrigsten Prognosen für die Getreideernte in den USA seit 1970 und durch Kriege gestörter Handel treiben die...

DWN
Finanzen
Finanzen Amazon-Aktie auf Rekordhoch: KI-Nachfrage treibt Amazon über Börsenwert von 3 Billionen US-Dollar
03.08.2026

Die Rekordjagd der Tech-Konzerne geht weiter: Die Amazon-Aktie klettert kräftig, der US-Tech-Gigant knackt erstmals die Marke von drei...

DWN
Panorama
Panorama AfD-Verbotsverfahren: Über 1.000 Juristen fordern in offenem Brief AfD-Verbot
03.08.2026

Mehr als 1.000 Juristinnen und Juristen erhöhen den Druck auf die Politik und verlangen ein AfD-Verbotsverfahren. Ein offener Brief sorgt...

DWN
Politik
Politik Rente mit 63 vor dem Aus? Das wären die Folgen
03.08.2026

Kaum ein Thema bewegt Millionen Beschäftigte so sehr wie der frühere Renteneintritt. Die geplanten Reformen könnten das Rentensystem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Schwedens kleinste Mine profitiert vom Goldpreis
03.08.2026

Botnia Gold betreibt eine der kleinsten Gold-Minen Europas. Doch hohe Preise für Gold und Silber haben dem Unternehmen einen starken Start...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Bitcoin kann laut Kryptoprofis den Dollar nicht ersetzen
03.08.2026

Die Tech-Rally läuft weiter, doch unter der Oberfläche wächst die Nervosität. Microsoft und Amazon retten den KI-Glauben, Steve Eisman...