Unternehmen

Deutschland will Halbleiter-Kooperation mit Taiwan ausbauen

Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger spricht sich für eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Taiwan auf dem Gebiet der Halbleiterforschung aus. Taiwan ist größter Chip-Produzent der Welt.
22.03.2023 10:09
Aktualisiert: 22.03.2023 10:09
Lesezeit: 1 min

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger will die Zusammenarbeit mit Taiwan auf dem Gebiet der Halbleiter- Wasserstoff- und Batterieforschung ausbauen. „Deutschland ist sehr stark in Grundlagenforschung, Taiwan sehr stark in der Anwendung und dem Transfer“, sagte die FDP-Politikerin am Mittwoch während ihres zweitägigen Besuchs in Taipeh.

Kommt die taiwanesische Chip-Fabrik in Sachsen?

Auf mögliche Pläne des Halbleiter-Herstellers TSMC, in Sachsen eine Chip-Fabrik zu errichten, ging sie nur am Rande ein. Dies liege eher in der Kompetenz des Wirtschaftsministeriums und des Kanzleramtes. Aber natürlich habe man hohes Interesse. Man wolle in Deutschland und Europa eine Chip-Infrastruktur aufbauen. „Taiwan kann dabei Vorbild und Partner sein.“

Chinesische Kritik an dem Besuch auf der Insel, die von Peking als abtrünnige Provinz angesehen wird, wies Stark-Watzinger erneut zurück. Sie führe die Gespräche als Fachministerin, man habe „alle relevanten Akteure“ eingebunden.

Kritik aus Peking an Stark-Watzingers Taiwan-Besuch

„Die Reise nach Taiwan ist im Rahmen der Ein-China-Politik der Bundesregierung“, betonte sie. Der Besuch sei mit Kanzleramt und Außenministerium vorbereitet worden. Deutschland erkennt nur China als unabhängigen Staat an, sucht zu dem demokratisch organisierten Taiwan aber unterhalb der diplomatischen Ebene engere Kontakte. Die Bundesregierung hatte am Dienstag gelassen auf chinesische Kritik an dem Besuch reagiert.

Es gebe einen weltweiten Wettbewerb um mehr technologische Souveränität, begründete Stark-Watzinger ihre Reise. Taiwan verfüge über modernste Technik, sei aber gleichzeitig eine offene und freie Gesellschaft sowie ein Rechtsstaat. Deshalb könne man mit einem Wertepartner auch Fragen im Bereich der Künstlichen Intelligenz diskutieren. Die Zusammenarbeit auf Fachebene solle künftig Normalität werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Verkehrs-Umfrage: Über ein Drittel meidet Züge wegen Pannen
23.04.2026

Alljährlich lässt die HUK Coburg abfragen, welche Verkehrsmittel die deutsche Bevölkerung bevorzugt. Die neue Ausgabe offenbart vor...

DWN
Politik
Politik EU-Energiegipfel: Umweltverbände dringen auf Ende fossiler Energieimporte
23.04.2026

Die Energiepreise steigen weiter, manche warnen vor einem Kerosinmangel. Kanzler Merz und seine EU-Kollegen besprechen heute Wege aus der...

DWN
Politik
Politik Trumps Kurs im Iran-Konflikt: Zweifel an der US-Regierung wachsen
23.04.2026

Donald Trump verschärft mit seinem Kurs im Iran-Konflikt die Zweifel an der strategischen Verlässlichkeit der USA. Welche Schwächen im...

DWN
Politik
Politik Kein Öl mehr aus Kasachstan: Russland stoppt Lieferung nach Deutschland
23.04.2026

Ab kommender Woche wird kein Öl aus Kasachstan mehr durch die Pipeline Druschba nach Deutschland und zur PCK-Raffinerie in Schwedt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Galeria: Warenhauskette sichert sich neuen Kredit
23.04.2026

Gestundete Mietzahlungen, drohende Filialschließungen: Galeria kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Ein neuer Kredit soll die Lage...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verkaufsverbot in Deutschland: Universal Robots bremst chinesische Konkurrenz aus
23.04.2026

Der Druck auf Europas Robotik-Industrie wächst, während chinesische Anbieter mit aggressiver Expansion auf den deutschen Markt drängen....

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: S&P 500 erreicht Rekordhoch – Aktien steigen wegen Verlängerung der Iran-Waffenruhe und starken Quartalszahlen
22.04.2026

Spannende Entwicklungen an der Wall Street: Erfahren Sie, welche Dynamiken den Markt aktuell beherrschen und warum Investoren jetzt genau...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftswende abgesagt: Deutschland erwartet Mini-Wachstum und halbiert Konjunkturprognose
22.04.2026

Nicht nur die Folgen des Iran-Kriegs bremsen die Konjunktur in Deutschland weiter aus. Die Bundesregierung rechnet nur noch mit einem...