Politik

Deutsche Versicherungen erneuern Schutz für Nord Stream 1

Die infolge des Sprengstoffanschlags beschädigte Nord Stream 1-Pipeline erhält erneuten Versicherungsschutz - ein ungewöhnlicher Vorgang.
05.04.2023 10:04
Aktualisiert: 05.04.2023 10:04
Lesezeit: 1 min
Deutsche Versicherungen erneuern Schutz für Nord Stream 1
Der Versicherungsschutz für die Nord Stream- Pipeline wurde erneuert. (Foto: dpa) Foto: Jens Büttner

Zwei große deutsche Versicherungen haben ihren Versicherungsschutz für die beschädigte Nord Stream 1-Pipeline erneuert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezugnahme auf namentlich nicht genannte Quellen berichtet, soll es sich dabei um die Allianz und die Münchner Rückversicherung handeln.

Die Entscheidung der beiden Versicherungen ist bemerkenswert, weil sie einen möglichen Weiterbetrieb der Pipeline in der Zukunft zumindest als nicht ausgeschlossen erscheinen lässt.

Interessant ist zudem, dass die Bundesregierung dem erneuten Versicherungsschutz explizit zugestimmt beziehungsweise diesen nicht verhindert hatte, wie mehrere Medien berichten. Berlin wünscht sich eigentlich eine komplette Abkopplung von russischen Energieträgern und hat sich auch zur Frage, wer die Pipelines sprengte, bislang öffentlich überhaupt nicht geäußert, obwohl es sich bei Nord Stream wahrscheinlich um das wichtigste einzelne Energie-Infrastrukturprojekt des Landes handelt.

Wie namentlich nicht genannte Quellen sagten, sind einige der deutschen Anteilseigner der Pipeline dafür, diese zumindest in einem betriebsfähigen Zustand zu halten, für den Fall, dass sich die Beziehungen zu Russland in Zukunft wieder verbessern und ein erneuter Betrieb in Frage stünde, berichtet TVP.

Der Versicherungsschutz stellt zudem eine wichtige Vorbedingung für mögliche Reparaturen an der Pipeline dar.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik So hat sich die EU ihre technologische Unabhängigkeit vorgestellt
07.06.2026

Die EU will ihre Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen verringern. Statt schneller Abkopplung setzt Brüssel auf Chips, Cloud, KI und Open...

DWN
Immobilien
Immobilien Horrende Mieten in Deutschland: 6,6 Millionen Haushalte finanziell überlastet
07.06.2026

In Deutschland ist inzwischen jeder dritte Mieterhaushalt von den Wohnkosten finanziell überlastet. Das ergab eine Studie des...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-IPO könnte zum Wendepunkt für Weltraum-Aktien werden
07.06.2026

Die Vorfreude auf den Börsengang von SpaceX treibt Weltraum-Aktien auf immer neue Höhen. Doch gerade die größten Euphoriephasen an den...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögen schützen: Interessenskonflikte im Asset Management erkennen
07.06.2026

Vermögensverwalter betonen gerne ihre Unabhängigkeit und die Ausrichtung am Kundenwohl. Doch hinter den Kulissen wirken häufig Anreize,...

DWN
Immobilien
Immobilien Wende am Immobilienmarkt: Hier lohnt sich Wohneigentum wieder
07.06.2026

Der deutsche Immobilienmarkt kommt in Bewegung. Gerade Eigentumswohnungen werden wieder interessanter, allerdings bleiben die regionalen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Was die Chinesen in Europa alles aufkaufen
07.06.2026

Ein halbes Dutzend aufsehenerregender Übernahmen – welche haben am meisten wehgetan?

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI-Einsatz in Deutschland: KI bleibt in Unternehmen oft im Testlauf stecken
07.06.2026

Der Hype um Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft ist groß. Doch der Schritt vom ersten Testlauf in den täglichen...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie: Mit ID. Polo und Cupra Raval beginnt die Elektro-Offensive von Volkswagen
07.06.2026

Volkswagen startet mit einer neuen Generation kompakter Elektroautos in einen der wichtigsten Wachstumsmärkte Europas. Die Erwartungen an...