Politik

Baerbock strebt globale Ziele für Ausbau von Erneuerbaren Energien an

Bundesaußenministerin Baerbock will verbindliche Ziele für den globalen Ausbau von Wind- und Solar-Energie. Außerdem sagte Baerbock, Deutschland werde seine finanzielle Unterstützung an ärmere Staaten deutlich erhöhen, damit diese ihre Klimaziele erreichten.
02.05.2023 13:38
Aktualisiert: 02.05.2023 13:38
Lesezeit: 1 min

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock will auf ein globales Ziel für den Ausbau Erneuerbarer Energien hinarbeiten. Das kündigte Baerbock zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs am Dienstag in Berlin an. Sie verwies darauf, dass die reichsten westlichen Industriestaaten G7 sich solche Ziele bereits gesetzt hätten. Sie wolle sich jetzt dafür einsetzen, dass der Ausbau von Wind- und Solarenergie auch global verbindliche Ziele bekomme. „Ja, das ist etwas Neues“, sagte Baerbock.

Zum Klimadialog kommen Vertreter von mehr als 40 Staaten in die deutsche Hauptstadt, um die bevorstehende Weltklimakonferenz in Dubai vorzubereiten. Das Treffen sei keine normale Konferenz, die nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner suche, betonte Baerbock. Ausrichter sind neben Deutschland die Vereinigten Arabischen Emirate als Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz COP 28 vom 30. November bis 10. Dezember in Dubai. Der Klimadialog gilt als Vorbereitung für die Konferenz. Zu den Teilnehmern in Berlin zählt unter anderen der US-Sondergesandte für Klima, John Kerry.

Deutschland erhöht Zahlungen an ärmere Staaten

Nach Einschätzung von Baerbock werden die reichen Länder ihr langjähriges Versprechen zur finanziellen Unterstützung ärmerer Staaten beim Klimaschutz in diesem Jahr einhalten. „Die gute Nachricht ist: So wie es jetzt aussieht, sind wir auf einem Weg, dass wir dieses Jahr endlich die Summe von 100 Milliarden US-Dollar erreichen können“, sagte die Grünen-Politikerin beim Petersberger Klimadialog am Dienstag in Berlin. Eigentlich wollen entwickelte Länder diese Summe jedes Jahr zur Verfügung stellen.

Deutschland habe bereits zugesagt, den eigenen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung auf mindestens sechs Milliarden Euro zu erhöhen, sagte Baerbock. Für den Klimaschutz und die Anpassung an die zunehmende Erderwärmung seien aber mehrere Billionen nötig. „Öffentliche Mittel allein werden diesen Bedarf nicht abdecken können. Deswegen geht es darum, auch massiv private Mittel zu mobilisieren.“

Deutschland setze sich gemeinsam mit den USA für Reformen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank ein. „Wir wollen Klimafinanzierung zum festen Bestandteil des Geschäftsmodells der Weltbank machen.“ Baerbock betonte die existenzbedrohenden Auswirkungen des Klimawandels auf manche Länder und erklärte: „Für uns alle ist diese Krise die größte Sicherheitsherausforderung unserer Zeit.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Kultfahrzeuge aus der DDR: Warum Trabant, Wartburg und Simson weiterleben
03.05.2026

Einst ausgemustert, heute begehrt: Fahrzeuge aus der DDR gelten als Kultobjekte mit wachsender Fangemeinde. Doch hinter dem nostalgischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Stagflationsschock: EU warnt vor Finanzkrise durch milliardenschwere Energiepreisbremsen
03.05.2026

Die EU-Kommission warnt vor einer Finanzkrise infolge des Irankriegs. Grund sind die um 60 Prozent gestiegenen Energiepreise und drohende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Haushalt vor Neuordnung: Europäischer Rechnungshof zweifelt an Reform
02.05.2026

Der geplante EU-Haushalt stellt die Finanzordnung der Europäischen Union vor einen tiefen Umbau und ruft den Europäischen Rechnungshof...

DWN
Politik
Politik Island wägt EU-Beitritt neu ab: Fischerei wird zum Schlüsselthema
02.05.2026

Die EU verstärkt ihre Annäherung an Island und bringt dabei insbesondere die Fischereiregeln erneut in die politische Debatte ein....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Phänomen Zeitarmut: Wenn Arbeit die Lebenszeit auffrisst - 5 hilfreiche Strategien
02.05.2026

Mehr Arbeiten? Der Tag hat nur 24 Stunden - warum immer mehr Menschen an ihre Grenzen stoßen und Berufstätigen bis zum Feierabend oft...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ford Tourneo Custom PHEV im Test: Großraum-Van fährt auch elektrisch
02.05.2026

Ein großer Van, der auch elektrisch fährt. Kann der Ford Tourneo Custom PHEV den Diesel ersetzen?

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Militärlogistik im Wandel: Lkw-Hersteller drängen in die Rüstungsindustrie
02.05.2026

Die Militärindustrie eröffnet europäischen Lkw-Herstellern neue Geschäftsfelder, in denen Nutzfahrzeuge zu vernetzten Einsatzsystemen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Studie der Allbright Stiftung: Frauenquote in Familienunternehmen bleibt niedrig
02.05.2026

Der Frauenanteil in den Führungsetagen deutscher Familienunternehmen stagniert seit Jahren auf niedrigem Niveau. Trotz wachsender Debatten...