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14.06.2023 11:45  Aktualisiert: 14.06.2023 11:45
Der Dax hat am Mittwoch sein erst drei Wochen altes Rekordhoch übertroffen. Das Plus seit Jahresbeginn beträgt nunmehr 17 Prozent. Hintergrund ist Aussicht auf ein mögliches Ende der Zinsanstiege in den USA.

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Die alte Bestmarke ist gerade einmal ein paar Wochen alt. Aber die Aussicht auf eine weniger straffe Geldpolitik in den kommenden Monaten treibt den deutschen Leitindex aus Sicht von Experten weiter nach oben.

Der Dax hat am Mittwoch sein erst wenige Wochen altes Rekordhoch übertroffen. Anleger setzen weiterhin auf eine Pause bei den Zinserhöhungen in den USA. Spannend wird es dabei am Abend, wenn die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank ansteht. Zuletzt stieg der deutsche Leitindex um 0,63 Prozent auf 16 332,16 Punkte. Er baute damit sein bisheriges Jahresplus auf etwa 17 Prozent aus. Die bisherige Bestmarke stammte mit 16 331 Punkten aus dem Mai.

Eine große Mehrheit der Marktteilnehmer und Ökonomen rechnet am Mittwoch damit, dass die Währungshüter nach zehn Zinserhöhungen in Folge zunächst eine Zinspause einlegen werden. «Die Inflation in den USA kühlt sich weiter ab und macht damit den Weg frei für die erste Pause nach 15 Monaten Zinserhöhungszyklus der Federal Reserve», schrieb am Morgen der Experte Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Die Aussicht auf eine weniger straffe Geldpolitik in den kommenden Monaten treibe den deutschen Leitindex im Vorfeld der beiden Notenbanksitzungen weiter nach oben, ergänzte Oldenburger.

Nach der Fed am Abend fällt am Donnerstag auch die Europäische Zentralbank ihre nächste Entscheidung. Bei den Europäern geht der Markt aber von einer Anhebung um nochmals 0,25 Prozentpunkte aus. Hoffnung, dass die EZB es aber auch bald etwas ruhiger angehen lassen könnte, machten zuletzt Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Teuerungsrate hatte im Mai in der Eurozone überraschend deutlich nachgegeben auf 6,1 Prozent, wenngleich das immer noch deutlich über dem Ziel der EZB liegt.

Zinserhöhungspausen oder gar ein sich abzeichnendes Ende des Zinserhöhungszyklus nähren bei Investoren Hoffnungen auf eine bessere wirtschaftliche Entwicklung. Denn höhere Zinsen bremsen diese, da sie die Finanzierung für Unternehmen verteuert und auch Konsum- und Immobilienkredite kostspieliger werden. (dpa)


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