Politik

Wieder Straßenblockaden fürs Klima in Berlin

Man wolle Berlin mit Straßenblockaden lahmlegen, hatte die Letzte Generation ihre Aktionswochen angekündigt. Autofahrer sind genervt und teils aggressiv.
22.09.2023 12:39
Aktualisiert: 22.09.2023 12:39
Lesezeit: 1 min
Wieder Straßenblockaden fürs Klima in Berlin
Klima-Blockade einer Straßenkreuzung am Donnerstag in Berlin. (Foto: dpa) Foto: Sascha Meyer

Mit mehreren Straßenblockaden haben Demonstranten der Klimaschutzgruppe Letzte Generation am Freitagvormittag den Verkehr in Berlin gestört. Die Polizei sprach von zehn Blockaden, von denen aber vier durch schnelles Eingreifen auf den entsprechenden Kreuzungen verhindert worden seien. Auch die weiteren drei Sitzblockaden und drei Blockaden durch sehr langsames Gehen, sogenannte Laufblockaden, auf der Straße seien recht zügig beendet worden. Insgesamt hätten sich 75 Unterstützer der Letzten Generation beteiligt.

Letzte Generation postet Videos von aggressiven Autofahrern

Die Letzte Generation stellte Videos ins Internet, in denen zu sehen war, wie Autofahrer, die durch die Blockaden behindert werden, laut hupen und langsam gehende Demonstranten nach und nach mit ihrem Auto wegschieben, um sich einen Weg zu bahnen. Am Donnerstag hatte die Gruppe Videos veröffentlicht, in denen ein Radfahrer einen Demonstranten packt und auf den Gehweg schleudert.

Mehr als 500 Polizisten im Einsatz

Die Polizei war wegen der Proteste in den vergangenen Tagen mit jeweils 500 bis 600 Polizisten im Einsatz. Verstärkt wurden auch Zivilpolizisten eingesetzt. Allein in dieser Woche kamen bislang mehr als 300 Strafanzeigen gegen die Demonstranten wegen Nötigung im Straßenverkehr und teils auch Widerstand gegen die Polizei zusammen. Die Staatsanwaltschaft leitete seit 2022 etwa 2500 Ermittlungsverfahren ein. Das Amtsgericht Tiergarten fällte mehr als 140 Urteile. 74 Urteile sind rechtskräftig.

Die Letzte Generation fordert inzwischen ein schnelleres Ende der Nutzung von Energieträgern wie Erdgas, Öl und Kohle schon bis 2030. Seit Beginn der Blockadeaktionen Anfang 2022 wechselten ihre Forderungen immer mal wieder. (dpa)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik CDU gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Das sind die Folgen für Berlin
23.03.2026

Nach der Rheinland-Pfalz-Wahl beginnt die Phase der politischen Neuordnung. Parteien ringen um Deutungshoheit und Strategien, während...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lynk & Co 02 im Marktcheck: Wie überzeugend ist das Gesamtpaket?
23.03.2026

Kompakte Elektroautos im Bereich um 35.000 Euro stehen zunehmend im Fokus von Herstellern und Käufern, da Förderung, Ausstattung und...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Rally bleibt aus – trotz Iran-Krieg: Schweizer Privatbank Julius Bär erklärt die Gründe
23.03.2026

Der Goldpreis reagiert trotz des Iran-Kriegs, steigender Energiepreise und wachsender Inflationssorgen ungewöhnlich verhalten und bleibt...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Räte warnen vor Inflation – steigen die Leitzinsen bald wieder?
22.03.2026

Unsichere Märkte, steigende Inflation und wachsende Risiken: Die EZB-Leitzinsen rücken erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mehrere...

DWN
Politik
Politik Spritpreise in Polen: Warum die Tankfüllung in Polen deutlich günstiger ist
22.03.2026

Die explodierenden Kraftstoffpreise treiben viele deutsche Autofahrer nach Polen, um deutlich günstiger Benzin oder Diesel zu tanken. Doch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Goldpreis reagiert kaum auf den Iran-Krieg: Warum der Anstieg ausbleibt
22.03.2026

Der Goldpreis reagiert trotz Iran-Krieg und steigender Spannungen im Nahen Osten bislang überraschend verhalten. Welche Faktoren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg verändert Anlagestrategien: Investoren trennen sich von Tech-Aktien
22.03.2026

Der Iran-Krieg und der Ölpreisschock bringen die bisherige Dominanz von KI-Investments ins Wanken und verschieben die Kapitalströme in...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögen aufbauen: Warum Investoren eine Anlagestrategie und Mut brauchen
22.03.2026

Deutschland klammert sich an ein Sicherheitsgefühl, das ökonomisch nicht mehr trägt. Während die nominalen Geldvermögen Rekorde...