Technologie

Autovermieter Hertz stößt zehntausende E-Autos ab, kauft dafür Verbrenner

Elektroautos sind nicht marktreif - das erkennt nun auch einer der größten Autovermieter der Welt.
12.01.2024 16:30
Aktualisiert: 12.01.2024 16:30
Lesezeit: 1 min
Autovermieter Hertz stößt zehntausende E-Autos ab, kauft dafür Verbrenner
Elektroautos sind nicht wettbewerbsfähig - das erkennt nun auch einer der größten Autovermieter der Welt. (Bild: istockphoto.com/tupungato) Foto: tupungato

Der Autovermieter Hertz will ein Drittel seiner weltweiten Elektroauto-Flotte verkaufen - und den Erlös zum Teil in den Kauf von Verbrennern stecken. Man wolle damit das Angebot an die Nachfrage anpassen, teilte Hertz am Donnerstag mit.

Verkauft werden im Laufe des Jahres 20 000 Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller in den USA. Hertz nimmt dafür eine zusätzliche Abschreibung von 245 Millionen Dollar in Kauf, verweist aber darauf, dass der operative Gewinn durch den Umstieg steigen werde.

Hertz hatte im Herbst 2021 angekündigt, 100 000 Teslas zu kaufen. Danach wurde mitgeteilt, dass 175 000 Elektroautos bei General Motors und 65 000 bei Polestar bestellt werden sollen. Doch im vergangenen Jahr zeigte sich der Autovermieter dann ernüchtert und wollte den Anteil von Elektroautos langsamer ausbauen. Hertz verwies unter anderem darauf, dass wiederholte Preissenkungen von Tesla auch den Wiederverkaufswert von Flotten-Fahrzeugen gesenkt hätten. Zum anderen seien Schadensreparaturen bei Elektroautos in etwa doppelt so teuer wie bei Verbrennern, hieß es damals.

Hertz-Chef Stephen Scherr sagte nun dem Finanzdienst Bloomberg, es haben sich als schwieriger als erwartet herausgestellt, die höheren Kosten rund um den Betrieb von Elektroautos zu drücken. In Zukunft werde Hertz aufmerksam die Nachfrage beobachten, bevor man entscheide, mehr Elektrofahrzeuge zu kaufen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Panorama
Panorama Forsa-Umfrage: Deutsche fordern mehr Förderung für grüne Technologien
19.03.2026

Nachhaltige Technologien gewinnen für Deutschlands Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Viele Bürger sehen darin große Chancen für die...

DWN
Politik
Politik Kampf gegen hohe Spritpreise: Österreich will Steuer senken
19.03.2026

Schon jetzt ist die Mineralölsteuer in Österreich niedriger als in Deutschland. Nun möchte die Regierung die Preise weiter senken, um...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lidl und UEFA vertiefen Zusammenarbeit: Gesunde Ernährung stärkt Amateurfußball
19.03.2026

Lidl und die UEFA erweitern ihre Zusammenarbeit im europäischen Fußball und setzen dabei verstärkt auf Themen wie Ernährung und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft "Mut zur kreativen Zerstörung": Matthias Bianchi vom Deutschen Mittelstands-Bund im DWN-Interview
18.03.2026

Der deutsche Mittelstand steht unter immensem Druck – Bürokratie, Energiepreise und Fachkräftemangel belasten die Unternehmen massiv....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftsflaute: Wenn Panzer Autos ersetzen - Rüstungsindustrie soll Rettungsanker und Chance sein
18.03.2026

Die Absatzschwäche deutscher Autohersteller und Zulieferer trifft auf eine boomende Rüstungsindustrie: Deutschland ist inzwischen...

DWN
Technologie
Technologie KI am Arbeitsplatz: Deutschland holt deutlich auf
18.03.2026

China top, USA flop: Während KI in Deutschland Fahrt aufnimmt, sinkt in den USA die Nutzung. Was steckt hinter der neuen Skepsis und wo...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie unter Kostendruck: Stellenabbau in Deutschland nimmt zu
18.03.2026

Die deutsche Automobilindustrie steht unter wachsendem Druck, da Produktion und Investitionen zunehmend nach Osteuropa abwandern. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Möbelriese Hammer-Baumärkte im Insolvenzverfahren: Räumungsverkauf beginnt
18.03.2026

Nach dem Insolvenzverfahren verschwinden rund die Hälfte aller Hammer-Märkte in Deutschland. Während der Insolvenzverwalter nach einem...