Finanzen

Einzelhandel erlebt Umsatzsprung: Hoffnung auf Konsumaufschwung wächst

Deutschlands Einzelhandel verzeichnet den stärksten Umsatzanstieg seit über zwei Jahren, mit realen Zuwächsen und positiven Aussichten für den Frühling.
30.04.2024 09:25
Aktualisiert: 30.04.2024 09:25
Lesezeit: 1 min

Die deutschen Einzelhändler haben ihren Umsatz im März so stark erhöht wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Er wuchs um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Inflationsbereinigt (real) gab es einen Anstieg von 1,8 Prozent – den größten seit November 2021. Hier hatten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen nur mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von 1,5 Prozent im Februar und von 0,1 Prozent im Januar.

„Der Umsatzanstieg hält den Abwärtstrend erst einmal auf“, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger. „Es wächst die Hoffnung, dass der nahende Frühling den Konsum weiter anstacheln wird.“

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln wuchs besonders kräftig: Er legte im März real um 3,6 Prozent zum Vormonat zu. Das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln nahm dagegen um 0,2 Prozent ab. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete ein reales Umsatzplus von 3,3 Prozent.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Aufwärtstrend anhält. Im April hellte sich das Geschäftsklima im Einzelhandel weiter aufgehellt: Das Barometer stieg auf minus 14,5 Punkte, nach minus 17,5 Punkten im März, wie das Ifo-Institut in seiner Unternehmensumfrage herausfand. „Die konsumnahen Branchen werden 2024 voraussichtlich eine Stütze für die Gesamtwirtschaft sein“, sagte Ifo-Experte Patrick Höppner.

Dafür spricht auch, dass die Stimmung der deutschen Verbraucher aktuell so gut wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Konsumklima im Mai stieg überraschend deutlich um 3,1 auf minus 24,2 Punkte, wie die GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelten. Das ist der dritte Anstieg in Folge. Die Konsumlaune ist jedoch noch nicht berauschend: NIM-Experte Rolf Bürkl verweist darauf, dass sich das Barometer immer noch auf einem überaus niedrigen Niveau bewege.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen XRP-Ledger-Transaktionsvolumen überschreitet die Marke von 1 Million

Analysten erwarten ein Aufwärtspotenzial von 100%. XRP Wie können Inhaber neue passive Einkommensquellen schaffen?

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: SpaceX steigt weiter, Händler zögern vor Zinsentscheidung der Fed
16.06.2026

Ein turbulenter Handelstag birgt Überraschungen – erfahren Sie, warum Investoren gerade jetzt besonders aufmerksam die Entwicklungen...

DWN
Technologie
Technologie Batterie-Boom treibt Deutschland in neue China-Abhängigkeit
16.06.2026

Deutschlands Batterieproduktion erreicht einen Rekordwert – doch mit dem Boom wächst zugleich die Abhängigkeit von China. Die Branche...

DWN
Politik
Politik Der EU-Waffenchef warnt eindringlich: "Wir produzieren die falschen Waffen!"
16.06.2026

Der EU-Verteidigungskommissar warnt vor einem gefährlichen Missverhältnis in Europas Rüstungsstrategie. Während Donald Trumps...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bund lehnt Unicredit-Angebot für Commerzbank ab
16.06.2026

Der Bund stellt sich offen gegen die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit und verschärft damit den Machtkampf um Deutschlands...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankrabatt verpufft: Millionen bleiben bei den Konzernen
16.06.2026

Der Tankrabatt sollte Autofahrer entlasten – doch nach Einschätzung von Experten kam ein Teil der Milliarden gar nicht bei ihnen an.

DWN
Politik
Politik EU stimmt US-Zolldeal zu – und droht mit Gegenzöllen
16.06.2026

Die EU macht den Weg für das Zollabkommen mit den USA frei, baut aber ein Sicherheitsnetz gegen neue Alleingänge aus Washington ein....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kostenfalle Deutschland: Was Betriebe heute wirklich zahlen
16.06.2026

Energie doppelt so teuer wie in den USA, Lohnstückkosten 22 Prozent über globalem Schnitt, Bürokratie bindet 7 Prozent der Arbeitszeit,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autokrise in China setzt VW und Mercedes unter Druck
16.06.2026

China galt jahrelang als Wachstumsmotor der Autoindustrie – doch nun brechen die Verkäufe massiv ein und setzen auch deutsche Hersteller...