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Studie: Klimawandel führt zu weniger Ertrag und Qualität bei Reis

Japanische Forscher wollten herausfinden, wie sich der Klimawandel auf die Reisernte auswirkt. Dafür haben sie mehrere Szenarien durchgespielt - eines davon gibt Anlass zur Sorge.
18.05.2024 06:27
Aktualisiert: 18.05.2024 07:00
Lesezeit: 1 min
Studie: Klimawandel führt zu weniger Ertrag und Qualität bei Reis
Die globale Erwärmung kann den Lebenszyklus von Reispflanzen beschleunigen, hat aber einen nachteiligen Einfluss auf ihren Ertrag und ihre Qualität. (Foto: iStockphoto.com/rssfhs) Foto: rssfhs

Die globale Erwärmung führt einer Studie zufolge zu einem geringeren Ertrag und einer verminderten Qualität bei Reispflanzen. Der Ertrag kann im wärmsten Klimaszenario um bis zu 35 Prozent und die Qualität sogar um bis zu 85 Prozent zurückgehen - verglichen mit Pflanzen unter Klimabedingungen der 1990er Jahre. Das geht aus einer Studie der japanischen Organisation für Landwirtschaft und Lebensmittelforschung in Tsukuba hervor. Dabei wurden fünf japanische Reissorten untersucht.

Die prognostizierte starke globale Erwärmung beschleunige zwar den Lebenszyklus der Reispflanzen erheblich, wirke sich aber negativ auf Kornertrag und -qualität aus, heißt in der Studie, die im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Pnas) veröffentlicht wurde. Im Vergleich zur hohen Temperatur allein verschlechterte eine zusätzliche hohe CO2-Konzentration die Produktion weiter.

Um zu überprüfen, wie Reispflanzen - und damit auch die Reisernte - vom Klimawandel beeinflusst werden, nutzten die Forscher eine künstliche maßgeschneiderte Wachstumskammer. Darin wurden unter anderem mithilfe von Hochleistungs-LED-Lampen natürliche Umweltschwankungen simuliert. Die Wachstumskammer wurde mit meteorologischen Daten aus mehreren Jahren an verschiedenen Standorten gefüttert. Die Erwärmungszenarien der Zukunft wurden für eine Region mit gemäßigtem Klima wie im japanischen Tsukuba durchgeführt.

Die Wachstumskammer könne helfen, die Klimaauswirkungen auf weitere Reispflanzen zu prüfen und Sorten zu entwickeln, die mit den künftigen Umweltbedingungen besser zurechtkommen, schreiben die Forscher. Es könne dazu beitragen, die Methanproduktion beim Reisanbau zu reduzieren.

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