Wirtschaft

Neuwagen-Preise für Stromer und Verbrenner nähern sich an

Der Siegeszug chinesischer E-Auto-Hersteller in Europa basiert auf Wunschdenken. Das sagt Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer vom Car-Institute.
18.07.2024 17:05
Lesezeit: 1 min

Auf dem deutschen Markt für Neuwagen nähern sich die Preise für vergleichbare Modelle mit Elektroantrieb oder Verbrennungsmotor langsam an. Der immer noch deutliche Preisunterschied verringert sich, wie das private Car-Institut in seiner regelmäßigen Rabattstudie für Juli festgestellt hat.

Grundlage sind die sogenannten Transaktionspreise, also jene Beträge, die Kunden nach Abzug sämtlicher Rabatte auf den Listenpreis tatsächlich für ein neues Auto zahlen müssen. Seit April seien diese Preise bei den 15 beliebtesten Elektroautos um 4 Prozent gesunken, während sie bei den Verbrennern um fünf Prozent gestiegen seien.

Preisunterschiede immer noch beachtlich

Die Preisunterschiede seien immer noch beachtlich, sagt Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer. So kostet ein VW Golf mit einem 1,5-Liter-Verbrennungsmotor bei einem ermittelten Transaktionspreis von 23.443 Euro immer noch 9.220 Euro weniger als der Elektro-Bruder ID3. Beim Opel Corsa beträgt die ermittelte Differenz sogar mehr als 13.600 Euro zuungunsten des Batterie-Modells.

„Kein Siegeszug der chinesischen E-Auto-Anbieter“

Im Markt für die Elektroautos sieht Dudenhöffer zunächst keinen Siegeszug der chinesischen Anbieter. Auf den Webseiten würden die Listenpreise häufig nicht genannt, Daten und Informationen seien „oft zu substanzlos“. Und „zaubern“ könnten die Chinesen bei den Preisen auch nicht. Das zeige der Preisvergleich eines Modells des Herstellers MG, das in der Batterieversion fast 13.000 Euro teurer sei als der Verbrenner. Bemerkenswert findet Dudenhöffer zudem, dass Tesla erstmals einen direkten Rabatt von 6.000 Euro auf das Modell Y ausgelobt hat. Hier gebe es wohl größere Lagerbestände.

Viele wollen Verbrenner oder Hybrid kaufen

Laut einer Umfrage im Auftrag des Magazins Focus würden sich derzeit 15,3 Prozent der Menschen in Deutschland beim nächsten Autokauf für ein Elektromodell entscheiden. 18,4 Prozent würden ein Fahrzeug mit Hybrid-Antrieb wählen. Dagegen würden 34,9 Prozent einen Verbrenner kaufen und 21,6 Prozent gaben an, kein Auto kaufen zu wollen.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Die XRP-Preise stiegen, und XRP-Inhaber verdienten über 10.000 US-Dollar pro Tag durch FORT Miner Hashrate-Verträge.

Mit der jüngsten Erholung der XRP-Preise hat sich die Risikobereitschaft am Markt entsprechend verbessert. Kapital fließt wieder in...

DWN
Technologie
Technologie AWS EU-Cloud startet: Milliarden-Investition in Brandenburg
15.01.2026

AWS eröffnet eine unabhängige Cloud für Europa und investiert dafür Milliarden in Brandenburg. Das neue Angebot richtet sich vor allem...

DWN
Politik
Politik Trumps Ölpolitik: Widerstand in der US-Ölindustrie wächst
15.01.2026

Die US-Regierung treibt einen energiepolitischen Kurs voran, der in der heimischen Ölindustrie auf wachsenden Widerstand stößt. Doch...

DWN
Technologie
Technologie Reparaturpflicht für Smartphones und Waschmaschinen: Verbraucher profitieren
15.01.2026

Ab diesem Sommer gilt ein Recht auf Reparatur für Smartphones, Waschmaschinen und andere Geräte. Hersteller müssen Reparaturen während...

DWN
Finanzen
Finanzen Ray Dalio warnt: 38 Billionen US-Dollar Schulden und "wirtschaftlicher Herzinfarkt" der USA
15.01.2026

38 Billionen US-Dollar Staatsschulden belasten die USA wie ein Damoklesschwert. Ray Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater, warnt vor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kupferpreis-Rekordhoch: US-Importe und Zollpolitik treiben Preise für Industriemetalle
15.01.2026

Die globalen Rohstoffmärkte geraten zunehmend unter den Einfluss geopolitischer Entscheidungen und strategischer Lagerpolitik. Der...

DWN
Immobilien
Immobilien Studie: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen
15.01.2026

Die Wohnungssuche hat sich in vielen Regionen zum Albtraum entwickelt, Besserung ist nicht in Sicht. Nach einer Studie des Pestel-Instituts...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Geschäftsbericht: Weshalb Glaubwürdigkeit über den Geschäftserfolg entscheidet
15.01.2026

Geschäftsberichte gelten oft als lästige Pflicht. Doch hinter Tabellen und Kennzahlen entscheidet sich, ob Unternehmen glaubwürdig...

DWN
Technologie
Technologie Schranken für anzügliche KI-Bilder bei Musk-Chatbot Grok
15.01.2026

Elon Musks Chatbot Grok sorgte für internationale Empörung, weil Nutzer Frauen und Minderjährige in durchsichtigen Bikinis darstellen...