Technologie

Neues KI-Modell von OpenAI für komplexe Aufgaben

OpenAI, der Entwickler von ChatGPT, hat ein neues KI-Modell vorgestellt, das in der Lage ist, komplexere Aufgaben als frühere Chatbots zu bewältigen. Die Software namens o1 investiert mehr Zeit in das "Nachdenken", bevor sie eine Antwort liefert - "so wie es ein Mensch tun würde".
13.09.2024 12:17
Lesezeit: 1 min

Die Künstliche Intelligenz testet dabei verschiedene Ansätze und identifiziert sowie korrigiert eigenständig ihre Fehler, erläutert OpenAI in einem Blogeintrag.

Dies zeigt sich besonders bei Mathematik und der Programmierung von Software. Das o1-Modell hat 83 Prozent der Aufgaben der Prüfung zur Internationalen Mathematik-Olympiade gelöst, während das aktuelle ChatGPT-4o nur 13 Prozent bewältigte. Allerdings fehlen dem neuen Modell noch viele nützliche Funktionen von ChatGPT. So kann es nicht im Internet nach Informationen suchen und unterstützt weder das Hochladen von Dateien noch von Bildern - zudem ist es derzeit langsamer.

Laut OpenAI kann das neue Modell Forschern bei der Datenanalyse oder Physikern bei komplexen mathematischen Formeln unterstützen.

Auch neue Software erfindet manchmal Antworten

Aus den Unterlagen geht hervor, dass das neue Modell bei einer Testauswahl von 100.000 Anfragen in 0,38 Prozent der Fälle wissentlich falsche Antworten gab. Dies geschah insbesondere, wenn OpenAI o1 gebeten wurde, auf Artikel, Websites oder Bücher zu verweisen.

Ohne Zugang zur Internet-Suche war dies oft nicht möglich. So erfand die KI selbst plausibel wirkende Beispiele. Die Software wollte jedoch stets nur die Wünsche der Nutzer erfüllen. Die sogenannten "Halluzinationen", bei denen KI-Software Informationen einfach erfindet, bleiben ein ungelöstes Problem.

ChatGPT, der Chatbot, der vor über einem Jahr den Hype um Künstliche Intelligenz entfachte, nutzt KI, um Texte auf menschlichem Niveau zu formulieren, Software-Code zu schreiben und Informationen zusammenzufassen. Diese KI-Programme werden mit enormen Datenmengen trainiert und arbeiten nach dem Prinzip, dass sie Wort für Wort beurteilen, wie ein Satz weitergehen sollte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Sozialhilfe-Ausgaben explodieren: Pflegekosten wachsen stärker als Grundsicherung
26.08.2026

Die Ausgaben für Sozialhilfe sind 2025 in Deutschland um 6,1 Prozent gestiegen. Besonders stark legten die Kosten für die Hilfe zur...

DWN
Finanzen
Finanzen 21,4 Milliarden Euro: Neuer Höchstwert bei Erbschaft- und Schenkungsteuer
26.08.2026

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland erreicht einen Rekordwert. Was steckt hinter dem starken Anstieg im...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien 2026: Nvidia, SAP und Co. sind laut Experten noch zu günstig
26.08.2026

Der KI-Boom hat viele Technologieaktien teuer gemacht. Doch ausgerechnet jetzt sieht Morningstar bei zwölf bekannten Unternehmen noch...

DWN
Finanzen
Finanzen Droneshield-Aktie bricht zweistellig ein: Hohe Verluste überschatten starkes Umsatzwachstum
26.08.2026

DroneShield wächst kräftig, schreibt jedoch hohe Verluste und gerät zugleich ins Visier der australischen Finanzaufsicht. Der...

DWN
Politik
Politik Neue Zuckersteuer: Aufpreis war auch für Zero-Getränke und Hafermilch angedacht
26.08.2026

Die geplante Zuckersteuer soll Verbraucher offiziell von stark zuckerhaltigen Getränken abhalten. Doch künftig sollten auch Hafermilch...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: 440 Wahlscheine doppelt versendet
26.08.2026

Das Wahlamt hat in Magdeburg 440 Wahlscheine für die Briefwahl doppelt gedruckt und versendet. Doch die Stadt versichert: Eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unangekündigter Kreml-Besuch? CIA-Chef Ratcliffe in Moskau
26.08.2026

Spekulationen zu Ratcliffs Reise nach Moskau: Der Kreml hat die Reise des Direktors des US-Auslandsgeheimdienstes CIA nach Moskau...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exklusiv-Interview zu Freyja: Fire-Point-Chefin erklärt die Patriot-Alternative aus der Ukraine
26.08.2026

Nach dem ersten DWN-Bericht über Freyja spricht Fire-Point-Chefin Iryna Terekh nun exklusiv über das ukrainische Rüstungsprojekt. Mit...