Immobilien

Studie zum Semesterbeginn: WG-Zimmer in Uni-Städten kosten im Schnitt 489 Euro

Am 1. Oktober beginnt an den meisten Unis das Wintersemester – daher ist gerade viel los auf dem WG-Markt der Hochschulstädte. Die Preise für Zimmer in WGs sind laut einer neuen Auswertung gestiegen.
18.09.2024 12:55
Aktualisiert: 18.09.2024 13:00
Lesezeit: 2 min

Kurz vor dem Start des Wintersemesters kosten WG-Zimmer an deutschen Hochschulstandorten im Schnitt 489 Euro im Monat – und die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten sind teils beträchtlich. Das geht aus einer Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts in Kooperation mit der Vermittlungsplattform wg-gesucht.de hervor. Seit dem Wintersemester 2023/ 2024 sind die WG-Zimmer demnach im Schnitt um 17 Euro teurer geworden. "Nach dem Auslaufen der Covid-19-Pandemie und dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die Wohnkosten extrem gestiegen. Jetzt können wir eine Erholungsphase erkennen", sagte Projektleiter Stefan Brauckmann zu den Zahlen. Vor dem Wintersemester 2013/ 2014 kostete ein WG-Zimmer im Schnitt noch 324 Euro.

München knapp 300 Euro über deutschlandweitem Schnitt

Am teuersten sind der Auswertung zufolge WG-Zimmer in München. Der mittlere Preis für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft liegt hier bei 790 Euro - 40 Euro mehr als vor dem Wintersemester 2023/ 2024. Dahinter folgen Frankfurt mit 680 Euro (plus 50 Euro), Berlin mit 650 Euro (keine Veränderung zum Vorjahr), Hamburg mit 620 Euro (plus 20 Euro) und Köln mit 600 Euro (plus 30 Euro). "Auch in diesem Wintersemester hat sich wieder gezeigt, dass die vergleichsweise günstigen Angebote sehr schnell wieder aus dem Netz genommen wurden. Personen, die erst sehr spät eine Zulassung zum Studium bekommen oder sich nicht vor Ort um eine Unterkunft kümmern können, weil zum Beispiel noch kein Visum erteilt wurde, unterliegen einem größeren Marktdruck", sagte Brauckmann.

Günstiger kommen Studierende etwa in Siegen (330 Euro), Jena (328), Wismar (325) oder Chemnitz (290) unter. Allerdings ist hier die Datenlage nicht so zuverlässig wie bei den viel größeren Standorten.

Für die Auswertung wurden mehr als 9000 Angebote analysiert, die in den letzten beiden August-Wochen online gestellt wurden. Berücksichtigt wurden Angebote für alle 88 deutschen Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studierenden (ohne Fern- und Verwaltungshochschulen) – Brauckmann zufolge sind dort 90,5 Prozent der Studierenden eingeschrieben. In die Auswertung genommen wurden ausschließlich Angebote für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft mit insgesamt zwei oder drei Bewohnern. Neugründungen wurden nicht berücksichtigt.

Zimmer in Wohngemeinschaften werden auf wg-gesucht.de in der Regel mit Warmmieten angeboten, welche auch die Kosten für Strom, Internet sowie die Möblierung und technische Ausstattung in den gemeinschaftlich genutzten Räumen enthalten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Investitionen in Deutschland schwächeln: DIHK warnt vor Folgen für Jobs
05.11.2026

Die deutsche Wirtschaft hellt sich etwas auf, doch bei Investitionen bleiben viele Unternehmen vorsichtig. Laut DIHK will nicht einmal...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Klimaneutralität verfehlt: Allianz sieht Deutschland erst 2051 am Ziel
05.11.2026

Deutschland, Europa und die Welt kommen beim Klimaschutz voran, aber nicht schnell genug. Nach Berechnungen der Allianz wird das Ziel der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Probezeit: Was ist zu beachten?
05.11.2026

Die Stellenausschreibung wurde veröffentlicht, Vorstellungsgespräche geführt und endlich scheint derpassende Kandidat...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rheinmetall-Aktie unter Druck: Umsatz steigt stark, Prognose sinkt
05.11.2026

Rheinmetall wächst kräftig und steigert Umsatz sowie operatives Ergebnis deutlich. Trotzdem senkt Deutschlands größter Rüstungskonzern...

DWN
Politik
Politik Pflegereform 2027: Linnemann kündigt Nachbesserungen bei Sparplänen an
05.11.2026

Die Pflegereform nimmt im Bundestag konkrete Formen an. Gesundheitsminister Carsten Linnemann will Milliarden einsparen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektroflugzeug Vaeridion: EU und Investoren geben über 120 Millionen Euro
05.11.2026

Das Münchner Flugzeug-Startup Vaeridion erhält mehr als 120 Millionen Euro für die Entwicklung seines Elektroflugzeugs „Microliner“....

DWN
Finanzen
Finanzen Dax steigt leicht: Rheinmetall-Aktie bricht nach Prognosesenkung ein
05.11.2026

Der Dax legt am Donnerstag leicht zu, bleibt aber unter seinem Rekordhoch. Deutlich schlechter läuft es für die Rheinmetall-Aktie: Nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bosch verschärft Sparkurs: Weitere 750 Stellen fallen weg
05.11.2026

Am Bosch-Standort Abstatt sollen bis Ende 2029 weitere 750 Arbeitsplätze wegfallen. Der Konzern verweist auf die schwache Nachfrage in...