Wirtschaft

SMARD-Index: Entwicklung von Strompreisen und Gaspreisen

Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Energiemärkte erheblich durcheinandergebracht. Während sich die Strompreise stabilisiert haben, bleibt die Situation bei Gas angespannt.
21.09.2024 13:43
Lesezeit: 1 min

Die Bundesnetzagentur bietet ab sofort auf ihrer Plattform SMARD einen Überblick über die Preisentwicklung von Strom und Gas für private Haushalte. Künftig werden zu Monatsbeginn auf SMARD ein Strom- und ein Gaspreisindex veröffentlicht, um die Preisentwicklung transparent zu machen.

Die neuen Indizes sollen den Verbrauchern helfen, sich frühzeitig über die aktuelle Marktlage bei Strom- und Gaspreisen zu informieren, teilte die Netzagentur in Bonn mit.

Strompreis auf SMARD stabilisiert sich deutlich

"Die extremen Preissteigerungen aus dem Krisenjahr 2022 haben wir weitgehend hinter uns gelassen", sagte Behördenpräsident Klaus Müller. Besonders die durchschnittlichen Strompreise haben sich wieder stabilisiert und nähern sich dem Stand vor der Krise an.

Die Energiekrise wurde durch den russischen Angriffskrieg ausgelöst, der große Unsicherheit in den Energiemärkten verursachte. Das führte zu einem massiven Anstieg der Beschaffungskosten, vor allem für Gas, aber auch für Strom.

Die neuen SMARD-Indizes vergleichen die aktuellen Werte mit dem Basiswert von Januar 2021, der auf 100 festgelegt wurde. "Im September 2024 liegt der Strompreisindex für Neukunden bei 109,2 Punkten und damit nur noch 9,2 Prozent über dem Vorkrisenwert." Inflationsbereinigt liegt der Index sogar unter dem Wert von Januar 2021. "Der starke Preisanstieg im Großhandel wirkt sich nicht mehr so stark auf die Strompreise aus", erklärte die Netzagentur. Für Bestandskunden liegt der Index aktuell bei 125.

Gaspreise laut SMARD weiterhin über dem Vorkrisenniveau

Im Gegensatz dazu zeigt der Gaspreisindex im September für Neukunden 175 Punkte und für Bestandskunden 182. "Obwohl der Gaspreisindex seit der Krise deutlich gesunken ist, sind die Preise weiterhin spürbar über dem Niveau von vor der Krise", hieß es. Auf dem Höhepunkt der Energiekrise im September 2022 lag der Neukunden-Index bei 426, während der Höchstwert für Bestandskunden im Juni 2023 bei 243 lag. Die Berechnung des Index umfasst neben Beschaffungskosten auch Steuern, Abgaben, Netzentgelte, Umlagen, Vertriebskosten und Margen.

Auch Vergleichsportale wie Verivox und Check24 bieten ebenfalls aktuelle Daten zur Entwicklung der Energiepreise an.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Bremer Immobilienmarkt unter Druck: Strategien für Käufer und Verkäufer im aktuellen Zinsumfeld

Der Immobilienmarkt in Bremen befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Nach Jahren des kontinuierlichen Preisanstiegs...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Auswanderung geplant? Diese Steuerfallen sollten Sie kennen
06.08.2026

Ein Leben im Ausland klingt nach Freiheit und neuen Perspektiven. Doch vor dem Abschied verlangt der Fiskus oft noch seinen Anteil. Welche...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-Aktie enttäuscht Anleger: Rekordumsatz reicht nicht mehr
06.08.2026

SpaceX meldet einen spektakulären Umsatzsprung, doch an der Börse kippt die Stimmung. Die gigantischen KI-Ausgaben stellen den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrie legt zu: Rhein wird zum Konjunkturrisiko
06.08.2026

Die kriselnde deutsche Industrie hat im Juni überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Doch das Niedrigwasser im Rhein entwickelt sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Telekom-Aktie legt zu: Mehr Geld für Aktienrückkäufe
06.08.2026

Die Telekom-Aktie startet nach starken Quartalszahlen und einem deutlich ausgeweiteten Aktienrückkaufprogramm mit Rückenwind in den...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Aktie: Rekordgewinn stärkt Position im Übernahmekampf mit Unicredit
06.08.2026

Mit steigenden Gewinnen wollte die Commerzbank-Aktie ihre Unabhängigkeit untermauern. Die jüngste Zwischenbilanz fällt positiv aus. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie verliert Rückenwind nach F126-Aus
06.08.2026

Das Aus für das milliardenschwere F126-Projekt zwingt Rheinmetall zu einer Korrektur der Umsatzprognose. Trotz der niedrigeren Erwartungen...

DWN
Finanzen
Finanzen Siemens-Aktie profitiert: Rekord bei den Aufträgen
06.08.2026

Der Auftragseingang erreicht einen Rekordwert. Auch bei der geplanten Trennung von der Healthineers-Mehrheit kommen die Münchner voran....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dürre setzt Europas Bauern massiv unter Druck
06.08.2026

Die Dürre trifft Europas Landwirtschaft immer härter: Schlechte Ernten, knappe Futtermittel und steigende Kosten setzen viele Betriebe...