Wirtschaft

China verhängt Anti-Dumping-Maßnahmen auf EU-Brandy

China hat vorläufige Anti-Dumping-Maßnahmen gegen europäischen Branntwein (Brandy) verhängt. Hintergrund ist der andauernde Handelskonflikt mit der Europäischen Union (EU) über die Einfuhr von Elektroautos.
08.10.2024 10:50
Lesezeit: 1 min

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums müssen Importeure bestimmter Brandy-Sorten ab diesem Freitag eine bislang nicht näher erläuterte Kaution beim Zoll hinterlegen.

Dieser Schritt markiert eine deutliche Kehrtwende, da Peking noch Ende August entschieden hatte, zunächst keine Maßnahmen zu ergreifen, obwohl laut chinesischen Angaben beim untersuchten Brandy Preisdumping festgestellt wurde.

Reaktion auf EU-Entscheidung über E-Auto-Zölle

Die Entscheidung Chinas dürfte eine direkte Reaktion auf die kürzliche Abstimmung der EU-Staaten sein. In dieser Abstimmung wurde der Weg für die Einführung von Zöllen auf Elektroautos aus China freigemacht. Damit erhält die EU-Kommission das Mandat, Zölle in Höhe von bis zu 35,3 Prozent auf chinesische Elektroautos zu erheben.

Peking wirft der EU im Zusammenhang mit diesen Zöllen Protektionismus vor. Die Europäische Union ignoriere die Fakten und missachte die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). Trotz dieser Vorwürfe betonte China jedoch wiederholt, eine Verhandlungslösung anzustreben.

Weitere Untersuchungen gegen EU-Produkte in China

Parallel dazu laufen in China weitere Untersuchungen gegen Produkte aus der EU. Bereits im Juli gab das chinesische Handelsministerium bekannt, dass es Ermittlungen zu importiertem Schweinefleisch aus der Europäischen Union eingeleitet hat. Darüber hinaus läuft derzeit auch eine Anti-Subventionsuntersuchung gegen einige importierte Milchprodukte aus der EU.

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