Panorama

Wort des Jahres 2024: Ampel-Aus

Die Wahl zum Wort des Jahres 2024 spiegelt das gesellschaftliche und politische Geschehen wider. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat dabei "Ampel-Aus" auf Platz eins gesetzt.
06.12.2024 12:45
Lesezeit: 1 min
Wort des Jahres 2024: Ampel-Aus
Vorstandsvorsitzender Peter Schlobinski (rechts) und Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels der Gesellschaft für deutsche Sprache präsentieren das Wort des Jahres 2024: Ampel-Aus (Foto: dpa). Foto: Jens Albes

"Ampel-Aus" ist das Wort des Jahres 2024

Das Wort des Jahres 2024 lautet "Ampel-Aus". Dies gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden bekannt, nachdem die Koalition aus SPD, Grünen und FDP spektakulär gescheitert war. Den zweiten Platz belegte "Klimaschönfärberei", ein Begriff, der das Bestreben beschreibt, Maßnahmen zum Klimaschutz beschönigend darzustellen, etwa durch Unternehmen. Auf dem dritten Platz folgt "kriegstüchtig", ein Ausdruck, den Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei seinem Plädoyer für mehr Tempo bei der Modernisierung der Bundeswehr nutzte.

Die Auswahl der Wörter für das "Wort des Jahres 2024" erfolgte durch eine Jury, die eine Rangliste mit zehn Begriffen des Jahres erstellte. Diese Begriffe prägten die öffentliche Diskussion in den letzten Monaten besonders stark. Laut der GfdS wurden die Wörter aus rund 2.500 Vorschlägen gewählt, die aus den Medien sowie aus Einsendungen der Öffentlichkeit stammten.

"Für die Wahl der 'Wörter des Jahres' ist nicht die Häufigkeit eines Begriffs ausschlaggebend, sondern dessen Bedeutung und Relevanz", erklärte die GfdS. Die gewählten Begriffe und Wendungen seien weder wertend noch als Empfehlung zu verstehen.

Rückblick: "Krisenmodus" war Wort des Jahres 2023

Die rund zehnköpfige Jury der GfdS setzt sich aus Sprachwissenschaftlern, Medienexperten und Mitgliedern des Hauptvorstands zusammen. Im Jahr 2023 war "Krisenmodus" das Wort des Jahres. Auf den Plätzen zwei und drei der damaligen Top Ten landeten "Antisemitismus" und "leseunfähig".

Die Gesellschaft für deutsche Sprache, die in Wiesbaden ansässig ist, gilt als politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Seit 1971 kürt sie regelmäßig das Wort des Jahres, seit 1977 ohne Unterbrechung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Cartier Tank oder Santos – welche ist zeitloser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Design-Kenner sehen in der klar reduzierten Tank das zeitlosere Statement, während die vielseitigere...

DWN
Politik
Politik Mehrheit fordert Rücktritt von Kanzler Merz
22.09.2026

Mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich für einen Rücktritt des Kanzlers aus. Unter den Anhängern einer Partei ist der Anteil...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Planet Labs: Berlin bekommt eine neue Satellitenfabrik
22.09.2026

In der Hauptstadt soll ein neuer Produktionsstandort für Satelliten entstehen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den USA, will aber...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger Topberater des Weißen Hauses: Trump gibt Tech-Milliardären beängstigend viel Macht
22.09.2026

Künstliche Intelligenz könnte die Welt ähnlich tiefgreifend verändern wie einst das Manhattan-Projekt. Doch diesmal liegt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Heizkosten steigen 2026: So teuer wird das Heizen
22.09.2026

Für viele Haushalte wird das Heizen 2026 teurer – besonders bei Öl und Holzpellets. Eine neue Prognose zeigt, welche Heizarten stärker...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs springt über 85.000 Dollar. Was hat die Erholung ausgelöst?
22.09.2026

Der Bitcoin-Kurs ist wieder deutlich gestiegen und kletterte über 85.000 Dollar. Bemerkenswert ist der Rebound, da kurz zuvor zwei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenz: So schützen Unternehmer ihr Privatvermögen
22.09.2026

Gerät die Firma ins Wanken, kann es schnell um mehr gehen als das Unternehmen. Plötzlich stehen auch Haus, Depot und Ersparnisse auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie: Arbeitszeit in der Diskussion – Konzern setzt deutsche Werke unter Druck
22.09.2026

Mercedes hält seine deutschen Werke für zu teuer und fordert mehr Arbeit für das gleiche Geld. Um den Druck zu erhöhen, legt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...