Politik

Kniefall in Warschau - Markus Söder gedenkt Opfern des Krieges

In Warschau legt Markus Söder einen Opferkranz nieder und kündigt polnische Hinweisschilder für Bayerns Gedenkstätten an. Hinter der Reise stehen aber handfeste Wünsche für die Zukunft.
11.12.2024 17:40
Lesezeit: 1 min
Kniefall in Warschau - Markus Söder gedenkt Opfern des Krieges
Kniefall wie einst Willy Brandt: Mit einem Kranz am Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos gedenkt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Opfern des Nationalsozialsmus. (Foto: dpa) Foto: Marco Hadem

Mit einem Kniefall vor dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Zum Auftakt seiner Polenreise legte der CSU-Chef an dem Denkmal, an dem am 7. Dezember 1970 auch Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) einen Kniefall machte, einen Kranz nieder.

In Warschau trifft sich Söder wie tags zuvor bereits CDU-Chef Friedrich Merz unter anderem mit Polens Ministerpräsident Donald Tusk. Söder betonte, dass beide ihre Reisen eng abgestimmt hätten – zwischenzeitlich habe auch ein gemeinsamer Besuch bei Tusk im Raum gestanden.

Polnische Hinweisschilder für Bayerns Gedenkstätten

Noch vor den politischen Gesprächen nutzte Söder die Gelegenheit, um den polnischen Opfern der Nationalsozialisten zu gedenken. Er kündigte an, dass an den bayerischen Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus künftig alle Hinweise auch direkt und dauerhaft ins Polnische übersetzt werden. In den deutschen Konzentrationslagern waren während des Zweiten Weltkrieges auch viele Polen - darunter auch deportierte Juden – brutal ermordet worden.

Söder: Polens Armee ist zentraler Sicherheitspartner und Vorbild

Söder betonte, die hohe Bedeutung Polens für Bayern, Deutschland und Europa. Derzeit finde mit Tusk in dem Land an der Ostsee „ein neuer demokratischer Anfang“ statt. Polen sei längst auch ein „zentraler Sicherheitspartner“ und müsse mehr in die europäische Sicherheitsarchitektur eingebaut werden. Polen sei auch ein gutes Vorbild beim Aufbau der Armee. „Polen ist das Bollwerk an der Nato-Grenze. Und deswegen ist Polen für uns ein ganz zentraler, wichtiger Partner.“

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