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KI-Betrug: Nur 22 Prozent der Unternehmen schützen sich

KI-Betrug wird 2025 zur größten Bedrohung für Unternehmen. Deepfakes und andere KI-gestützte Betrugstechniken nehmen in Deutschland und Europa rasant zu. Viele Unternehmen sind sich der Gefahr zwar bewusst, doch fehlen häufig Know-how, Zeit und Budget, um effektiv zu handeln. Lesen Sie, welche Strategien Unternehmen ergreifen können, um die Herausforderungen durch KI-Betrug zu meistern und warum der Finanzsektor besonders betroffen ist.
24.01.2025 07:03
Aktualisiert: 24.01.2025 07:32
Lesezeit: 2 min
KI-Betrug: Nur 22 Prozent der Unternehmen schützen sich
KI-Betrug: Künstliche Intelligenz kann Videos oder Fotos von Menschen täuschend echt fälschen. Wie sollen sich Unternehmen davor schützen? (Foto: pixabay/ gorodenkoff) Foto: gorodenkoff

Es war ein normaler Arbeitstag, als Stefan, ein erfahrener Bankmitarbeiter, plötzlich eine alarmierende Nachricht erhielt: Ein Kunde meldete, dass ein Kredit in seinem Namen beantragt wurde – ohne sein Wissen. Erst eine Analyse offenbarte das Ausmaß: Ein täuschend echtes Deepfake-Video hatte den Betrug ermöglicht. Solche Szenarien sind längst keine Science-Fiction mehr, sondern bittere Realität.

Während KI-gesteuerter Identitätsbetrug rapide zunimmt, zeigt der Signicat-Report The Battle Against AI-driven Identity Fraud eine erhebliche Diskrepanz zwischen Bewusstsein und Handeln. Obwohl über 76 Prozent der Entscheidungsträger die wachsende Gefahr durch KI im Bereich Betrug erkennen, haben lediglich 22 Prozent der Unternehmen begonnen, KI-gesteuerte Maßnahmen zur Prävention umzusetzen. Diese Verzögerung macht Unternehmen anfällig für immer ausgeklügeltere Betrugstechniken.

KI-Betrug: Unternehmen unterschätzen die Dringlichkeit

Für die Studie wurden mehr als 1.200 Entscheidungsträger aus Banken, Fintechs, Zahlungsanbietern und Versicherungsunternehmen in Europa befragt. Trotz des hohen Bewusstseins für die Bedrohung offenbaren die Ergebnisse eine erhebliche Lücke zwischen der Problemerkennung und der Umsetzung notwendiger Maßnahmen.

Die Kluft zwischen Erkenntnis und Handlung

Der Bericht hebt hervor, dass sich Unternehmen der Problematik zwar bewusst sind, aber beim Ergreifen von Schutzmaßnahmen auf folgende Hindernisse stoßen:

  • Mangelndes Fachwissen: 76 Prozent der Befragten im Bereich Betrugsbekämpfung geben fehlendes Wissen als Haupthindernis an.
  • Zeitmangel: 74 Prozent gestehen ein, dass sie nicht die nötige Zeit haben, das Problem mit der gebotenen Dringlichkeit anzugehen.
  • Fehlendes Budget: 76 Prozent beklagen unzureichende Mittel für den Einsatz robuster Technologien zur Betrugsprävention.

„Trotz der alarmierenden Zunahme von KI-gesteuertem Identitätsbetrug, etwa durch Deepfakes, stecken viele Unternehmen noch immer in der Planungsphase“, erklärt Pinar Alpay, Chief Product & Marketing Officer bei Signicat. Die wachsende Diskrepanz zwischen Bewusstsein und Handeln stellt ein zunehmendes Risiko dar, insbesondere für den Finanzsektor und andere stark regulierte Branchen.

2025: Das Jahr des KI-Betrugs

Im Hinblick auf die Herausforderungen des Jahres 2025 warnt der Bericht davor, dass Betrüger KI in bislang ungekanntem Ausmaß nutzen werden. Deepfake-Angriffe, die laut Signicat-Daten in den letzten drei Jahren um 2137 Prozent zugenommen haben, sind nur ein Beispiel für die rasante Entwicklung KI-gestützter Betrugstechniken.

Strategien zur Prävention von KI-Betrug

Unternehmen müssen schnell handeln, um den Betrügern voraus zu sein:

  1. Verteidigung auf mehreren Ebenen: Von der Risikobewertung über robuste Identitätsprüfungen und Authentifizierungstools bis zur laufenden Überwachung – ein umfassender Ansatz ist unerlässlich.
  2. Investitionen in KI-gesteuerte Betrugsprävention: Technologien wie VideoID von Signicat erkennen Betrug in Echtzeit und bekämpfen KI-basierte Manipulationen, einschließlich Deepfakes.
  3. Internes Bewusstsein und externe Partnerschaften: Mitarbeiterschulungen und die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Anbietern sind entscheidend, um der Bedrohung aktiv zu begegnen.

Aufruf zum Handeln: KI-Betrug mit KI bekämpfen

„Unternehmen müssen in neue Technologien investieren, die eine KI-basierte Betrugserkennung ermöglichen. Deepfake-Angriffe machten vor drei Jahren nur 0,1 Prozent aller von uns aufgedeckten Betrugsversuche aus, heute sind es 6,5 Prozent – ein Anstieg von 2137 Prozent“, ergänzt Pinar Alpay.

Signicat bietet maßgeschneiderte Lösungen, die diese Herausforderungen direkt angehen. Von fortschrittlicher biometrischer Identitätsprüfung bis hin zur nahtlosen Orchestrierung von Betrugsprävention – Signicat ermöglicht es Unternehmen, der Bedrohung durch KI-basierten Betrug einen Schritt voraus zu sein.

Über Signicat

Signicat ist ein führendes europäisches Unternehmen für digitale Identität mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte in den fortschrittlichsten Märkten der Welt. Gegründet 2006, hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, Technologien für digitales Vertrauen zu schaffen. Die umfangreiche Plattform ermöglicht nahtlose Identitätsprüfungen, Authentifizierung und rechtsverbindliche Geschäftsvereinbarungen – alles über einen einzigen Integrationspunkt. Seit 2019 gehört Signicat zu Nordic Capital und beschäftigt mehr als 450 Mitarbeiter in 17 europäischen Niederlassungen.

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