Politik

Forsa-Umfrage: AfD mit nur noch 4-Prozent-Abstand auf CDU/CSU

In einer der ersten veröffentlichten Wahlumfragen nach der historischen Abstimmung zum Finanzpaket steigt die AfD in der Wählergunst. Die Union muss dagegen in der aktuellen Forsa-Erhebung Federn lassen. Der Abstand der Parteien dezimiert sich damit weiter.
19.03.2025 11:12
Aktualisiert: 19.03.2025 11:12
Lesezeit: 1 min
Forsa-Umfrage: AfD mit nur noch 4-Prozent-Abstand auf CDU/CSU
Friedrich Merz (CDU) hat die AfD im Nacken. (Foto: dpa) Foto: Bernd von Jutrczenka

Die Abstimmung zum historischen Finanzpaket ist vorbei, der Weg für Friedrich Merz ins Kanzleramt geebnet. Doch wahlpolitisch bleibt die Lage weiter angespannt für die Union. Die AfD bleibt in Lauerstellung und wirbt um konservative Wähler, die am aktuellen Kurs der CDU/CSU zweifeln. Die Augen ruhen daher derzeit erneut auf den Wahlumfragen, die die Meinungsforschungsinstitute im Wochentakt veröffentlichen.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage vom 18.März sieht den Abstand zwischen den beiden stärksten Parteien weiter abschmelzen. Die Sozialdemokraten müssen dagegen erneut Federn lassen. Die SPD liegt nun mit über 2 Prozent hinter dem eingefahrenen Ergebnis bei der Bundestagswahl im Februar. Die Linke kann ihren Höhenflug fortsetzen und legt weiter zu in der Wählergunst. Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage inklusive der Prozentzahlen der Parteien bei der Bundestagswahl im Überblick:

CDU/CSU: 27 Prozent (28,5 %)

AfD: 23 Prozent (20,8 %)

SPD: 14 Prozent (16,4 %)

Grüne: 12 Prozent (11,6 %)

Linke: 11 Prozent (8,8 %)

FDP: 4 Prozent (4,3 %)

BSW: 3 Prozent (4,97 %)

Allerdings muss der Zeitraum der Forsa-Erhebung mitberücksichtigt werden. Das Meinungsforschungsinstitut befragte zwischen dem 11.03. und 17.03 rund 2500 Menschen nach ihren Wahlpräferenzen. Die entscheidende Abstimmung zur dritten Lesung zum milliardenschweren Schuldenpaket war am 18. März.

Ob es weitere mögliche Wählerwanderungen gibt, wird sich wohl erst die nächsten Tage abzeichnen. Wahlumfragen sind prinzipiell Schwankungen unterworfen. Eine INSA-Umfrage vom 17. März sieht die Union bei 29 Prozent und damit leicht über dem Wahlergebnis liegen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung macht EU-Versand für kleine Händler zum Verlustgeschäft
23.08.2026

Europa verspricht kleinen Unternehmen einen grenzenlosen Binnenmarkt, doch neue Verpackungsregeln bewirken zunehmend das Gegenteil....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Herbert Wertheim macht aus Geduld Milliarden und aus 35 Millionen Euro einen Ferrari
23.08.2026

35 Millionen Euro für einen elektrischen Ferrari wirken selbst unter Milliardären außergewöhnlich. Für Herbert Wertheim folgt der...

DWN
Technologie
Technologie Roboter rücken in den Supermarkt vor: Beginnt der Wandel am Arbeitsmarkt?
23.08.2026

In Dänemark sollen humanoide Roboter nachts Supermarktregale auffüllen. Gesteuert werden sie zunächst von Menschen mit VR-Headset, doch...

DWN
Technologie
Technologie KI-Sicherheitsrisiken außer Kontrolle? Wenn Maschinen selbstständig angreifen
23.08.2026

KI-Systeme finden selbstständig Sicherheitslücken, führen Cyberangriffe aus und können sogar neue Viren entwerfen. Die technologische...

DWN
Finanzen
Finanzen ETF-Risiken: Die gefährliche Macht der großen Indexfonds
23.08.2026

ETF gelten als günstig, bequem und vergleichsweise sicher. Doch je mehr Kapital automatisch in dieselben Aktien fließt, desto stärker...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Handel: Deutschland wird zum größten Warnsignal für Europa
23.08.2026

Chinas Exportoffensive trifft Europas Industrie immer härter, besonders Deutschland gerät unter Druck. Brüssel sucht nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Echt oder Kopie? Billige Labordiamanten erobern den Markt
22.08.2026

Labordiamanten kosten nur einen Bruchteil natürlicher Steine und erobern den wichtigsten Diamantenmarkt der Welt. Für Juweliere,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Bahn: Vandalismusschäden in Höhe von 34 Millionen Euro
22.08.2026

Graffitis an Bahnhofswänden, Kabeldiebstahl, zerkratzte Scheiben in Zügen - die Deutsche Bahn ist ständig mit Vandalismus konfrontiert....