Politik

„Wer zuerst schießt, stirbt als Zweites“ – USA planen Atomtests ohne Explosion: Das Comeback des nuklearen Wahnsinns

Ein Aufschrei geht um die Welt: Die USA wollen wieder Atomwaffen testen – und zwar ohne nukleare Explosionen. Was US-Präsident Trump einst ankündigte, nimmt jetzt Gestalt an. Energieminister Chris Wright erklärte gegenüber Fox News: „Die Tests, über die wir gerade sprechen, sind Systemtests. Das sind keine nuklearen Explosionen.“ Man wolle dabei neue Waffensysteme erproben – und alle anderen Teile einer Atomwaffe prüfen. Kritiker sehen darin mehr als nur technische Routine: Für viele ist es das Signal, dass die Ära der nuklearen Zurückhaltung endgültig vorbei sein könnte.
03.11.2025 11:49
Lesezeit: 1 min
„Wer zuerst schießt, stirbt als Zweites“ – USA planen Atomtests ohne Explosion: Das Comeback des nuklearen Wahnsinns
Zwei als US-Präsident Trump und als russischer Präsident Putin verkleidete Aktivisten fahren vor dem Brandenburger Tor während einer Demo für eine Welt ohne Atomwaffen auf zwei Modellen von Atombomben (Foto: dpa/ Archivbild) Foto: Fabian Sommer

Schockierende Ansage von Trump

US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen mit der Ankündigung einer sofortigen Wiederaufnahme von Atomwaffentests für Aufsehen gesorgt. Er führte dabei aber nicht genau aus, was getestet werden soll. Damit blieb auch offen, ob es auch unterirdische Explosionen geben würde. Trump hatte den Schritt damit begründet, dass andere Länder ebenfalls Tests durchführten.

In einem Interview des Senders CBS News behauptete der US-Präsident, Russland habe einen Test angekündigt. Nordkorea teste ständig. Andere Länder testeten auch, sagte er weiter. Er zählte dabei auch China auf. Er wolle nicht, dass die USA das einzige Land seien, das nicht teste.

Russland hatte jüngst Trägerraketen getestet. Auch die USA testen immer wieder Trägerraketen ohne Atomsprengköpfe. Das chinesische Außenamt erklärte auf Nachfrage zu Trumps Aussagen, dass China seine Zusage eingehalten habe, Nukleartests auszusetzen. Peking hoffe, dass auch Washington dieser Zusage nachkomme, sagte Sprecherin Mao Ning.

Viele alte Waffen

Energieminister Wright sagte, die Modernisierung des nuklearen Arsenals sei eine entscheidende Priorität. „Viele unserer Waffen sind sehr alt.“ Man müsse das Waffenarsenal modern und auf dem neuesten Stand halten, um weltweit führend zu sein. „Das ist die einzige Möglichkeit, Frieden im Ausland und Wohlstand im eigenen Land zu garantieren“, sagte Wright.

Das Energieministerium ist in den USA für viele Aspekte des nuklearen Arsenals zuständig, unter anderem über die ihm untergeordnete Atomsicherheitsbehörde NNSA.

Seit Jahrzehnten kein Atomwaffentest der Großmächte mehr

Die USA hatten zuletzt 1992 einen Atomwaffentest durchgeführt. Sie haben sich gemeinsam mit Russland und China bislang an ein seit Jahrzehnten bestehendes Moratorium für unterirdische Atomexplosionen gehalten.

Allerdings verfügen die USA über ein umfangreiches Programm, um die Zuverlässigkeit ihres Atomarsenals sicherzustellen. Dazu gehören Computersimulationen, Tests mit Atommaterial, bei denen keine Kettenreaktion stattfindet sowie Tests von Raketen und Sprengkopftechnologien. Solche Maßnahmen machen nach Ansicht mancher Experten Atomtests überflüssig.

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