Finanzen

Autokosten: Check zeigt steigende Preise für Versicherung, Pflege und Reparaturen

Die Preise rund ums Auto steigen rasant – von Versicherung bis Wartung. Ein aktueller Autokostencheck zeigt, wie stark sich der Unterhalt verteuert hat.
04.11.2025 13:43
Lesezeit: 1 min
Autokosten: Check zeigt steigende Preise für Versicherung, Pflege und Reparaturen
Laut eines aktuellen Autokostenchecks müssen Autofahrer für Unterhalt und Reparaturen ihres Fahrzeugs deutlich mehr bezahlen (Foto: dpa).

Versicherung, Pflege, Reparatur: Autokosten steigen

Von Versicherung bis Wäsche und Reparatur: Laut aktuellem Autokostencheck müssen Autofahrer für den Unterhalt ihres Fahrzeugs deutlich mehr bezahlen. Kfz-Versicherungen kosteten im September fast elf Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Pkw-Reparaturen verteuerten sich zudem binnen Jahresfrist um 5,5 Prozent.

Auch die Pflege rund ums Fahrzeug wird kostspieliger: Die Preise für die Pkw-Inspektion stiegen um 4,8 Prozent und jene für Autowäschen um 3,6 Prozent. Damit legten die Auto-Kosten schneller zu als die allgemeine Inflation, die im selben Zeitraum bei 2,4 Prozent lag. Versicherer kämpfen seit Langem mit steigenden Ausgaben für Autoreparaturen und Ersatzteile. Daher wurden in den vergangenen Jahren die Preise deutlich angehoben. So waren Kfz-Versicherungen 2024 nach Angaben der Statistiker fast die Hälfte (43,6 Prozent) teurer als 2020, wie der Autokostencheck bestätigt.

Auch mittelfristig starke Preissteigerungen

Auch in anderen Bereichen sind die Kosten fürs Auto mittelfristig stark gestiegen. Pkw-Inspektion (plus 28,3 Prozent) und Pkw-Reparatur (plus 27 Prozent) verteuerten sich im Zeitraum ebenfalls überdurchschnittlich. Für Pkw-Wäschen mussten Verbraucher 2024 fast ein Fünftel (18,6 Prozent) mehr als 2020 bezahlen. Zum Vergleich: Die allgemeinen Verbraucherpreise legten währenddessen um 19,3 Prozent zu – ein weiterer Hinweis, den der Autokostencheck unterstreicht.

Beim Autokostencheck zeigt sich, dass vor allem auch Unternehmen mit Fahrzeugflotten in Deutschland zunehmend mit steigenden Kosten fürs Auto konfrontiert sind. Eine aktuelle Branchenanalyse weist darauf hin, dass die durchschnittlichen Wartungs- und Reparaturkosten im ersten Quartal 2025 gegenüber 2024 um rund 4,9 Prozent zulegten – 2024 selbst lag der Anstieg gegenüber 2023 bei etwa 11,3 Prozent. Gleichzeitig wächst der deutsche Markt für Fuhrparkmanagement- und Flottenservices: Im Jahr 2024 wurde der deutsche Fleet-Management-Markt mit rund 1,75 Milliarden US-Dollar bewertet, und bis 2032 wird ein jährliches Wachstum von etwa 16,9 Prozent prognostiziert.

Für Geschäftsführer heißt das: Ein Autokostencheck muss künftig nicht nur für private Pkw regelmäßig her, sondern auch geschäftliche Flotten, um die Kosten strategisch zu steuern. Durch frühzeitige Transparenz über Fahrzeugalter, Wartungszyklen und Reparaturpreise lassen sich Betriebskosten senken und so ein Autokostencheck effektiv in die Unternehmensplanung integrieren.

Autokostencheck: Trotz steigender Kosten immer mehr Fahrzeuge

Trotz wachsender Autokosten und aller Bemühungen um eine Verkehrswende fahren auf deutschen Straßen immer mehr Autos. Anfang des Jahres zählte das Statistische Bundesamt 590 Pkw je 1.000 Einwohner. Ein Jahr zuvor waren es 588 und 2023 noch 587. "Seit 2008 ist die Pkw-Dichte stetig angestiegen", schreiben die Statistiker. Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland erreichte mit 49,3 Millionen Pkw zum 1. Januar 2025 einen Rekord.

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